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Innovation: der Schlüssel zu einem erfolgreichen Kauferlebnis

Gastbeitrag von Mickael Froger, CEO bei Lengow, am 20.09.2017

Trotz der unterschiedlichen Shopping-Gewohnheiten von Land zu Land, sind sich die Verbraucher weltweit bei einem Thema einig: dem Einkaufserlebnis. Durch die sich ständig verändernden Verbrauchertrends hat sich die typische Buying Journey zu einem Omnichannel-Erlebnis entwickelt. Der traditionelle Shopping-Prozess hat seinen Höhepunkt erreicht und Markenhersteller erkennen nun den dringenden Innovationsbedarf in der E-Commerce Branche. Mit diesem Hintergrund sind Marken auf der Suche nach Möglichkeiten zur Wertschöpfung, Personalisierung und zum Aufbau emotionaler Bindungen zu ihren Kunden.

Im Kauferlebnis reicht es nun nicht mehr aus, wenn Marken auf das Angebot als Alleinstellungsmerkmal im Kaufprozess angewiesen sind. Vor allem Millennials erwarten, dass Marken eine faszinierende und personalisierte Buying Journey anbieten. 

Eine Studie von Qubit hat gezeigt, dass 75% der Verbraucher glauben Empfehlungen, die auf ihren vorherigen Kauf basieren, ein wichtiger Faktor in ihrer Buying Journey sind. Die Kundengewinnung und -bindung erfordert daher ein Kauferlebnis, dass auf die individuellen Kundenbedürfnisse ausgerichtet ist. Da Online-Händler dazu aufgefordert sind, reaktiver zu sein, durchlaufen große Marken eine Phase der Neuerfindung und suchen nach neuen Lösungen und Technologien, um ihren Kunden ein innovatives Einkaufserlebnis zu bieten. 

Die wandelnde Consumer Buying Journey

Wie setzen Marken Innovation um und erfinden sich neu? Seitdem der digitale Aufschwung in den letzten Jahren den Einzelhandel erobert hat, investierten Marken zunehmend in Start-up Acceleratoren und Inkubatoren. Sie bieten Raum für Experimente, Innovationen und fördern die Neuerfindung bereits entwickelter Märkte, wie beispielsweise dem E-Commerce Markt. Inkubatoren fördern Arbeitsumgebungen, die darauf ausgerichtet sind, zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln, die dem sich wandelnden Einkaufserlebnis der Endverbraucher gerecht werden. Darüber hinaus stoßen die Marken angesichts der zunehmenden Bedürfnissen der Verbraucher sowohl im Online- als auch im Offline-Handel an die Grenzen des Konsums, was für eine gemeinsame Strategie unerlässlich ist. Wenn es um Kaufentscheidungen geht, haben Verbraucher sehr hohe Erwartungen an Marken und die Unmittelbarkeit spielt dabei eine große Rolle.

Shopping Journeys werden mobiler (Mobile First) und zunehmend lokaler, was sich vor allem an der Entwicklung von Googles Local Inventory Ads, Facebook Dynamic Ads for Retail und Beacons feststellen lässt.

Einer Studie von Nielsen zufolge, nutzen mehr als 50 % der Verbraucher mobile Endgeräte, um nach Informationen zu suchen. Konsumenten verwenden ihre Smartphones außerdem dazu, um über Chatbots mit Marken zu kommunizieren. Sie erhalten direkte Antworten auf ihre Fragen und befriedigen ihre individuellen Bedürfnisse somit unmittelbar.

Diese neuen AI (Artificial Intelligence) Lösungen werden zunehmend erforderlich in der Buying Journey: sie führen die Online- und Offline-Welt zusammen, um ein einziges vernetztes Unternehmen zu schaffen. Die Key Player der E-Commerce Branche wie beispielsweise Amazon passen ihre Strategien auf Grund dessen dementsprechend an, um alle Standorte abzudecken und um die größtmögliche Bodenfläche zu gewinnen. Kurz nach der Ankündigung der Markteinführung von Amazon Go vor einigen Monaten, hat der Marktplatz die Supermarktkette Whole Foods Market gekauft.

