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Erfolg basiert auf Kundenverständnis

Gastbeitrag von: Oliver Peters, Country Manager DACH bei Lengow

Zunehmend vernetzt, nomadisch und volatil, zwingen Verbraucher Online-Händler dazu, ihre Strategien ständig zu überdenken. Um ein reibungsloses, schnelles und einzigartiges Einkaufserlebnis für Verbraucher zu schaffen, ist es wichtig, seine Kunden zu kennen, damit ihnen zum richtigen Zeitpunkt das beste Angebot gemacht werden kann. Was sind die Erwartungen und Bedürfnisse der Kunden? Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um sie perfekt anzusprechen? Wie ist es möglich, einen Erfolg oder Misserfolg zu seinen Gunsten zu nutzen? Es gibt zahlreiche Schritte zu berücksichtigen, um das Tandem Händler-Kunde zu einem Erfolg zu machen. 

1/ Kaufmöglichkeiten für die Kunden erhöhen

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ist mittlerweile über Desktop, Smartphone oder Tablet mit dem Internet verbunden, so der aktuelle Internet Trends-Bericht der US-Analystin Mary Meeker. Der Zugang zum Internet breitet sich unaufhaltbar aus und immer mehr Nutzer werden zu E-Shoppern auf der Suche nach Schnäppchen, exklusiven Neuheiten und einer größeren Auswahl an Produkten.

Verbraucher haben viele Facetten, die es zu entdecken gilt, bevor man ihnen ein Produkt bzw. eine Dienstleistung anbietet. Hier ein paar verschiedene Shopping-Typen: Da wären der sparsame Shopper (Schnäppchenjäger), der vergleichende Shopper (vergleicht Preise und Produkte), der faule Shopper (bricht Kauf durch zu lange Anmeldeprozesse ab) oder auch der opportunistische Shopper (wartet auf Ausverkaufsperioden). Die Vielfalt des menschlichen Charakters scheint sich auch in den verschiedenen Shopper-Typen zu spiegeln. Jeder Typus sollte richtig angesprochen werden und es muss darauf geachtet werden, wo jeder am liebsten „shoppt“.

Hinzu kommt, dass die Kaufgewohnheiten vielfältig und komplex geworden sind. Als Omnikanal-Enthusiasten wollen Kunden Einkäufe tätigen, wo und wann sie wollen, und jonglieren geschickt zwischen Desktop-PC und Smartphone bzw. zwischen Online und Offline.

Angesichts dieser Nachfrage sind sowohl Online- als auch Offline-Geschäfte wieder in vollem Gange, wie die zunehmende Zahl von Allianzen zwischen Einzelhandel- und E-Commerce-Unternehmen zeigt: Walmart und Microsoft, Carrefour und Tencent oder Auchan und Alibaba. Ziel dieser Kooperationen ist es, allen Marktteilnehmern ein einheitliches, innovatives und punktgenaues Einkaufserlebnis zu bieten und gleichzeitig die eigene Attraktivität zu steigern.

Diese neue Schlagkraft muss auch für den grenzüberschreitenden E-Commerce eingesetzt werden, da E-Shopper nun vermehrt auch Cross-Border Produkte kaufen. So erwerben beispielsweise 70 Prozent der europäischen E-Kunden im Ausland Produkte. Geographische Barrieren verschwinden damit endgültig zugunsten des globalisierten Handels.

2/ Mit dem Kunden zur richtigen Zeit am richtigen Ort interagieren 

Auch wenn China und Indien die meisten Internetnutzer haben sind es die USA und China, die mit Akteuren wie Amazon und Alibaba den internationalen E-Commerce-Markt dominieren. Beide Firmen, die respektiv zu den GAFAM (Google, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft) bzw. BATX (Baidu, Alibaba, Tencent und Xiaomi) gehören, führen einen unerbittlichen Kampf. Die zwei Giganten, die zusammen einen Umsatz von 60 Milliarden Euro im ersten Quartal 2018 erwirtschafteten, erweitern Tag für Tag ihr Handelsgebiet, um ihren Marktanteil zu erhöhen und ihre Dominanz auf dem internationalen Markt zu festigen.

