Herzlich willkommen Martin Groß-Albenhausen! Ciao Sabine!

verfasst am 30.08.2011 von Christoph Wenk-Fischer

 

Gestern hat er selbst im "Versandhausberater" in eigener Sache berichtet und FID-Verlag sowie bvh haben es in Pressemitteilungen kommuniziert: Martin Groß-Albenhausen wechselt zum 1. Dezember als Referent E-Commerce und Social Media zu uns nach Berlin. Gleichzeitig wird er als Geschäftsführer unserer Tochtergesellschaft BVH-Services GmbH unsere "wirtschaftlichen" Aktivitäten planen, koordinieren und betreuen. Und Berlin bekommt einen verlorenen Sohn zurück ;-)  Wir freuen uns sehr auf ihn! Wer ihn noch nicht kennt: Er wird bereits unseren "bvh-Social Media Summit" am 15.09.2011 in Berlin leiten. Mehr Info dazu morgen im bvh-Newsletter und in Martins Blog-Beitrag dann an dieser Stelle hier.

Wir freuen uns auch sehr auf Stephan Meixner, der Martins Nachfolge beim "Versandhausberater" antritt. Auch er ist ein ausgewiesener Experte im Bereich E-Commerce und Social Media und wird uns wichtiger Partner sein.

Und Sabine Klein? Sie hatte seit Februar 2010 beim bvh den Bereich E-Marketing und Social Media erst auf- und dann ausgebaut. Als "Pionierin" hat sie, eine der Ersten am Standort Berlin, für den bvh tolle Aufbauarbeit geleistet. Und Aufbauarbeit wird sie nun auch ab dem 1. September leisten: Sie geht nach Palästina, nach Jenin (Dschenin), um dort beim "Kinoprojekt" mitzuarbeiten. Als ausgebildete Yoga-Lehrerin wird sie dort nun Yoga unterrichten. Danke Sabine und alles Gute!

Die "Button-Lösung" für Online-Händler - überflüssig wie ein Knopf?

verfasst am 26.08.2011 von Christoph Wenk-Fischer


Ein Handels-Verband ist per Pressemitteilung mit Lob für die neue Button-Lösung, die das Bundeskabinett jüngst verabschiedet hat, vorgeprescht.

Ich finde, dass aus Sicht des E-Commerce eine differenziertere Betrachtung nötig ist: Die Buttonlösung für Warenlieferungsverträge war und ist unserer Meinung nach absolut unnötig und damit juristisch betrachtet "unverhältnismäßig". Der Verbraucher wird durch das schon vorhandene zweiwöchige Widerrufs- und Rückgaberecht, das es nur im Fernabsatz, wie Online- und Versandhandel gibt, hinreichend vor Übereilung und Überrumpelung geschützt. Viele Interaktive Händler gewähren darüber hinaus noch wesentlich längere "Money Back"-Garantien oder einen "Kauf auf Probe". So kann sich der Käufer von Waren im Internet  über einen Zeitraum von zwei (bei "Kauf auf Probe" regelmäßig dann insgesamt vier) Wochen überlegen, ob er die Ware behalten und an den Vertrag gebunden sein möchte.

Und: Durch den Gesetzentwurf werden unseriöse Dienstleister und seriöse Online-Händler völlig undifferenziert über eine Kamm geschoren. Zudem wird eine innovative, wachsende und beschäftigungsstarke Branche, die für einen Großteil des Wachstumserfolges im Einzelhandel insgesamt verantwortlich ist, ohne Grund unter "Generalverdacht" gestellt. Ich finde, es ist an der Zeit, den E-Commerce als ganz normalen, alltäglichen Bestandteil der Geschäfte des täglichen Lebens zu akzeptieren. Ohne zu bagatellisieren: Nur weil einzelne Läden Ihrer Preisauszeichnungpflicht vielleicht nicht immer vollständig nachkommen, verlangt doch auch niemand, dass die Kunden an der Ladenkasse noch einen "roten Knopf" mit der Aufschrift: "zahlungspflichtig einkaufen"  drücken - oder?

Die aktuelle Fassung des Regierungsentwurfs ist m.E. jedoch als Kompromiss so auch für die Online-Händler tragbar: Die Informationen wie Vertragsdauer, Preis und Versandkosten müssen nicht mehr - wie im ersten Gesetzesentwurf aus dem Herbst - zweimal dargestellt werden, ein zusätzlicher Bestätigungsschritt des Kunden entfällt. Gegen den ursprünglichen "Doppelklick" hatte sich der bvh vehement gewehrt. Stattdessen müssen die gängigen Warenkorbsysteme lediglich bezüglich der Beschriftung des Bestellbuttons verändert werden. Dieser Button muss zukünftig mit den Worten "zahlungspflichtig bestellen" oder einer ähnlichen Formulierung beschriftet werden. Diese Änderung verursacht für die Online-Händler einige Kosten, die jedoch gegenüber dem, was drohte, wohl noch überschaubar sind.