Zur gleichen Zeit bringt die Digitalisierung dem stationären Handel, welcher nach wie vor der wichtigste Absatzkanal im Einzelhandel ist, neue Impulse ein. In ein paar Jahren könnten wir beispielsweise intelligente Einkaufswagen verwenden oder humanoide Roboter beim Food Shopping antreffen, die uns durch die Gänge des Supermarktes führen.Virtual und Augmented Reality werden es ermöglichen, diese Erfahrungen zu machen, ohne dass Verbraucher auf den Komfort ihres heimischen Sofas verzichten müssen. Ursprünglich waren diese Technologien für die Steigerung des Gaming-Erlebnisses gedacht, allerdings dringen sie zunehmend in den Einzelhandel vor. IKEA hat beispielsweise eine Partnerschaft mit Apple angekündigt, um eine Augmented Reality App zu entwickeln, mit der Verbraucher IKEA-Möbel ansehen und die Möbel virtuell in ihren eigenen vier Wänden platzieren können. Das Bestellen von Produkten wird zunehmend einfacher mit aufkommenden technologischen Innovationen wie Amazon Dash Buttons oder Amazon Echo.

Während sich eine Reihe von Innovationen noch in der Experimentierphase befinden, wandelt sich die Buying Journey der Verbraucher kontinuierlich und Marktteilnehmer können dies nicht mehr ignorieren.

Hinweis zum Lengow Day 2017

Termin:                      Mittwoch, 11. Oktober 2017

Veranstaltungsort:     Chateauform’ City George V, 28 Avenue George V, F-75008 Paris

Formate:                    Keynotes, Round Tables, Workshops und Case Study Präsentationen

Teilnehmer:                350 E-Commerce-Experten und -Entscheider aus ganz Europa

Speaker:                    Roger Graell (Mango), André Patrzek (Keller Sports),
James Roper (IMRG), Chris Dawson (Tamebay), Eva Linda Rohde (Bevh), Stephan Grad (A-Commerce), Thomas Ficht (Idealo Direktkauf), Julien-Henri Maurice (BazarChic), Gilles Brabant (Ingenico ePayments), Rozenn L'Helgoualc'h (Google), Lena Maglo (Google), Romain Baert (Mazeberry) und viele weitere

Tickets:                      http://lengow.com/lengowday/

GEWINNCHANCE auf ein VIP Package  (inkl. Reise, Hotel und Lengow Day Ticket) - bitte Email an imke.muller-wallraf@lengow.com.

E-Commerce im Wahlkampf – Antworten der Parteien auf die Wahlprüfsteine des bevh (Frage 5 von 5)

von Sebastian Schulz am 15.09.2017

Der Wahlk(r)ampf neigt sich seinem Ende zu. Bezogen auf die für die deutsche E-Commerce-Branche relevanten Themen hat unsere Sichtung der relevanten Wahlprogramme ein recht eindeutiges Bild ergeben. Während bei den einen der Themenkomplex Digitalisierung einen hohen Stellenwert genießt und hier v.a. die Chancen herausgearbeitet werden, zeichnen sich andere (weiterhin) als Bedenkenträger aus. Einzelaspekte der Digitalisierung im Handelsumfeld, aber auch andere Themen, die die Online- und Versandhandelsbranche bewegen, blieben in den Wahlprogrammen wiederum vollständig unberücksichtigt.

Wir haben deshalb noch einmal nachgefragt. Unsere Wahlprüfsteine wurden mittlerweile von allen angeschriebenen Parteien beantwortet. Hier nun die Antworten im Original und unkommentiert:

Frage 5: Für welche konkreten legislativen Maßnahmen wird sich Ihre Partei einsetzen, um gegen den zunehmenden Missbrauch wettbewerbsrechtlicher Abmahnungen von Onlineshops durch professionelle Abmahnvereine und auf Abmahnungen spezialisierte Anwälte vorzugehen?


Antwort CDU:

Ein Grundgedanke des deutschen Wettbewerbsrechts ist, dass die Marktteilnehmer selbst über den fairen Wettbewerb wachen und wettbewerbswidrige Praktiken im Geschäftsverkehr selbst rügen können. Bei Verstößen gegen wettbewerbsrechtliche Regelungen – wie sie z. B. das „Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb“ (UWG) oder bei Internetdienstleistungen auch das „Teledienstegesetz“ vorgeben – besteht die Möglichkeit einer Abmahnung an die verstoßenden Wettbewerber. Dabei wird der Wettbewerber zu einer Unterlassungserklärung aufgefordert, wo ihm zudem die für dieses Tätigwerden entstandenen Kosten in Rechnung gestellt werden können. Dies ist rechtlich möglich, da der – unaufgeforderte – Hinweis auf einen Verstoß gegen Wettbewerbsregeln vom Rechtsgedanken her gesehen zivilrechtlich einen Fall der „Geschäftsführung ohne Auftrag“ darstellt, und nach diesem Rechtsinstitut für ein Tätigwerden im Interesse eines Dritten Aufwendungsersatz verlangt werden kann. Eine solche Abmahnung stellt also eine – mildere – Vorstufe zu einer Unterlassungsklage dar, die auch jeder Wettbewerber gegen einen unlauteren Mitbewerber erheben kann. Was die Höhe des als eigentlich störend empfundenen Aufwendungsersatzes für die Abmahnung anbelangt, so hat der Deutsche Bundestag mit der am 1. September 2008 in Kraft getretenen Änderung des Urheberrechtsgesetzes in § 97a festgeschrieben, dass bei der Abmahnung einfacher Rechtsverstöße eine Grenze von EURO 100 nicht überschritten werden darf. CDU und CSU wollen die Verbraucher jedoch noch besser vor ungerechtfertigten Abmahnungen durch schwarze Schafe schützen. Im Rahmen der Evaluation des Gesetzes gegen unseriöse Geschäftspraktiken wollen wir deshalb insbesondere die Wirksamkeit der Streitwertdeckelung bei Abmahnungen gegen Verbraucher auf Grund von urheberrechtlichen Verstößen im Internet prüfen.