Um den E-Commerce von morgen zu erfinden, bringen große sowie kleine Unternehmen disruptive Innovationen auf den Markt und stärken ihr Ökosystem durch Investitionen in F&E oder durch Kooperationen, wie oben bereits erwähnt. Von der künstlichen Intelligenz bis zum Phygital stellen sie sich neuen Herausforderungen, um ihre Präsenz bei den Verbrauchern zu stärken, um diese zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu erreichen, unabhängig von Land und Kontaktpunkt.

Im Jahr 2018 wird der Markt für künstliche Intelligenz 7,35 Mrd. US-Dollar schwer sein. Er wird viele Sektoren, einschließlich des Handels, verändern. Visuell nach einem Produkt suchen, einen Bot fragen, Einkäufe über einen Sprachassistenten bestellen, ein Angebot erhalten, das auf einem persönlichen „Einkaufspfad“ basiert etc. – all das wird möglich. Künstliche Intelligenz gepaart mit Datenverwertung ist in Zeiten der Hyperpersonalisierung unabdingbar, um den Kunden perfekt anzusprechen. Dabei muss natürlich immer der rechtliche Rahmen der Benutzung personenbezogener Daten beachtet werden. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die am 25. Mai in Kraft getreten ist, hat zu dem Thema viel beigetragen.      

Neben einem personalisierten Einkaufserlebnis wünschen sich die Verbraucher von morgen vor allem auch Einfachheit. Die Eröffnungen von Hema Fresh in China oder von Amazon Go in den USA zeugen von einer ganz realen (R)Evolution, bei der sich die virtuelle und die reale Sphäre zugunsten einer vereinfachten Beziehung vereinen, in der das Mobile im Mittelpunkt steht.
 

3/ Innovationen, um den Kunden zufriedenzustellen

Projekte und Ideen, um die Kundenzufriedenheit zu steigern, bringen dem Sektor echte Fortschritte. Um mit den sich ändernden Kaufgewohnheiten der Verbraucher und dem zunehmenden und nun globalen Wettbewerb Schritt halten zu können, müssen sich die Marktteilnehmer ständig erneuern. Der Schlüssel zum Erfolg besteht darin, den Kunden und dessen Einkaufserlebnis in den Mittelpunkt der Strategie zu stellen.

Um die „Customer Journey“ und Innovationen in dem Bereich zu diskutieren, haben wir den diesjährigen Lengow Day, eines der größten E-Commerce-Events in Europa, genau diesem Thema gewidmet. Sie sind herzlich dazu eingeladen, am 27. September 2018 beim Lengow Day in Paris im Pavillon Gabriel teilzunehmen. Lengow möchte Händler dabei unterstützen, ihr (Online-)Geschäft weiter auszubauen und ihnen dazu verhelfen, Hauptakteure in der internationalen E-Commerce-Branche zu werden. Die eintägige Veranstaltung mit zahlreichen Konferenzen, Workshops und Networking-Sitzungen liefert dafür den Rahmen. Mit dem Motto „Go Beyond“ widmet sich die sechste Ausgabe des Lengow Day der „Customer Journey“ anhand von drei Themenkomplexen: "Get To Know Your Future Customers", "Think Better, Act Closer" und "Go Beyond Your Achievements".

Eckdaten zum Lengow Day 2018

Termin: Donnerstag, 27. September 2018

Veranstaltungsort: Pavillon Gabriel, 5 avenue Gabriel, 75008 Paris

Format: Keynotes, Round Tables, Workshops und Case Study Präsentationen

Teilnehmer: 400 E-Commerce-Experten und -Entscheider aus ganz Europa

Bewerbung Startups: http://ow.ly/LEYA30l1BWJ

Normale Tickets: http://lengow.com/lengowday/

Über Verbände und Vereine und ein Save-the-Date

mit einem Augenzwinkern geschrieben von Eva Rohde am 20. Februar 2018

Vereine als Zusammenschlüsse von Bürgern um gemeinsame Interessen zu verfolgen, gibt es seit Jahrhunderten. Nach Handwerkszünften und Kaufmannsgilden im Mittelalter, die als Vereine im genannten Sinne angesehen werden können, gründeten sich im deutschsprachigen Raum während des 18. Jahrhunderts erste standesübergreifende Vereine. Den Vätern unseres Grundgesetzes waren Vereine und Gesellschaften so wichtig, dass sie das Recht auf Vereinigungsfreiheit 1949 in Art. 9 GG fest verankerten (damals zugegebenermaßen mit politischem Augenmerk).

