Zur Zeit wird gefiltert nach: Christoph Wenk-Fischer
Filter zurücksetzen

bevh schließt Frank Edelmetalle aus

von Christoph Wenk-Fischer am 10.07.2017

Im Internet wird aktuell u.a. im Blog einer Rechtsanwaltskanzlei und in Foren, wie hier, intensiv über die Seriosität der Firma "Frank Edelmetalle" diskutiert. Zudem hat uns das EHI über Kundenbeschwerden zu "Frank Edelmetalle" informiert. Diese und die Tatsache, dass die Verantwortlichen von "Frank Edelmetalle" für das EHI nicht zur Klärung des Sachverhaltes erreichbar waren, haben dazu geführt, dass "Frank Edelmetalle" das EHI-Gütesiegel (vorläufig, bis zur endgültigen Klärung) entzogen wurde.

Auch wir haben, nachdem uns aktuell Kundenbeschwerden bekannt wurden und wir selbst bei unseren Versuchen der Kontaktaufnahme zu Frau Frank bzw. "Frank Edelmetalle" gescheitert sind, erhebliche Zweifel an der Seriosität von "Frank Edelmetalle". Daher haben wir, nachdem Frau Claudia Charlotte Frank die Gelegenheit zur Stellungnahme innerhalb der gesetzten Frist nicht genutzt hat, entsprechend unserer Satzung ein formales Ausschlussverfahren eingeleitet. Daraufhin hat heute der bevh-Vorstand einstimmig beschlossen, Frau Claudia Charlotte Frank, als Einzelkauffrau handelnd unter der Firma Frank Edelmetalle, mit sofortiger Wirkung aus dem Verband auszuschließen.  
Die Entfernung des bevh-Mitgliedslogos von der Internetseite von Frank Edelmetalle unter www.frank-edelmetalle.de, die nunmehr von einer uns unbekannten Gesellschaft, die nicht Mitglied im Verband war und ist, betrieben wird, ist uns leider nicht ohne weiteres möglich. Wir prüfen alle weiteren Möglichkeiten.

E-Commerce lebt vom Vertrauen. Betrüger und „Schwarze Schafe“ erschüttern das Vertrauen in die Branche insgesamt. Davon distanzieren wir uns ausdrücklich.

Christoph Wenk-Fischer
Hauptgeschäftsführer 

2017 und Handelspolitik – faktisch oder „postfaktisch“?

verfasst von Christoph Wenk-Fischer am 02.01.2017

Das „offizielle“ Wort des Jahres 2016 war „postfaktisch“. Es ist ein Kunstwort, das darauf verweise, dass es in der politischen und öffentlichen Diskussion zunehmend um Stimmungen anstelle von Fakten geht und ein immer größerer Teil der Bevölkerung bereit sei, auf den Anspruch auf Wahrheit zu verzichten, Tatsachen zu ignorieren und offensichtliche Lügen bereitwillig zu akzeptieren. So die den Titel verleihende Gesellschaft für deutsche Sprache. Ich finde die Entscheidung gut, die Augenmerk auf die sich nachteilig verändernde politische Diskussion und Kultur nicht nur in unserem Land legt.

Was hilft aber in der politischen Diskussion, wenn diese zunehmend „postfaktisch“ geführt wird? Fakten, Information und Aufklärung! Und warum ist das meine Überzeugung? Weil man mir schon als Kind sehr richtig beigebracht hat, dass nicht derjenige Recht hat, der am lautesten brüllt, sondern derjenige, der die besseren Argumente hat. Und so arbeiten wir, meine Kolleginnen und Kollegen und auch der bevh mit Argumenten weiter - trotz „postfaktisch“ als Preisträger. Unsere Aufgabe ist es über unsere Branche zu informieren, sie zu vertreten und ihre Argumente in die für sie wichtigen politischen Entscheidungsprozesse einzubringen, damit sie angemessen berücksichtigt werden. Nicht brüllen, nicht jammern, immer schön bei der Wahrheit bleiben und überzeugen!