Antwort SPD:

Auch Betreiber von Onlineshops nehmen als Unternehmer am Markt und damit am Wirtschaftswettbewerb teil. Es liegt im Interesse des Verbraucherschutzes und auch der Gewährleistung eines fairen Wettbewerbs, dass hierbei die bestehenden Regelungen – z.B. zur Ausgestaltung von Online-Auftritten – eingehalten werden. Fachkundige Beratung über die zu beachtenden rechtlichen Vorgaben können Gewerbetreibende bei den Industrie- und Handelskammern, Branchenverbänden oder bei spezialisierten Rechtsanwälten erhalten. Diese helfen weiter und beraten Gewerbetreibende zu bestehenden Informationspflichten im Onlinehandel.

Wir wollen nicht, dass kleinere Online-Händler durch Missbrauch wettbewerbsrechtlicher Abmahnungen in existenzielle Schwierigkeiten geraten. Daher war und bleibt es Anliegen der SPD, missbräuchlichen wettbewerbsrechtlichen Abmahnungen einen Riegel vorzuschieben. Insofern begrüßen wir, dass Abmahnungen im Online-Handel rückläufig sind. Der Anteil rechtsmissbräuchlicher Abmahnungen ist ebenfalls gesunken. Aufgabe der Politik ist es, diese Entwicklung für die Zukunft zu festigen. Dafür setzen wir uns ein.

Antwort FDP:

Abmahnungen sind grundsätzlich ein sinnvolles Instrument der Rechtsordnung, um Kosten für alle Beteiligten zu begrenzen und die Gerichte zu entlasten. In der Vergangenheit kam es aber gehäuft zu missbräuchlichen Abmahnwellen gegen Internetnutzer und viele Kleingewerbetreibende. Schon auf Grund geringer Verstöße kommt es zu Abmahnungen, die erhebliche finanzielle Belastungen nach sich ziehen, woraus einige „Schwarze Schafe“ ein regelrechtes Geschäftsmodell entwickelt haben. Wir wollen, dass die Bemessung des Streitwerts anhand der wirtschaftlichen Lage des Abgemahnten berechnet wird und somit auch die Anwaltskosten gedeckelt werden. Auf europäischer Ebene werden wir uns für konsistente Richtlinien und Verordnungen einsetzen, um für mehr Rechtsklarheit zu sogen. 

Antwort Bündnis90/Die Grünen:

Abmahnungen können Unterlassungsansprüche effektiv und ohne teure, langwierige Gerichtsverfahren lösen. Dieses Ziel wird jedoch durch massenhafte Abmahnungen konterkariert. Wir fordern, finanzielle Anreize für missbräuchliche Abmahnungen zu verringern, indem konkretere Streitwertregelungen getroffen und fliegende Gerichtsstände abgeschafft werden.

Antwort Die Linke:

Die Richtlinien und Vorschriften, die beim Onlinehandel beachtet werden müssen, um nicht einem der mehrere hundert Abmahngründen zu unterliegen, sind inzwischen so zahlreich und komplex, dass insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen und Gewerbetreibende sie nicht oder nicht vollends durchschauen können. DIE LINKE will deshalb in einem ersten Schritt zunächst die dringend überfällige Systematisierung der Problemfelder und einer Durchsicht aller Formvorschriften fördern, um in einem zweiten Schritt durch geeignete gesetzgeberische Eingriff e die Rechtsfehleranfälligkeit in der Geschäftstätigkeit im Internet abbauen und beseitigen zu können.