Das Grundgesetz hält seitdem seine schützende Hand sowohl über Schrebergarten- und Kaninchenzüchtervereine, als auch über Sportclubs, Berufs- und wirtschaftliche Interessenverbände, wie unseren bevh.

Das Vereinsrecht sieht in § 32 BGB vor, dass die Angelegenheiten des Vereins, soweit sie nicht von dem Vorstand oder einem anderen Vereinsorgan zu besorgen sind, durch die Beschlussfassung in einer Versammlung der Mitglieder geordnet werden. 

Während Tennisvereine oder Angelclubs eine meist jährliche Mitgliederversammlung anberaumen um u.a. über die Unordnung im Vereinsheim zu diskutieren, wird die Arbeit des bevh durch eine professionelle Struktur, aktive Gremienarbeit und hauptamtliche Mitarbeiter mit fester Geschäftsstelle geprägt. Daher sieht die Satzung des bevh vor, dass der Vorsitzende zu solch einer Mitgliederversammlung mindestens alle zwei Jahre einzuladen hat. Da die letzte bevh-Mitgliederversammlung im Frühjahr 2016 stattgefunden hat, ist es dieses Jahr wieder an der Zeit, eine Mitgliederversammlung einzuberufen.

Gemäß § 8 (1) der bevh-Satzung entscheidet die Mitgliederversammlung über alle grundsätzlichen Fragen des Verbandes, wie zum Beispiel über die Wahl und Abberufung der Mitglieder des Vorstands, den allgemeinen Rahmen für die Bemessung der Beiträge und die Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung. Jedes unserer Mitglieder, ob groß oder klein hat dabei das gleiche Stimmrecht. Unsere Mitgliederversammlung ist daher ein ganz wichtiges Instrument für gelebte Demokratie und Meinungsbildung in unserem Verband.

Die Neu- und Wiederwahl von Vorstands- und Präsidiumsmitgliedern, die Überarbeitung unserer Beitragsordnung und weitere Themen stehen auch auf der Agenda für unsere Mitgliederversammlung, die am Dienstag, dem 15. Mai 2018 live in Berlin und wie wir für diejenigen, die leider nicht anreisen können, planen, parallel auch online, stattfindet.

Wir bitten unsere Mitgliedsunternehmen bereits jetzt, sich dieses Datum vorzumerken.

Die Einladung mit der Tagesordnung und weiteren Informationen geht unseren Mitgliedsunternehmen mindestens 4 Wochen vorher per E-Mail zu. Wir wollen rund um den formalen Teil ein schönes Networking-Event, interessante Vorträge, Workshops und Exkursionen veranstalten - und das erstmals zusammen mit unserer Fachgemeinschaft buch.netz.

Seien Sie dabei, entscheiden Sie mit, lassen Sie sich überraschen und feiern Sie mit!

Übrigens: Kandidatinnen und Kandidaten für ein Vorstandsamt müssen der Geschäftsführung nach § 9 Abs. 4 unserer Satzung zwei Monate vor der Wahl benannt werden.

Und weil die Bedeutung von Vereinen zuweilen unterschätzt wird, hier noch einige Daten und Fakten:

