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Ausweispflicht für Derivatehandel im Risikomanagement

verfasst von Sandra Wagner, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit GS1, am 13.11.2017

Es war ein Tag, der eine Zeitenwende markierte: Am 15. September 2008 kündigte Lehman Brothers einen Insolvenzantrag an. Die Pleite der US-Investmentbank löste eine ungeahnte Kettenreaktion an den Finanzmärkten aus. Rund um den Globus sahen sich Regierungen gezwungen, strauchelnde Banken zu retten. Eine Ursache der Krise: fehlende Transparenz am Markt für bilateral vereinbarte Derivate (Over-the-Counter-Derivate, kurz OTC). Es handelt sich hierbei um einen Markt, dessen Volumen dem Mehrfachen des weltweiten Bruttoinlandsprodukts entspricht. Als es darauf ankam, konnten die Beteiligten ihre verzweigten Finanzgeschäfte nicht entwirren. Es fehlte eine internationale Sprache in Form eines Standards, der eine Zuordnung der – vielfach grenzüberschreitenden – Transaktionen effizient ermöglicht.

Acht Wochen später verständigten sich die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) darauf, in den kommenden Jahren sukzessive für mehr Transparenz und Sicherheit an den Märkten zu sorgen. Ihr Motto: „Kein Finanzprodukt, kein Finanzmarktakteur und kein Finanzplatz soll unbeaufsichtigt bleiben.“ 2018 ist es soweit: die neue EU-Richtlinie MiFID-II im Rahmen der MiFIR-Verordnung der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) tritt in Kraft.  Ab dem 3. Januar müssen alle Banken die Transaktion von Wertpapiergeschäften an die BaFin melden. Eine entscheidende Rolle dabei spielt der Legal Entity Identifier (LEI), ein neuer Standard, um Marktteilnehmer und Geschäftspartner weltweit eindeutig zu identifizieren. Unternehmen, die ab Januar ihre Risiken weiterhin mittels Währungs- oder Rohstoffderivaten managen wollen, müssen sich ab dem 3.1.2018 mit einem LEI ausweisen können.

Die Richtlinien stellen in vielen Punkten eine fundamentale Änderung des Wertpapiergeschäftes dar. Denn obwohl sie vornehmlich an die direkten Marktteilnehmer wie Kreditinstitute und Wertpapierdienstleistungsunternehmen gerichtet sind, werden auch die Kunden, die in Wertpapiere und Beteiligungen investieren, die Veränderungen zu spüren bekommen. Denn den LEI müssen die Unternehmen ihrem jeweiligen Wertpapierpartner, also zum Beispiel ihrer Bank oder ihrem Vermögensverwalter, nachweisen. Ab nächstes Jahr dürfen diese keine Geschäfte mehr mit außerbörslichen Wertpapieren oder Derivaten mit den Kunden tätigen, wenn sich der Kunde nicht mittels LEI exakt identifizieren lässt.

Was ist der LEI?

Der LEI ist ein zwanzigstelliger Code, der mit wesentlichen Referenzdaten für eine klare und eindeutige Identifikation verknüpft ist. Das sind beispielsweise Register-Name und Register-Nummer, Rechtsform des Unternehmens, juristischer Sitz der Hauptverwaltung oder des Fondsmanagers. Der LEI basiert auf der ISO-Norm 17442 und wird bei einer sogenannten Local Operating Unit, kurz LOU, beantragt. Die LOU ist eine Vergabestelle, die von der Global LEI Foundation (GLEIF) autorisiert wird.

Struktur des Legal Entity Identifier (LEI)

Der Code identifiziert Teilnehmer am Finanzmarkt (z. B. juristische Personen, Fonds) eindeutig. Der Aufbau erfolgt nach einem ISO-Standard. Der LEI ist verpflichtend. Gespeichert werden: offizieller Name, Register-Name, Rechtsform, Sitz, Ländercode, Datum der Erstvergabe, Datum der letzten Änderung, Fälligkeit der LEI-Verlängerung.