Missbräuchlichen Nutzungen des Instruments der Abmahnungen, etwa in Form der Behinderung von Wettbewerbern oder zur Erzielung von Einnahmen über anwaltliche Gebührenforderungen, könnte allerdings bereits heute schon rasch durch eine Streitwertbegrenzung zur klaren Deckelung der Abmahnkosten begegnet werden. Das würde der Attraktivität von Massenabmahnungen und von Abmahnungen aus rein materiellen Gründen unmittelbar entgegenwirken, da in Folge der materielle Anreiz für professionelle Abmahnvereine und auf Abmahnungen spezialisierte Anwälte entfiele. Im Falle des Abmahnunwesens bei Urheberrechtverletzungen haben wir diesen Vorschlag schon vor Jahren als Gesetzentwurf im Bundestag eingebracht (BT-Drs. 17/6483), der entsprechend modifiziert werden kann. Wir wollen im Falle des Missbrauchs wettbewerbsrechtlicher Abmahnungen von Onlineshops hier weiter gehen. Ferner wollen wir der Praxis des sogenannten fliegenden Gerichtsstands entgegentreten, indem eine Beschränkung der Wahl des Gerichtsstands
der Abmahnanwälte erfolgt. Denkbar ist beispielsweise eine Beschränkung des Gerichtsstands auf Wohnort oder Sitz des Abgemahnten. Sicherstellen wollen wir auch, dass zu Unrecht Abgemahnte, die für ihre Rechtsverteidigung nötigen
Aufwendungen vollständig ersetzt bekommen, damit von vornherein unberechtigte und sinnlose Abmahnversuche mit einem sehr viel höheren Kostenrisiko belegt werden.

E-Commerce im Wahlkampf – Antworten der Parteien auf die Wahlprüfsteine des bevh (Frage 4 von 5)

von Sebastian Schulz am 14.09.2017

Der Wahlk(r)ampf neigt sich seinem Ende zu. Bezogen auf die für die deutsche E-Commerce-Branche relevanten Themen hat unsere Sichtung der relevanten Wahlprogramme ein recht eindeutiges Bild ergeben. Während bei den einen der Themenkomplex Digitalisierung einen hohen Stellenwert genießt und hier v.a. die Chancen herausgearbeitet werden, zeichnen sich andere (weiterhin) als Bedenkenträger aus. Einzelaspekte der Digitalisierung im Handelsumfeld, aber auch andere Themen, die die Online- und Versandhandelsbranche bewegen, blieben in den Wahlprogrammen wiederum vollständig unberücksichtigt.

Wir haben deshalb noch einmal nachgefragt. Unsere Wahlprüfsteine wurden mittlerweile von allen angeschriebenen Parteien beantwortet. Hier nun die Antworten im Original und unkommentiert:

Frage 4: Wird sich Ihre Partei dafür einsetzen, dass auch bei Gesetzgebungsverfahren auf europäischer Ebene neue Belastungen der mittelständischen Wirtschaft nur in dem Umfang eingeführt werden dürfen, wie bisherige Belastungen abgebaut werden (one in-one out“)?


Antwort CDU:

CDU und CSU sprechen sich bei der Umsetzung von EU-Recht im Grundsatz dafür aus, dieses möglichst 1:1 umzusetzen, um eine einseitige Belastung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu verhindern. Beim Bürokratieabbau sind wir vorangekommen und haben Wirtschaft und Verbraucher in dieser Wahlperiode von Bürokratie entlastet. Der jährliche Bürokratieaufwand der Bürger wurde in dieser Wahlperiode um 8,5 Millionen Stunden reduziert. Seit 2015 gilt die „one-in, one-out“-Regel. Diese Regelung hat sich bewährt und wird weiter fortgesetzt. Gerade für mittelständische Unternehmen sind überbordende bürokratische Anforderungen eine ernste Erschwernis für ihren wirtschaftlichen Erfolg. Wir brauchen deshalb eine neue Gesetzgebungs- und Verwaltungskultur, bei der die Vermeidung oder Begrenzung neuer Regelungen im Vordergrund steht. Bei neuen Gesetzesvorhaben soll – soweit vertretbar – auf Kontrolle und Regulierung verzichtet werden, bis eine Notwendigkeit dafür eindeutig nachgewiesen ist. Der Erfolg einer Regierung bemisst sich nicht in der Zahl der verabschiedeten Gesetze. Deshalb streben wir an, die Zahl neuer Gesetzentwürfe in der kommenden Wahlperiode um mindestens 10 Prozent zu reduzieren.