Als Jahr der Bundestagswahl ist 2017 natürlich für diese Aufgabe ganz besonders wichtig. „Postfaktisch“ wird neuerdings nämlich der Buchstabe „E“ im E-Commerce gerne mal für „evil“, also „böse“ gesetzt, weil unsere Branche z.B. die althergebrachte Kultur des Einkaufens zerstöre, Innenstädte veröden lasse, den armen Apotheker an der Ecke und damit gleich unser Gesundheitssystem ruiniere, den Verkehrskollaps forciere, die Welt in Verpackungsmüll ersticken lasse, ihre Beschäftigten mies behandele und schlecht bezahle. Sogar in die Zeit zunehmender Ressentiments gegen Ausländer passenden Blödsinn habe ich gerade jüngst gelesen. Wenn man das alles nur oft und laut genug brüllt, kommt es ja vielleicht auf die Wahrheit nicht mehr an, mögen die „Postfaktischen“ hoffen.

Wir werden uns also im Wahlkampf 2017 intensiv mit Mythen beschäftigen, weiter Fakten sammeln und Politik und Öffentlichkeit über unsere Branche und auch ihre Dienstleister informieren. Und das als u.a. 

- hervorragende Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe,

- Jobmotor des Handels,

- sichere und bequeme Möglichkeit des Einkaufs,

- den Maßstab für Kundenzufriedenheit,

- den Ort der flächendeckenden Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen,

- Innovations- und Technologietreiber,

- das interaktive Netzwerk der Transparenz und vieles mehr.

Dazu machen wir als Verband weiterhin anerkannte Untersuchungen, Umfragen und Studien und darauf basierend konstruktive Vorschläge, die wir zur Diskussion stellen. Wir tragen die politischen Wünsche für sinnvolle Rahmenbedingungen, aber auch Kritik unserer Branche an unausgewogener und falscher politischer Entscheidung vor. Im letzten Jahr haben wir als der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel unsere politische Agenda formuliert, die wir Politik und Öffentlichkeit intensiv im Wahljahr vorstellen werden. Starten wird unser Präsident Gero Furchheim in der FAZ, mit der er dazu vorab ein Gespräch geführt und die Ideen und Ansätze unserer Branche erläutert hat. Sodann werden wir mit unserer Agenda im Detail und im Überblick an Presse und Politik gehen und regelmäßig daraus Schwerpunkte vorstellen – natürlich auch regelmäßig hier im Blog. So und nicht „postfaktisch“ wollen und werden wir alle gemeinsam Einfluss für eine nachhaltige gute Zukunft des Handels und der darin tätigen Menschen nehmen.   

Ich wünsche Ihnen allen ein gutes und erfolgreiches neues Jahr,

Ihr

Christoph Wenk-Fischer

Unser Mitglied CONRAD Electronic gewinnt den Deutschen Handelspreis 2016

Verfasst von Christoph Wenk-Fischer am 17.11.16

Wir gratulieren ganz herzlich CONRAD Electronic, unserem Präsidiumsmitglied Dr. Werner Conrad, der Geschäftsführung von CONRAD und natürlich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Deutschen Handelspreis 2016 in der Kategorie Großunternehmen. Nicht nur Herr Dr. Conrad engagiert sich persönlich im bevh. Auch in diversen Arbeitskreisen unseres Verbandes waren und sind CONRAD-Kolleginnen und Kollegen aktiv.

Das Unternehmen ist seit 1977 Mitglied im bevh und wurde schon 2007 mit dem Branchenpreis „Versender des Jahres“ ausgezeichnet. Wir freuen uns sehr und sind stolz darauf, dass daraus jetzt auch noch ein ganz besonders verdienter „Deutscher Handelspreis“ wurde.

Stolz sind wir auch darauf, dass sich CONRAD damit in den exklusiven Club derjenigen, wie Dr. Michael Otto, Globetrotter Ausrüstung, Musikhaus Thomann und BUTLERS, einreihen konnte, die mit dem Branchenpreis der Interaktiven Händler geadelt wurden und deren Leistung auch beim Einzelhandel insgesamt entsprechende Würdigung fand.

Wir sind sicher, der Club wird weiter wachsen und freuen uns sehr darauf.

  • Google-Director Retail John Gerosa hält die Laudatio auf CONRAD

EuGH erteilt deutscher Preisbindung für verschreibungspflichtige Medikamente eine Absage - Jetzt weniger anstelle mehr Regulierung wagen!