  1. Der älteste bekannte Klub wird 1413 erwähnt und war in London für die Gemeinschaftsaufgaben „wohltätiger Zwecke“ ins Leben gerufen worden.
  2. Der älteste noch existierende Turnverein Deutschlands ist der Turn- und Sportverein TSV 1814 Friedland.
  3. Der mitgliederstärkste Verein der Welt ist der FC Bayern München. Mitgliederzahl: 290.000.
  4. In Deutschland gibt es rund 554.000 Vereine, wovon ca. 91.080 Sportvereine und ca. 5.000 Interessenverbände sind.
  5. Verbände und Vereine unterscheiden sich in der Regel dadurch, dass die Mitglieder bei Verbänden in der Regel juristische Personen, also  Unternehmen, sind, wohingegen bei Vereinen natürliche Personen als Mitglieder gemeldet sind.
  6. Laut dem US-Wirtschaftsmagazin Forbes war 2017 der wertvollste Klub der Welt der US-Footballclub „Dallas Cowboys“. Wert: 3,70 Mrd. EUR

Sicherheit und Produktschutz, innovatives Design und Nachhaltigkeit - das war der 1. bevh-Verpackungstag

von Christian Milster, 26.10.17

Die optimale Versandverpackung muss aus Händler- und Kundensicht drei zentrale Kriterien erfüllen: 1. Sicherheit/Produktschutz, 2. Marketing und 3. Nachhaltigkeit. Genau diesen drei Aspekten hat sich der 1. bevh-Verpackungstag am 17.10.17 in Wernigerode, den der bevh in Kooperation mit THIMM Verpackung veranstaltet hat, gewidmet. Über 70 interessierte Online-Händler, Logistikdienstleister und Verpackungshersteller hörten spannende Vorträge und diskutierten offen und intensiv zum Thema „Verpackung im Online- und Versandhandel“.

Eröffnet wurde der 1. bevh Verpackungstag von Christoph Wenk-Fischer (Hauptgeschäftsführer des bevh) und mir. Wir beide haben die Veranstaltung abwechselnd moderiert und das Publikum durch das Programm und den Tag geführt.

Den Auftakt machte Christoph Wenk-Fischer mit einer Präsentation, in der er u.a. die vorläufigen Ergebnisse einer im Vorfeld der Veranstaltung durchgeführten repräsentativen Verbraucherbefragung zum Thema „Versandverpackung“ präsentierte.

Die zentralen Erkenntnisse aus der Studie:

  • • ¾ der Befragten sind mit der Verpackung zufrieden. 
  • • Produktsicherheit, Retourenfähigkeit sowie eine einfache Entsorgung sind die wichtigsten Anforderungen von Verbrauchern an die Versandverpackung. 
  • • Für ein Mehr an Produktsicherheit & Retourenfähigkeit wären Verbraucher sogar bereit, zu zahlen.
  • • Für Branding und Schönheit hingegen besteht praktisch keine Bereitschaft zu bezahlen.

Die vollständigen Studienergebnisse werden zu einem späteren Zeitpunkt publiziert.

Um 10.15 Uhr übernahm dann die THIMM Group, vertreten durch Michael Weber und Armin Spitzbarth, und zeigte gemeinsam mit dem Schweizer Versender yamo, vertreten durch Tobias Gunzenhauser, auf, wie wichtig die richtige Verpackung für einen erfolgreichen Markteintritt ist.

Danach folgte ein sehr spannender Vortrag von Vicky Giourga von HSE24, in dem sie dem Publikum tiefe Einblicke in ein umfassendes Projekt für „Innovative Verpackungslösungen bei HSE24“ gab. Zudem hat sie versprochen, bei einem eventuellen 2. bevh-Verpackungstag diesbezügliche Zahlen und Fakten zu präsentieren.

In der sich anschließenden Keynote erläuterte Lars Born von DHL die "Besondere(n) Anforderungen an die Verpackung im E-Commerce“ aus Sicht eines Logistikdienstleisters und verdeutlichte diese mit konkreten Beispielen aus dem Lebensmittel-Onlinehandel. 

Danach gab Amelie Leipprand vom Deutschen Institut für Normung (DIN) einen Überblick und nähere Informationen zu der gemeinsam vom bevh und seinem Mitglied All you need fresh initiierten DIN SPEC 91360 „Ein Temperaturkonzept für den Lebensmittel-Onlinehandel“.