Antwort SPD:

Unternehmen sollen sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können und nicht auf das Ausfüllen von Formularen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen sowie Selbstständige trifft unnötige Bürokratie besonders hart. Wir werden Unternehmen von Statistik-, Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten befreien. Ein gutes Beispiel für Bürokratieentlastung und Investitionserleichterung ist die von uns durchgesetzte Erhöhung der steuerlichen Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter.

Die meisten Behördengänge sollen sich in Zukunft auch online erledigen lassen. Daher wollen wir für eine schnelle Umsetzung der Digitalisierung in der Verwaltung sorgen. Diese sorgt einerseits für mehr Benutzerfreundlichkeit für die Bürgerinnen und Bürger. Andererseits kann die Verwaltung selbst durch die Digitalisierung effizienter und fehlerfreier arbeiten. Eine moderne und effiziente Verwaltung wird möglichst viele Dienstleistungen aus einer Hand anbieten. Wir wollen, dass Nutzerinnen und Nutzer sich einfach und sicher mit einer Zugangsberechtigung für alle Verwaltungsdienstleistungen identifizieren können. Niemand soll seine Daten mehrfach übermitteln müssen. Den jeweiligen Bearbeitungsstand der Verwaltung sollen Antragsteller jederzeit nachvollziehen können.

Wir haben die „one in – one out“- Regelung in Deutschland eingeführt. Sobald geeignete Erfahrungen mit dieser zukunftsweisenden Regelung zum Abbau unnötiger bürokratischer Maßnahmen vorliegen, werden wir diese analysieren. Da wir mit unseren Parlamentskolleginnen und Kollegen im Europäischen Parlament in einem laufenden Diskussions- und Konsultationsprozess sind, werden wir die dann vorliegenden Ergebnisse aus unserer „one in – one out“- Regelung auch in Brüssel zur Diskussion stellen.

Antwort FDP:

Wir Freie Demokraten wollen die Belastungen der Bürgerinnen und Bürger und Betriebe durch zu viel Regulierung abbauen. Dazu schlagen wir eine zeitliche Begrenzung von Gesetzen sowie das „one in, two out“-Prinzip vor. Neue Regelungen sollen nur dann verabschiedet werden, wenn zugleich in doppeltem Umfang Folgekosten an anderer Stelle zurückgeführt werden. Außerdem sollen neue Regelungen ein Ablaufdatum erhalten, damit überprüft werden kann, ob sie sich bewähren. Dieses Modell wäre auch für die europäische Ebene denkbar. Um die Kosten von europäischen Gesetzesvorhaben abschätzen zu können, müsste ein unabhängiger Normenkontrollrat eingesetzt werden. Um die Entbürokratisierung der EU voranzutreiben, fordern wir zudem beispielsweise die Verkleinerung der EU-Kommission und die Abschaffung der sogenannten Öko-Design-Richtlinie.

Antwort Bündnis90/Die Grünen:

Bürokratie abzubauen bzw. dafür zu sorgen, dass Regeln mit möglichst wenig Bürokratie umgesetzt werden, ist eine permanente Aufgabe, die beständig vorangetrieben werden muss. Eine „one in – one out“ – Regelung halten wir deshalb grundsätzlich für sinnvoll, sowohl auf deutscher als auch auf europäischer Ebene. 

Antwort Die Linke:

Die LINKE steht für konsequenten Bürokratieabbau, wo Bürokratie nicht notwendig ist und nur zeitliche wie finanzielle Belastungen mit sich bringt. Allerdings sind pauschale Regeln wie etwa das „one in - one out“ Prinzip theoretisch wie praktisch (siehe Großbritannien) weder effektiv noch machen sie Sinn, um konkrete Belastungen abzubauen. Der Ansatz fragt weder nach Notwendigkeit von „Bürokratie“, nämlich konkreten gesetzlichen Regeln und Vorgaben die etwa dem Verbraucher-, Umwelt-, Arbeitsschutz dienen, noch wird erkannt, dass hiermit für Unternehmen einen gemeinsamen Rahmen festgelegt wird, der Planungssicherheit und effektive Abläufe garantiert. Uns geht es beim Thema Bürokratie immer um die Qualität, nicht um die ohnehin kaum differenziert aufzuschlüsselnden „Kosten“ ohne ergänzende Nutzenberechnung. Statt pauschal unsinnige Regeln will DIE LINKE mit den Berufsgruppen und Unternehmen konkrete Belastungen abbauen und prüfen, wie dies am besten geht. Wir haben beispielsweise die Regierung und den Normenkontrollrat mehrfach bereits aufgefordert, die 20 aufwändigsten Antragsverfahren für die Bürgerinnen und Bürger und die 10 aufwändigsten Verfahren für kleine und mittlere Unternehmen zu identifizieren und so zu vereinfachen, dass kaum noch jemand ein Problem hat. Zu diesem Zweck müsste allerdings die bessere Rechtsetzung erstens mit Bürgerinnen und Bürgern und mit den KMU getestet werden. Und zweitens müssten Design und Sprache von Formularen und Anträgen – sowohl auf Papier als auch online – durchgehend vom Standpunkt voller Bürgerfreundlichkeit gestaltet sein. Innerhalb relativ kurzer Zeit wäre so ein riesiger Sprung in Sachen Bürgerfreundlichkeit möglich. Zig Millionen Stunden unnötiger Nerverei und Belästigung könnten verschwinden.