Zum Hintergrund der Vergabe und Vergabestellen

Der LEI soll ein öffentliches Gut sein, dem keine privaten Eigentums- oder Lizenzrechte entgegenstehen. Aufgrund europäischer Vorgaben ist der LEI zukünftig auch gegenüber der Aufsicht zu verwenden. Die GLEIF stellt mit dem Global LEI Index die einzige globale Online-Quelle für offene, standardisierte und hochwertige Rechtsträger-Referenzdaten zur Verfügung. Die Vorteile, die der Global LEI Index bietet, werden Datenanbietern und ihren Kunden sowie der Geschäftswelt allgemein dazu verhelfen, Kosten zu senken, Geschäftsvorgänge zu vereinfachen und zu beschleunigen sowie tieferen Einblick in den globalen Markt zu gewinnen. GS1 Germany hat nicht nur 40 Jahre Erfahrung mit Identifikationsstandards, sondern ist in der Finanzbranche ein anerkannter Partner. Die Nummer der Versandeinheit (NVE) im Barcode GS1-128 macht Bargeld-Versandtaschen, sogenannte Safebags, lückenlos verfolgbar. Und mit CashEDI hat die Bundesbank wegweisende GS1 Standards in der Bargeldlogistik umgesetzt. Hinzu kommt die umfassende Expertise bei Standards für Handels- und Industrieunternehmen – die sogenannte „reale Wirtschaft“. Als Local Operating Unit (LOU) kann GS1 Germany alle relevanten Identifikationsnummern aus einer Hand anbieten.

GS1 Germany hat den LEI 967600100PAMYB9QBQ02.

www.lei.direct

Wenn aus E-Mobility Smart-Mobility und Smart-Shopping wird

geschrieben von Max Thinius, Sprecher FORUM Lebensmittel und Netzwerk Nachhaltigkeit im bevh, am 6. November 2017

Mitte September ging es durch die internationale Presse: Paris wird autofrei! Der gesamte Innenstadtbereich. Und das bis 2024 zum Start der Olympischen Spiele. Unter anderem sollen autonome Elektrofahrzeuge im Innenstadtbereich den Individualverkehr regeln.

Paris, ohnehin in seiner Struktur nie für Autos gebaut, geht damit noch einen Schritt weiter, als derzeit schon Kopenhagen. Sogar der “berüchtigte” Pariser Autobahnring soll in Teilen begrünt und zu einem Erholungsring umgebaut werden. Dahinter liegende Außenbezirke werden in neuer Form in die Stadtplanung integriert. Das sind große Vorhaben, die hier aber nur einen kleinen Ausblick geben, auf dass was uns alle in den nächsten Jahren erwartet. Auch in Berlin, Hannover, Köln, Frankfurt, Hamburg, München, Mannheim … kreuz und Quer durch alle Städte.

E-Mobility – der langsame Abschied „vom Auto“, wie wir es kannten. Gleichzeitig ein großer Schritt in Richtung neuer urbaner und soziokultureller Strukturen. Und: auch ein Umbruch in unserem alltäglichen handeln und „Handel“.

Neue Infrastrukturen und Verkehrsströme durch neue Mobilitätskonzepte

Viele Menschen werden mit ihrem E-Auto abends nach Hause kommen und es an die Ladestation anschließen. Hierfür wird eine neue Infrastruktur geschaffen. Das heißt aber auch: zunehmend entfällt der Halt oder der Weg zur Tankstelle. Das kann Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten haben. Denn einmal zu Hause sein und nicht mehr „tanken“ zu müssen, kann in vielen Fällen dazu führen, dass man bestimmte Produkte nicht mehr „einkaufen“ fährt. Diese könnten zunehmend online bestellt werden. Vor allem auch, wenn sich Innenstädte, siehe am Beispiel Paris oder Kopenhagen, zunehmend wieder auf die Lebensqualität des Menschen statt auf die mobile Infrastruktur ausrichten.

Hier werden in den Innenstädten „Schnellstraßen“ für Fahrräder und spezielle Wege für Lieferdienste eingerichtet. Erste Shopkonzepte gibt es bereits im Innenstadtbereich in Kopenhagen, dort kann man Waren zwar kaufen, aber gar nicht erst mitnehmen. Vielmehr steht die Idee im Fokus unbeschwert durch die Innenstadt zu laufen und Waren dann später zu einem definierten Ort geliefert zu bekommen. Das ist natürlich zum Einen die Wohnadresse, kann zunehmend aber auch ein Hotel, ein Café oder per ortsabhängigem Tracking jeder Ort sein, wo der Konsument sich aufhält. Natürlich eignet sich auch hervorragend der Kofferraum eines Autos, das während des Ladevorganges auf einem Parkplatz vor der Stadt geparkt steht.