Um das etwas statische Konzept von Kongressen „aufzubrechen“, ging es vor der Mittagspause auf eine (kurze) Exkursion nach Ilsenburg. Bei der dort ansässigen Christiansen Print GmbH hatten alle Teilnehmer Gelegenheit, die in Deutschland noch einmalige HP Pagewide T1100S XXL Digitaldruckmaschine etwas näher in Augenschein zu nehmen und im Rahmen einer Live-Vorführung ganz neue und extrem schnelle Möglichkeiten für individualisierte Verpackungen kennenzulernen. 

Frisch gestärkt ging es nach der Mittagspause mit einem Vortrag von Dr.-Ing. Murat Tutus vom Fraunhofer Institute for Applied Polymer Research (IAP) weiter. Herr Tutus hat sehr anschaulich ein “Praxisbeispiel (für) – natürlich konservierende Frischhaltefolie“ – am Beispiel von Käse – dargestellt. 

Im darauffolgenden Vortrag hat Herr Dr.-Ing. Thomas Maier-Eschenlohr von Landpack erörtert, dass „Ökologische Isolierverpackungen“ nicht nur praxisgerecht und sehr effizient sind, sondern auch deutlich weniger umweltbelastend produziert werden können als Herkömmliche. 

In seiner Präsentation „End of trash! – Verpackung und Kunden kehren zurück“ hat Christoph Trowitz die von RePack entwickelte Mehrweg-Verpackungslösung vorgestellt und zeigte, wie man mit einem integrierten Marketingkonzept, bei dem der eigentliche Zweck der Verpackung zum Marketinginstrument wird, Kunden wieder (in seinen Online-Shop) zurückholt. 

Welche Rolle die Verpackung konkret im Spannungsfeld als Beschützer, Markenbotschafter und Prozessoptimierer bei Zalando spielt, erläuterte Uwe Streiber (Zalando) sehr anschaulich und offen im der letzten Vortrag des Tages. 

Den krönenden Abschluss des 1. bevh-Verpackungstages bildete die ca. 40-minütige, von Kim Cheng (Geschäftsführerin des Deutsches Verpackungsinstituts) moderierte Podiumsdiskussion, in der Uwe Streiber, (Zalando), Armin Spitzbarth (THIMM Verpackung), Tobias Gunzenhauser (yamo) und Mario Hüneke (DHL Home Delivery) noch einmal intensiv die optimale Versandverpackung und alle diesbezüglichen Aspekte und Herausforderungen aus den unterschiedlichen Blickwinkeln miteinander diskutierten. 

Inhaltlich fasst Christoph Wenk-Fischer (bevh) den 1. bevh-Verpackungstag wie folgt zusammen: „Das Paket der Zukunft ist ein ansprechender und sehr individueller Markenbotschafter, ganz einfach im Handling sowie der Retourenabwicklung und schützt bei kleinstmöglichen Außenmaßen und Gewicht die Ware perfekt. Gleichzeitig vermeidet es Müll sowie Emmissionen und schont Resourcen.“

Nicht zuletzt, weil während der Vorträge und in den Pausen sehr intensiv miteinander diskutiert wurde, nahezu alle Teilnehmer bis zum Schluss geblieben, es darüber hinaus noch so viel mehr zur optimalen Versandverpackung zu berichten gibt und die Entwicklungen in diesem Bereich natürlich weitergeht, wird es schon bald den 2. bevh-Verpackungstag geben. 

Einmal China und zurück: bevh spricht auf der „World Food & Agricultural Products E-Commerce Conference 2017“

Ein kurzer (Reise)Bericht von Christian Milster 03.10.17

Vor gut zwei Monaten ist das Committee of E-Comerce on China Association of Trade in Services mit der Bitte auf den bevh zugekommen, auf der „World Food & Agricultural Products E-Commerce Conference 2017“ in Weifang (Shandong Province) einen Vortrag zum Thema “E-Commerce in Germany” zu halten. 

Dies war die zweite Veranstaltung dieser Art. Bereits die erste Konferenz im Jahr 2016 war sehr erfolgreich und wurde zudem von den chinesischen Medien sehr gut aufgenommen. 