E-Commerce im Wahlkampf – Antworten der Parteien auf die Wahlprüfsteine des bevh (Frage 3 von 5)

von Sebastian Schulz am 13.09.2017

Der Wahlk(r)ampf neigt sich seinem Ende zu. Bezogen auf die für die deutsche E-Commerce-Branche relevanten Themen hat unsere Sichtung der relevanten Wahlprogramme ein recht eindeutiges Bild ergeben. Während bei den einen der Themenkomplex Digitalisierung einen hohen Stellenwert genießt und hier v.a. die Chancen herausgearbeitet werden, zeichnen sich andere (weiterhin) als Bedenkenträger aus. Einzelaspekte der Digitalisierung im Handelsumfeld, aber auch andere Themen, die die Online- und Versandhandelsbranche bewegen, blieben in den Wahlprogrammen wiederum vollständig unberücksichtigt.

Wir haben deshalb noch einmal nachgefragt. Unsere Wahlprüfsteine wurden mittlerweile von allen angeschriebenen Parteien beantwortet. Hier nun die Antworten im Original und unkommentiert:

Frage 3: Wo liegen nach Ihrer Einschätzung die Gründe für die oftmals beklagte „Verödung der Innenstädte“? Welche Gegenmaßnahmen kann der Bund Ihrer Einschätzung nach treffen und wofür wird sich Ihre Partei in diesem Zusammenhang in der 19. Wahlperiode einsetzen?


Antwort CDU:

Die Attraktivitätssteigerung unserer Innenstädte mit dem Ziel einer vielfältigen Geschäftswelt und einem angenehmen Wohnumfeld sehen CDU und CSU als eine Daueraufgabe. Die Menschen erwarten saubere und sichere Städte mit einer funktionierenden Daseinsvorsorge. Dies haben wir fest im Blick und wollen zudem Antworten auf langfristige Herausforderungen der Zukunft von Städten geben. Für uns ist die umfassende Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger Grundlage für einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir wollen die richtigen Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass Unternehmen und Gründer in den Städten erfolgreich sind. Wir treiben Zukunftsinvestitionen in Bildung, Forschung und Innovationen voran. Wir fördern die erfolgreiche Entwicklung unserer Städte als Kultur- und Kreativstandorte. Denn Bildung und Kultur sind bedeutende Standortfaktoren. Mit der Digitalisierung können Produktions- und Wertschöpfungsketten zurück in die Stadt ziehen. Insbesondere neue Technologien der Industrie 4.0, wie z. B. der 3D- Druck, ermöglichen eine umweltfreundliche, dezentrale Produktion von hochwertigen Gütern in der Innenstadt. Diese Entwicklungen wollen wir fördern. Das von der unionsgeführten Bundesregierung eingeführte „Urbane Gebiet“ in der Baunutzungsverordnung schafft hier bereits ausreichend Flexibilität. Denn wir wollen die nutzungsgemischte Stadt der kurzen Wege. Arbeiten, Wohnen und Wohlfühlen wollen wir zusammenbringen. Die weitere Schaffung zentrumsnahen Wohnraums wird zudem zusätzliche Kaufkraft und Belebung in die Innenstädte bringen.

Städtisches Grün macht das Leben in der Stadt attraktiver und lebenswerter. Es verringert extreme Hitze oder Kälte, versorgt die Stadt mit Frischluft und fungiert als Ort der Begegnung. Wir wollen das Grün in der Stadt stärken und dies stärker in die Stadtentwicklungsprogramme einbeziehen. Die Städtebauförderung wollen wir als bewährtes und erfolgreiches Instrument weiterführen und fortentwickeln.