Verfasst von Christoph Wenk-Fischer am 19.10.16

Der EuGH bringt es auf den Punkt: Wettbewerb tut auch dem Gesundheitswesen gut! Nachdem die Zulässigkeit von Boni bei verschreibungspflichtigen Medikamenten heute durch das höchste europäische Gericht bestätigt wurde, ist der deutsche Gesetzgeber in der Pflicht. Dass Versandapotheken, die Boni aus ihrer Gewinnmarge an Patienten weitergeben wollen und damit ganz erheblich zur Kostensenkung im Gesundheitswesen beitragen, am Gängelband durch die Manege geführt werden, muss endlich ein Ende haben. In einem harmonisierten Binnenmarkt kann sich fairer Wettbewerb nur dann entfalten, wenn die Spielregeln für alle gleich sind. Festpreisbindung hierzulande, Höchstpreisbindung anderenorts – mit einem level playing field hat das nichts zu tun. Wenn die deutsche Politik jetzt nicht umgehend handelt, werden deutsche Versandapotheken im europäischen Wettbewerb ins Hintertreffen geraten.

Versandapotheken gewähren ein Höchstmaß an Sicherheit und Verbraucherschutz. Die Sicherheit von Arzneimitteln zugelassener Versandapotheken ist identisch hoch wie bei Präsenzapotheken. Beide beziehen ihre Arzneimittel über dieselben Quellen - über den Großhandel bzw. über pharmazeutischen Unternehmer. Seit Einführung des zulässigen Versandhandels mit Arzneimitteln im Jahr 2004 sind keine Vorfälle bekannt geworden, die Zweifel an der Sicherheit dieses Vertriebsweges aufkommen lassen. Das Versandapothekenregister auf der Internetpräsenz des BMG sorgt an dieser Stelle für Transparenz und Verbrauchervertrauen.

Ein Verbot des Rx-Versands hätte für Patienten und Beschäftigte massive Folgen. Gerade im ländlichen Raum mit einer geringen Dichte an Präsenzapotheken und angesichts einer demographisch bedingten Zunahme der zu versorgenden Bevölkerungsschichten übernehmen Versandapotheken durch schnelle, oft sogar taggleiche Zustellungen eine zunehmend nicht mehr hinwegzudenkende Substitutionsfunktion. Eine flächendeckende Versorgung mit Arznei ist schon heute in Teilregionen ohne Versandapotheken faktisch nicht mehr leistbar und stünde zudem dem erklärten Willen der Patienten entgegen. Besonders chronisch Kranke und in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen schätzen die Vorteile einer bequemen, diskreten Bezugsmöglichkeit im Wege des Online- und Versandhandel.

Deutsche zugelassene Versandapotheken sind immer an eine Präsenzapotheke gebunden und beteiligen sich über diese an den Not- und Nachtdiensten. Hinzu kommt, dass die gesamte Branche durch ausschließlich kleine und mittelständische Unternehmen geprägt ist, die erhebliche Investitionen zu schultern und zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen haben. Ein Verbot des Rx-Versandhandels würde gerade innovative Apotheker und die dort geschaffenen Arbeitsplätze bedrohen.

Deutsche Versandapotheken stehen für Verbraucherschutz, Arzneimittelsicherheit und fairen Wettbewerb. Ungeachtet der einem Verbot des Rx-Versands entgegenstehenden rechtlichen Bedenken würden Beschränkungen der Vertriebsmöglichkeit von verschreibungspflichtigen Medikamenten ein nicht mehr schließbares Loch in die medizinische Versorgungsdichte in Deutschland reißen.

E-Commerce Agenda 2017


Mit der E-Commerce-Agenda 2017 formuliert der bevh seine politischen Forderungen an die politischen Parteien im Wahljahr 2017. Download

 

 

  • loading Twitter...
  • weiter

Veranstaltungen

Jahresbericht 2016

Dieser Jahresbericht erläutert die Arbeit unseres Verbandes im Jahr 2016. Er zeigt Möglichkeiten, wie Sie als Mitglied und Preferred Business Partner von einer Mitgliedschaft profitieren können. Download


                                 

Wir bilden aus

Kooperierende Verbände

  • GEAGEA
  • BVDWBVDW
  • BVDVABVDVA
  • Bundesverband Druck und Medien e.V.Bundesverband Druck und Medien e.V.
  • Verband Internet Reisevertrieb e.V.Verband Internet Reisevertrieb e.V.
  • Media.net berlinbrandenburgMedia.net berlinbrandenburg
  • Hamburg@WorkHamburg@Work
  • AVE Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels e.V.AVE Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels e.V.
  • TeleTrusT – Bundesverband IT-Sicherheit e.V.TeleTrusT – Bundesverband IT-Sicherheit e.V.
  • Total Equality & DiversityTotal Equality & Diversity