Nach kurzer Durchsicht des Programms und der eingeladenen Unternehmen (u.a. JD.com, die National Distance Selling Association Russia, die Mexico Chamber of E-Commerce, die UNIDO – United Nations Industrial Development Organization, die Australian Trade Commission, Yishijia.com u.v.m.) war klar, dass der bevh, als Stimme und Interessenvertreter des interaktiven Handels und E-Commerce in Deutschland, bei dieser Veranstaltung nicht fehlen darf. 

Gesagt, getan: Nachdem alle Formalitäten und administrativen Punkte geklärt waren, habe ich mich am Mittwoch den 20.09.17 hochmotiviert und etwas euphorisch, auf den Weg nach China (Weifang) gemacht. Nicht zuletzt, weil von Berlin bis nach China knapp 8.000 km zurückzulegen sind und China gegenüber Deutschland einen zeitlichen Vorsprung von sechs Stunden hat, bin ich (erst) am Vormittag des 21.09.17 zunächst in Peking (Beijing) gelandet. Von dort ging es mit Air China weiter nach Qingdao. Und dann waren es noch einmal gut zwei Stunden mit dem Auto nach Weifang. Klingt anstrengend? War es auch. Aber die Euphorie hatte mich ganz gut im Griff und hat mich wachgehalten. 

Nachdem ich im Hotel eingecheckt und mein Zimmer bezogen hatte, wollte ich China sofort live erleben. An diesem ersten Abend habe ich sehr schnell gelernt, dass für Mofa- und Fahrradfahrer nicht dieselben Verkehrsregeln gelten, wie für Autofahrer oder Fußgänger. Das ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber, wenn man es mal verstanden hat. Und das sollte man... 

Am Freitagmorgen (mittlerweile der 22.09.17) habe ich mich gleich nach dem Frühstück wieder ins Chinesische Leben gestürzt, denn dies war mein einziger „freier“ Tag in China. 

Weifang ist eine sehr moderne und zudem ziemlich westlich anmutende Stadt. Sehr viele Hochhäuser – eher ganze Hochhaussiedlungen, viele breite Straßen und (leider) wenig Ursprüngliches – zumindest auf den ersten Blick. An diesem Freitag bin ich gut 20 km quer durch Weifang gelaufen und habe dabei jedoch vergeblich nach Tempeln, Teehäusern oder kleinen Läden gesucht. Dennoch habe ich viel gesehen und konnte mir einen umfassenden Eindruck von der Stadt verschaffen und habe bestimmt mehrere Hundert Fotos gemacht. Ein paar davon folgen weiter unten. 

Weifang ist jedoch nicht nur groß und zudem relativ sauber, sondern auch sehr grün. Das liegt v.a. an den vielen angelegten und sehr gepflegten öffentlichen Parkanlagen. Wenn es einem mal zu heiß wird – und in China ist es Ende September noch ziemlich warm und sehr schwül – kann man einen Abstecher in einen dieser Parks machen und sich im Schatten der Bäume ausruhen und abkühlen. 

Die in Weifang lebenden Chinesen sprechen kaum englisch, sind aber dennoch sehr kontaktfreudig und freundlich. Während meines Spaziergangs sind viele Menschen auf mich zugekommen, um entweder ein Foto mit mir zu machen oder um mich zu berühren. Das ist anfänglich ein wenig befremdlich, aber man gewöhnt sich schnell daran. 

Am Abend hatten die Organisatoren der Konferenz zu einem gemeinsamen Abendessen mit den anwesenden Speakern geladen. Hierbei hatte ich Gelegenheit, einige der anderen Speaker der Konferenz persönlich kennenzulernen und mich mit diesen auszutauschen. 

Das Committee of E-Comerce on China Association of Trade in Services (Organisator) ist nach meinem Kenntnisstand der wichtigste E-Commerce Verband Chinas. Nicht zuletzt aufgrund seiner sehr engen Verbundenheit zur chinesischen Regierung. Daher wurde es beim Speaker’s Dinner auch einmal kurz sehr förmlich: als nämlich zwei hohe Parteifunktionäre eingetroffen sind und sich kurz mit jedem anwesenden Speaker ausgetauscht haben. 