Antwort SPD:

Städte sind seit jeher Zentren wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Aktivitäten und seit über 10 Jahren erfreuen sich Großstädte und das (inner-)städtische Wohnen wieder einer neuen Attraktivität. Von dieser Entwicklung profitieren vor allem bestimmte Groß- und Universitätsstädte, touristische Zentren sowie die umliegenden Regionen. Zugleich weisen aber viele deutsche Kommunen einen Verlust an Einwohnern und an Kaufkraft auf. Die Gründe hierfür sind je nach Stadt und Region vielfältig. Zumeist gehen diese Schrumpfungsprozesse einher mit einer Verödung der Innenstädte.
Hauptursache für diesen Prozess ist, neben individuellen Gründen, der tiefgreifende Strukturwandel des Einzelhandels, der durch den stetigen Wandel an Betriebsformen gekennzeichnet ist. Das drückt sich u.a. aus im Rückgang der Marktanteile der Warenhäuser, in der Zunahme von Shoppingcentern oder im Umzug derer auf die „grüne Wiese“ aus. Ebenso haben die Zunahme der Fachmärkte und das starke Wachstum des Online-Handels den Strukturwandel beeinflusst. Hier muss die die Politik in der Kommune, im Kreis und in dem jeweiligen Bundesland gegensteuern. Die Gestaltung und Entwicklung von Ortskernen und City-Zentren obliegt den Städten und Gemeinden als Teil der kommunalen Selbstverwaltung. Die Erhaltung lebendiger Ortskerne ist zu einer besonderen strategischen Aufgabe geworden, die das Zusammenwirken aller Akteure erfordert. Darüber hinaus gewinnen interkommunale Kooperationen und die aktive Einbindung lokaler Akteure in kommunale Entwicklungskonzepte an Bedeutung, weil so die Maßnahmen zur Stärkung der Innenstädte besser aufeinander abgestimmt werden. Städte und Gemeinden können eine strategische Planung zur Steuerung der Ansiedlung von großflächigem Einzelhandel, zur Nachverdichtung auf ungenutzten oder reaktivierten Flächen und zur verbesserten interkommunalen Zusammenarbeit vornehmen.
Weitere Aufgabenfelder auf kommunaler Ebene betreffen das Stadt- und Citymarketing, das zur Herausbildung regionaler Marken im Einzelhandel und eines „Wir“-Gefühls bei Bewohnern einer Stadt beitragen kann. Es geht darum, den Erlebnisfaktor Innenstadt herauszustellen und gemeinsam mit der öffentlichen Hand über die Planungsentscheidungen und Dialogprozesse mit den Immobilienbesitzern, einen attraktiven Mix an Branchen und Geschäften herbeizuführen. 

Die Attraktivität eines Zentrums bestimmt sich auch durch seine Erreichbarkeit. Deshalb muss vor Ort über Parkplätze, Parkleitsysteme und eine attraktive Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr zur Belebung der Innenstädte entschieden werden.
Die Bundesländer, die seit vielen Jahren die Kompetenz für Entscheidungen über Ladenschlusszeiten übernommen haben, können im Rahmen der verfassungsrechtlichen Grenzen weitere Impulse für eine Abmilderung der als Wettbewerbsnachteil gegenüber dem Online-Handel empfundenen Öffnungszeiten sorgen. Eine völlige Freigabe der Öffnungszeiten ist aufgrund des erforderlichen Schutzes der Beschäftigten im Einzelhandel allerdings nicht möglich und wird von uns auch nicht befürwortet.