Automobile als Teil der Logistikkette im innerstädtischen, wie im Fernverkehr

Auf der anderen Seite wird es Ladestationen an Fernstraßen geben. Hier könnten sich neue Nahversorgungszentren bilden, so dass die Ladezeit genutzt wird, um zum Beispiel Arzt- oder Friseurbesuche sowie kleine Einkäufe zu tätigen. Eher kleine, da für Großeinkäufe zu wenig Zeit ist. Auch hier ist der Kofferraum eine gute Möglichkeit zur Belieferung. Denn mit dem Start des Ladevorganges und einer definierten Zeit bis zur Zielladung können logistische Konzepte ideal eingebunden werden. Natürlich wird es hierzu auch andere Logistikstandorte zur Verteilung brauchen. Diese könnten beispielsweise in der Nähe dieser neuen Nahversorgungszentren stehen und über das Tracking der Wege des Konsumenten, entsprechend vorausschauend befüllt werden.

Auch am Arbeitsplatz bieten sich Ladestationen an und Produkte könnten in den Kofferraum geliefert werden, die man in der Mittagspause kurz online eingekauft hat: Lebensmittel, Mode, Picknick fürs Wochenende, alles ist möglich. Die meisten E-Mobility Fahrzeuge werden solche Funktionen serienmäßig bieten, genauso wie Ortungsfunktionen die temporär, zum Beispiel für Logistikdienstleister (oder auch automobilen Service), freigegeben werden können. Damit müsste man theoretisch noch nicht einmal mehr einen Namen und die Adresse angeben und bekäme seine Waren geliefert.

Der Handel wird sich durch E-Mobility neuen interaktiven Möglichkeiten gegenübersehen

Automobile werden, vor allem durch die zunehmende Autonomität, zukünftig auch Arbeitsplatz, ein Ort für familiäre Freizeit, Teil des Wohnraumes, aber auch Shoppingmall, sein. Das mit dem autonomen Fahren wird noch ein wenig dauern. Auf kurzen Strecken im Stadtverkehr oder zum Beispiel im Stau, kann das aber bereits schnell umgesetzt werden. Auch wird es künftig größere Bildschirme in Automobilen geben, Tesla macht es vor.

Aber auch in einer Verbindung, von Innen nach Außen, werden Autos zu Shoppingassistenten. Möglich ist heute zum Beispiel schon, auf Autoscheiben bestimmte Segmente leicht hell hervor zu heben. Das wurde von den Entwicklern eigentlich als Sicherheitsfeature gedacht. Dort wo Gefahrensituationen auftreten können, wird die Scheibe bereits im Vorfeld leicht heller und der Blick wird gelenkt. Natürlich kann diese Technik aber auch von der Werbeindustrie eingesetzt werden. Zum Beispiel könnten über die Social-Media-Profile Vorlieben der fahrenden Personen abgerufen werden. Tauchen jetzt interessante Punkte an der Strecke auf, könnte der Blick mit dieser Technologie auch hierauf gelenkt werden. Ob das kommen wird, wissen wir nicht. Aber möglich ist es und läuft bereits im Test.

Automobile werden nicht nur elektrisch, sie werden smart. Und sie werden durch neue Technologien zunehmend anders genutzt und fahren andere Wege. Umgestaltungen in den Innenstädten, die zu mehr Lebensqualität für Menschen führen, werden dem entgegen kommen. Wenn der Individualverkehr sich in solchem Maße ändert, ändert sich auch der Handel, der einen ähnlich alltäglichen Stand in unserem Alltag hat und somit direkt verbunden ist. Dabei geht es zukünftig nicht mehr um On- und Offlinehandel. Das ist “altes” Denken. Der „neue“ Handel wird sich dem Konsumenten zunehmend mobil präsentieren sowie sich an seinem Ort und seinem Bedarf ausrichten. Bestimmte Produkte wird man in einigen Situationen gerne sofort mitnehmen, in anderen Situationen lieber automatisch geliefert bekommen. Der “Seamless Commerce” wird sich durchsetzen. Durch E-Mobility und die damit verbundenen infrastrukturellen Änderungen wird dieser Prozess in den nächsten zwei Jahren erheblich beschleunigt - zu Gunsten von neuen flexiblen Konzepten.