Am Samstagmorgen (23.09.17) ging es sehr früh los. Eintreffen der Speaker auf der Konferenz war 8.30 Uhr, Konferenzbeginn war pünktlich um 9.00 Uhr. Die Agenda war sehr umfassend, vollgepackt mit Keynotes von Speakern aus der ganzen Welt und daher minutiös durchgetaktet. Insofern wurde von den Organisatoren auch sehr streng auf die Einhaltung der Redezeit geachtet, was weitgehend sehr gut funktioniert hat. 

Meine Keynote war für 10.40 Uhr angesetzt. In dieser habe ich den bevh und seine Mitglieder vorgestellt, Zahlen und Fakten zum E-Commerce in Deutschland präsentiert, umfassende Informationen zum Deutschen Online-Shopper vermittelt sowie relevante E-Commerce Trends in Deutschland vorgestellt. Abschließend habe ich mir (natürlich) nicht nehmen lassen, freundlich aber bestimmt in der Sache die Einhaltung europäischer Vorgaben bei Einfuhren aus China in die EU „anzumahnen“. 

Im Anschluss an meinen Vortrag wurde ich von verschiedenen chinesischen Rundfunkanstalten interviewt. Und dann hatte Zeit und Gelegenheit, mir die folgenden Keynotes anzuhören. Und eines ist dabei sehr deutlich geworden: China ist extrem aktiv im E-Commerce und arbeitet dabei mit sehr modernen Mitteln und Methoden. China ist umfassend digitalisiert und uns in vielen diesbezüglichen Punkten weit voraus. Als ein wesentlicher Aspekt ist hier bspw. die starke Marktdurchdringung von Mobile Payment zu nennen. Sechs von zehn chinesischen Verbrauchern zahlen mittlerweile mobil – in Restaurants, in Einkaufszentren, online und in mobilen Apps. Darüber hinaus wollen chinesische Onlinehändler expandieren und ihre Produkte weltweit verkaufen. (Einige der o.g. Punkte hatte ich in meinem Artikel "E-Commerce in China - schnell und einfach?" schon mal etwas näher beleuchtet.)

Umgekehrt haben aber auch viele andere Staaten – u.a. Russland, Spanien, Mexico, Malaysia und Australien – sehr großes Interesse daran, im chinesischen Onlinehandel Fuß zu fassen. Und das ist nur nachvollziehbar: Denn Chinas E-Commerce-Markt ist der größte der Welt. Dabei sind erst knapp über 50 Prozent aller Chinesen (ca. 585 Mio) mit dem Internet vernetzt. Die E-Commerce-Agentur eShop World prognostiziert bis 2021 etwa 844 Mio. chinesische Online-Shopper. Insofern bedeutet in China selbst ein geringer Marktanteil einen relevanten Umsatz für ausländische Einzel- bzw. Onlinehändler. 

Laut eines McKinsey Reports von 2016 hat China mit mehr als 225 Millionen Menschen zudem die größte Mittelschicht der Welt. Und diese verfügt über ein wachsendes verfügbares Einkommen und interessiert sich darüber hinaus verstärkt für internationale Premium-Produkte. Und dies birgt großes Potential für Einzelhändler und Marken aus dem Ausland. 

Gegen Ende der Konferenz wurde ich eingeladen, die offizielle Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Committee of E-Comerce on China Association of Trade in Services und einem anderen Chinesischen Verband zu bezeugen. 

Voll mit vielen neuen Informationen zum E-Commerce in und mit China sowie einer Vielzahl an Eindrücken bin ich an diesem Abend ein letztes Mal durch Weifang spaziert, um das Gehörte und Gesehene noch einmal Revue passieren zu lassen. 

Am nächsten Morgen (24.09.17) ging es bereits um 4.00 Uhr los zum Flughafen Qingdao und von dort dann wieder zurück nach Deutschland. 

Meine kurze Reise nach China war sehr intensiv und informativ. Ich habe viel gesehen und gelernt. China ist viel moderner, als man zunächst vermuten mag. Und ohne mobile läuft in China eigentlich gar nichts. 

Es ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass China auch in Zukunft eine zentrale Rolle im globalen E-Commerce einnehmen wird.

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Jahresbericht 2017


                                 

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