Mit der Städtebauförderung von Bund und Ländern haben Städte und Gemeinden darüber hinaus ein wirkungsvolles Instrument, um die notwendigen städtebaulichen Anpassungen aufgrund der Auswirkungen der ökonomischen und demografischen Veränderungen vornehmen zu können. Mit den Stadtumbauprogrammen Ost und West der Städtebauförderung stehen 260 Mio. Euro zur Verfügung. Auch das Städtebauprogramm „Kleinere Städte und Gemein-den“ mit 70 Mio. Euro sichert die örtlichen Versorgungsfunktionen dauerhaft und bedarfsgerecht. 110 Mio. Euro fließen in das Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ mit der die Nutzungsvielfalt, die stadtbaukulturelle Substanz und Funktionsfähigkeit, die soziale Vitalität und der kulturelle Reichtum der Zentren erhalten und wieder entwickelt wird. Die Städtebauförderung ist eine Erfolgsgeschichte, die wir fortsetzen und ausbauen wollen. Darüber hinaus wollen wir strukturschwache oder im Wandel befindliche Regionen zielgenau fördern. Die bewährte Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ werden wir für bessere wirtschaftliche Perspektiven in städtischen und ländlichen Regionen in ganz Deutschland weiterentwickeln. Forschung und Innovation, Breitbandausbau und die Fachkräftesicherung sollen in Zukunft ebenfalls gefördert werden. Zudem wollen wir die regulären Wirtschaftsförderprogramme für die strukturschwachen Regionen öffnen, wovon dann auch kleine Unternehmer und Geschäfte profitieren. So bleiben die Regionen lebendig. Lebendige Ortszentren mit entsprechender Infrastruktur sind wichtig für die Attraktivität dieser Gegenden. Städte und Gemeinden müssen jedoch die Rahmenbedingungen für attraktive Innenstädte und Stadtteilzentren vor allem selbst positiv gestalten. Es liegt in ihrem Ermessen, Innenstädte, Stadt- und Ortsteilzentren attraktiv zu machen. Die Instrumente der kommunalen Bauleitplanung und der Raumplanung nehmen dabei eine zentrale Rolle ein. Mit der Stärkung der Innenentwicklung im Rahmen des Baugesetzbuchs hat der Bund wichtige Weichen gestellt. Das Stärken der Wohnfunktion in den städtischen Zentren ist ein wichtiger Ansatz, um Innenstädte attraktiver zu gestalten. Hierzu haben wir mit der Schaffung der neuen Baugebietskategorie „Urbanes Gebiet“ verbesserte Möglichkeiten der Nachverdichtung in Innenstädten für Städte und Kommunen geschaffen. Damit wird eine höhere Bebauungsdichte möglich und neues Bauland durch Bebauung von Brachflächen und Schließen von Baulücken eingespart.

Antwort FDP:

Das Einkaufsverhalten der Menschen hat sich verändert. Immer mehr Menschen shoppen online, anstatt in die Innenstadt zu gehen. Damit Innenstädte wieder an mehr Attraktivität gewinnen, braucht der stationäre Handel gegenüber der Online-Konkurrenz faire Wettbewerbsbedingungen. Wie auch die Online-Händler sollten die traditionellen Ladengeschäfte die Chance haben, ihre Waren rund um die Uhr zu verkaufen. Jedes Geschäft soll demnach selbst entscheiden können, wann es öffnet und schließt. Das allgemeine Verkaufsverbot für den Einzelhandel an Sonntagen wollen wir Freie Demokraten aufheben.

Antwort
Bündnis90/Die Grünen:

Innenstädte veröden vor allem dort, wo immer neue Bau- und Einkaufsgebiete im Außenbereich ausgewiesen werden und zu wenig auf die Belebung von Ortskernen geachtet wird oder - oft aus finanziellen Gründen - geachtet werden kann. Die Bundesregierung hat mit der Schaffung des §13b im BauGB diese Ausweisung leider vereinfacht. Damit wird der Verödung der Innenstädte Vorschub geleistet. Wir geben der Innenentwicklung Vorrang vor der Außenentwicklung. Deshalb wollen wir den §13b wieder aus dem BauGB streichen. Wir plädieren zudem für die Schaffung einer neuen Gemeinschaftsaufgabe für die regionale Daseinsvorsorge, die Bund und Länder gemeinsam planen und finanzieren. So können vor allem finanzschwache Kommunen wieder attraktiver gestaltet werden.

Antwort Die Linke:

Viele Einzelhändler*innen können im Preiskampf mit Vollsortimentdiscountern (VSD) nicht mithalten. VSD unterliegen einem baulichen Marktkonzept, welches oftmals nicht in die Innenstädte und ihre Baustruktur passt. Stattdessen wird auf der „grünen Wiese“ am Stadtrand gebaut.
DIE LINKE setzt sich für eine den Bestand nicht belastende Verdichtung in Kommunen, gegen Zersiedelung und zusätzliche außerörtliche Versiegelungen ein. VSD sollten sich stärker der schon vorhandenen Baustruktur in den Innenstädten anpassen. EU- Fördermittel, wie aus EFRE und ELER, sollten vor allem für innerörtliche Entwicklungen eingesetzt werden. Städtebauförderprogramme und Denkmalschutzförderungen ebenso. DIE LINKE setzt sich für den Erhalt der Förderprogramme ein und möchte die Förderbedingungen mehr dem Bedarf in den kommunalen Innenbereichen, also auch den Innenstädten, anpassen. Modernisierungen und Verdichtungen von Innenstädten machen diese wieder attraktiv und fördern somit den Einzelhandel.

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Mit der E-Commerce-Agenda 2017 formuliert der bevh seine politischen Forderungen an die politischen Parteien im Wahljahr 2017. Download

 

 

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