Vom Kopf auf die Füße: Wozu braucht man eigentlich den Bachelor im E-Commerce? - Teil 2

verfasst von Martin Groß-Albenhausen am 01.11.2017

In einer gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Unternehmensberater durchgeführten Befragung von mehr als 50 Personalberatern wurde deutlich, dass die Firmen bei der Suche nach digitalem Führungspersonal zum weit überwiegenden Teil auf den Master setzen. Zurecht, wenn dieser entsprechend qualifiziert wäre. Aber genau das findet nur in einem Bruchteil der etwa 30 Masterstudiengänge mit E-Commerce-Bezug statt.

Wenn die neue Regierung, gleich welcher farblicher Schattierung, das parteiübergreifende Bekenntnis zur Investition in die Bildung im Zeichen der Digitalisierung umsetzen will, wird schlimmstenfalls eins passieren: Weil keiner bis jetzt die Frage beantwortet hat, wie eine sinnvolle, belastbare Fachkräftepyramide für die Digitale Wirtschaft aussieht, investiert man in Systeme. Kaum aber in Inhalte, die den sogar europaweit vereinbarten Qualifikationsrahmen für die Digitalisierung interpretieren und gezielt in Studiengänge, Modulpläne, Curricula etc.pp. münden. Oder die dafür nötigen neuen (ja: neuen, zusätzlichen, teuer aus der Industrie zu rekrutierenden) Hochschullehrer anwirbt.

Vom Kopf auf die Füße: Wozu braucht man eigentlich den Bachelor im E-Commerce? - Teil 1

verfasst von Martin Groß-Albenhausen am 10.10.2017

Dass es wenige oder auch zu wenige Fachkräfte für digitale Transformation gibt, dürfte unbestritten sein. Sonst würden nicht mehr und mehr Unternehmen ihre entsprechenden Abteilungen in die Metropolen auslagern, die über eine hohe Dichte von Startups und erfolgreichen Unternehmen in E-Commerce oder Onlinemarketing verfügen.

Aber auch dann stellt sich die Frage, was eigentlich gut qualifizierte Digital-Fachkräfte ausmacht? Einfach deshalb, weil die Unternehmen rekrutieren wollen. Nur: welche Qualifizierung ist die Richtige? Und ganz formell: Welchen Abschluss sollte ich erwarten?

Fragt man gute Personalberater, dann sagen sie, dass es nicht auf den akademischen Abschluss ankommt. In unserer Branche kann jemand mit 3 Jahren einschlägiger Erfahrung ohne Hochschulabschluss locker die Absolventen ausstechen. Generation Praktikum lernt außerhalb der Uni und nach dem Studium erst, was die digitale Wirtschaft braucht.

Dieses Anwendungswissen kann man künftig auch in der ab 2018 beginnenden Ausbildung „Kaufleute im E-Commerce“ lernen. Stellt sich also die Frage, was genau ein Unternehmen erwartet, wenn es in seinem E-Commerce-Team einen Bachelor oder Master rekrutieren möchte. Sind es die fachlich-digitalen Qualifikationen? Dann wird die Auswahl sehr gering ausfallen.

Der bevh erarbeitet in Verbindung mit seinem Roundtable „Forschung und Lehre“ derzeit den „Hochschulatlas E-Commerce“. Dieser bietet eine quantitative und qualitative Darstellung von Bachelor- und Master-Studiengängen und M.B.A.s, die sich mit E-Commerce beschäftigen. Von den über 18.400 Studiengängen, die man an deutschen Fachhochschulen und Universitäten einschlagen kann, befassen sich nach unserer Recherche 99 (in Worten: neunundneunzig) überhaupt in einer wie auch immer geringen Weise mit dem Onlinehandel und mit den digitalen Geschäftsmodellen. Das sind 0,5 Prozent aller Studiengänge.

Das ist natürlich nicht fair. Man sollte sich auf die Studiengänge beschränken, die wirtschaftswissenschaftlich oder ggf. technisch orientiert sind. Legt man alle Wiwi-Studiengänge zugrunde, haben weniger als 5 Prozent Module, die sich direkt mit Belangen der digitalen Ökonomie beschäftigen. In den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften gab es im Wintersemester 2015/16 über alle Semester zusammengerechnet knapp 838.000 Studierende. Die Hochschulrektorenkonferenz stellt leider keine feinere Aufgliederung zur Verfügung. Den Studienabschluss erreichten in den WiReSo-Studiengängen im Prüfungsjahr 150.000 Studenten.