Die Buttonlösung ist auch in der vom Europäischen Parlament verabschiedeten Fassung der europäischen Verbraucherrechte-Richtlinie enthalten und wird daher in Kürze auch in ganz Europa gelten. Daher würde durch diese vorzeitige Regelung auch keine Ausnahmeregelung für deutsche Online-Händler geschaffen - das europäische Gleichgewicht bleibt gewahrt.

Aber jubeln kann ich für die Online-Händler darüber nicht.

Christoph Wenk-Fischer

Zuständigkeit der Landesdatenschutzbehörden für Bußgeldbescheide bei Verstößen gegen das Telemediengesetz

verfasst am 25.08.2011 von RA Niko Härting


Es ging groß durch die Presse: Thilo Weichert, der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte droht Unternehmen, die den Facebook "Gefällt mir-Button" oder "Fan-Seiten" nutzen mit rechtlichen Schritten.

In einem 25-seitigen Arbeitspapier des ULD Schleswig-Holstein (Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz), wird insbesondere die Vereinbarkeit des Facebook "Gefällt mir"-Buttons mit dem geltenden Datenschutzrecht angezweifelt und mit Bußgeld gedroht. Andere Datenschutzbeauftragte haben angekündigt ebenso zu verfahren. Daher stellt sich die Frage, ob die Datenschutzbehörden der Länder überhaupt zuständig sind, Bußgeldbescheide nach dem einschlägigenTelemediengesetz zu erlassen.

Für eine solche Zuständigkeit der Landesdatenschutzbehörden bedarf es einer landesrechtlichen Gesetzesgrundlage. Lediglich folgende Bundesländer haben jedoch entsprechende Vorschriften erlassen:

  • Bayern (§ 11a ZuVOWiG)
  • Bremen (§ 63 BremLMG)
  • Hamburg (Abs. IV Anordnung über Zuständigkeiten auf dem Gebiet des Rundfunkwesens)
  • Hessen (§ 24 HDSG)
  • Nordrhein-Westfalen (§ 34 DSG NRW)
  • In Baden-Württemberg ist das Regierungspräsidium Karlsruhe zuständig (§ 4 OWiZuVO )

In allen anderen Bundesländern, in denen keine Spezialnormen bestehen, ist nicht der Datenschutzbeauftragte, sondern die jeweilige oberste Landesbehörde (zumeist das Innenministerium) zuständig:

  • Berlin
  • Brandenburg
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Thüringen
  • und auch in Schleswig-Holstein!

Für weitere Hinweise siehe unter: www.haerting.de sowie meinen neuen Beitrag für die CR. Dort erfahren sie, warum das Vorgehen der ULD verfassungswidrig ist.

RA Niko Härting 

Unser bvh-Blog startet

verfasst am 25.08.2011 von Christoph Wenk-Fischer


Liebe Freunde und Partner des bvh,

Aufgabe des bvh ist es, die Interessen des Interaktiven Handels zu artikulieren - für unsere Mitglieder und Partner und gegenüber Medien, Öffentlichkeit und Politik. Das tut der bvh schon lange.

Besonders seit Ende letzten Jahres und unserem Umzug nach Berlin ist zudem ein neuer, frischer Wind zu spüren: Wir sind aktiver in unserer Kommunikation und haben mehr zu sagen. Gleichzeitig werden wir auch immer mehr und besser gehört und als kompetenter Ansprechpartner von Politik und Medien in der Bundeshauptstadt genutzt.

Zu unserer neuen Website (die jetzt auch unter www.bvh.info zu erreichen ist), dem wöchentlichen Newsletter, dem werktäglichen bvh-Newsflash, dem bvh-Twitter-Feed (http://twitter.com/#!/versandverband, den Interviews, Pressemitteilungen und -konferenzen kommt ab heute ein neuer und interaktiver Kommunikationskanal hinzu: der bvh-Blog.

Hier werden wir künftig selbst über Interessantes aus der Welt des Online- und Versandhandels berichten und Wichtiges kommentieren. Zudem werden wir auch kompetenten Gästen dies Fenster für Ihre Sicht auf unsere erfolgreiche und innovative Branche öffnen. 

Ich freue mich darauf und vor allem auf Ihr Feedback, Ihre Anmerkungen und Ihre Kommentare, damit der bvh-Blog ein lebendiges, aktiv genutztes und vielfältiges Medium des bvh wird.

Beste Grüße

Ihr

Christoph Wenk-Fischer

 

 

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