Theoretisch könnte die deutsche Wirtschaft sich also auf rund 3150 Bachelor und Master mit etwas digitalem Background freuen. Sofern diese denn überhaupt die häufig als Wahlpflicht deklarierten Module gebucht haben. Im Mittel liegt der Anteil von digitalen Modulen an diesen rund 100 Studiengängen übrigens bei knapp einem Drittel der zu erwerbenden Credit-Points.

Ich höre hier mit der Statistik auf. Klar ist, dass die Bildung in Deutschland nicht nur ein bisschen, sondern gewaltigen Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung hat.

Aber vielleicht ist die Frage ja falsch gestellt. Vielleicht sind es ja gerade nicht die anwendungsorientierten Inhalte, die man sich mit einem Bachelor oder Master ins Haus holen sollte. Was kann ein Bachelor oder Fachwirt (DQR-Niveau 6), das ein E-Commerce-Kaufmann nicht genau so könnte?

Ich gehe davon aus, dass kaum jemand sich mit den Niveaus des Deutschen Qualifikationsrahmens auseinandergesetzt hat. Zu Unrecht, denn diese sind alles andere als akademisch – sie schreiben klar vor, was jemand mit einem entsprechenden Abschluss auf Niveau 1-8 jeweils an Fertigkeiten und Kompetenzen erworben haben sollte.

Wir haben für den Hochschulatlas die Definitionen der DQR-Niveaus 4-7 analysiert. Wenn Sie einen E-Commerce-Kaufmann einstellen, erhalten Sie eine Fachkraft, die selbständig die täglichen Aufgaben im E-Commerce umsetzten kann. Nicht mehr und nicht weniger, aber mal ehrlich: wie viel mehr machen in vielen Fällen heute die Bachelor dauerhaft oder zumindest über einen langen Zeitraum nach der Einarbeitung?

DQR-Niveau 6 qualifiziert die Absolventen für Führungsaufgaben im Team. Idealerweise würde so ein Bachelor an der Hochschule hartes Praxiswissen erwerben und zusätzlich die Skills, die für Team- und Bereichsleitungen notwendig sind. Mit anderen Worten: er muss fachlich so fit sein, dass er seinen konkreten Aufgabenbereich im E-Commerce sofort weiterentwickeln kann. Er muss also mindestens das Wissen der Kaufleute haben oder es sich in dramatisch kürzerer Zeit auf ein mindestens vergleichbares Niveau bringen. Und persönlich Leadership-Skills beweisen. Wenn das so ist: Was sind dann die für unsere Branche relevanten Inhalte von E-Commerce-Modulen auf Bachelor-Niveau? Reichen sie auch nur entfernt hin, um die höheren „Einkaufspreise“ für Bachelor vs. Kaufleute zu rechtfertigen?

Erst recht der Master (DQR 7): Er ist die Person, die fachlich so fit und firm ist, dass sie unvorhersehbare Veränderungen dadurch meistert, dass sie Lösungen für neue und komplexe Aufgabenstellungen findet und durchsetzt. Master of Disruption, wenn es denn für so etwas einen Studiengang gäbe.

Mit dem E-Commerce-Kaufmann, den wir seit 2012 vorbereitet und in den vergangenen 18 Monaten in einer breiten Verbändeallianz geschaffen haben, konnten wir die Basis der Pyramide definieren. Wie man im Bundesministerium für Bildung und Forschung sagt: Der erste Beruf speziell für die digital Economy.

Mit dem Hochschulatlas E-Commerce entsteht ein Kompass, um auf diesen breiten Sockel die jeweils schmaleren Schichten von Führungskräften und C-Level-Nachwuchs zu qualifizieren oder zu rekrutieren. Und für die Hochschulen die Chance, sich durch eine robuste Antwort auf die dramatisch wachsende Nachfrage nach digitaler Exzellenz zu positionieren.

Der Hochschulatlas wird im kommenden Jahr kostenlos als Online-Tool zur Verfügung gestellt. Wir laden Hochschulen ein, uns ihre laufenden oder geplanten Studiengänge inklusive Modulhandbüchern zur Verfügung zu stellen, um ein vollständiges Abbild der höheren E-Commerce-Qualifikation zu ermöglichen.

E-Commerce Agenda 2017


Mit der E-Commerce-Agenda 2017 formuliert der bevh seine politischen Forderungen an die politischen Parteien im Wahljahr 2017. Download

 

 

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