17.02.2017
10:08

Die Krux mit professionellen Produktfotos: Was tun, wenn es keine schönen Bilder gibt?

von Christian Milster, 17.2.2017

Professionelle Produktfotos bestechen durch Klarheit und setzen das jeweilige Produkt überzeugend in Szene. Optimalerweise transportieren sie Informationen zum Design, zur Verarbeitung, Beschaffenheit, zu Materialen sowie zur Funktion. Die zentralen Aufgaben von Produktfotos bestehen darin, sowohl sachlich zu informieren, als auch Begehrlichkeiten zu wecken – evtl. sogar emotionale Bindungen zu schaffen und somit vom Kauf überzeugen.

Onlinehändler sind sehr stark auf professionelle Produktabbildungen von den verschiedenen Herstellern angewiesen. Doch das zur Verfügung gestellte Bildmaterial ist jedoch nur dann hilfreich, sofern dieses die o.g. Ansprüche erfüllt. Häufig ist dies leider nicht der Fall. 

Nicht zuletzt aus diesem Grund erarbeiten Branchenexperten wie GS1 mit Sitz in Köln schon seit Längerem die Etablierung einheitlicher Standards – nicht nur hinsichtlich der Produktdaten, sondern auch bzgl. der Produktfotos.

Doch dies gestaltet sich in der Praxis schwierig, denn Bild ist nicht gleich Bild...

Worauf kommt es bei professionellen Produktfotos im Onlinehandel eigentlich an?

Mittlerweile haben sich einige grundsätzliche Standards etabliert, die insbesondere durch die Vorgaben von Online-Marktplätzen geprägt sind: Das jeweilige Produkt sollte zumindest vor einem homogen hellen Hintergrund abgebildet sein. Darüber hinaus sollte es den größten Teil des Bildes einnehmen und möglichst keine störenden bzw. ablenkende Elemente enthalten. Es ist inzwischen gängiger Standard, mindestens drei Produktbilder aus unterschiedlichen Perspektiven zu zeigen. Aktuell geht der Trend sogar hin zu fünf und mehr Abbildungen.

Grundsätzlich kann man zwei Arten von Produktabbildungen unterscheiden, die für den Onlinehandel relevant sind:

 

1. Produkt-Freisteller: 

Der wesentliche Mehrwert von Produkt-Freistellern liegt in ihrem Informationsgehalt. Bei Artikeln mit komplexer Beschaffenheit können interaktive 360°-Aufnahmen zusätzliche Detailinformationen liefern.

 

2. Werbemotive: 

Hierbei geht es hauptsächlich um die werbliche Inszenierung der darzustellenden Produkte. Angefangen mit Motiven, bei denen das jeweilige Produkt "lediglich" vor einen ambienten Hintergrund gesetzt wird, bis zu Bildern, auf denen Models die Produkte tragen oder nutzen - also inszenieren. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Für Onlinehändler ist es jedoch oft sehr schwer, ihre Produkte neben Informationen mit visuell ansprechenden Produktabbildungen zu versehen. Dies begründet sich vornehmlich in den folgenden drei Herausforderungen:

1. Fehlendes Bildmaterial

In der täglichen Praxis ist es sehr häufig so, dass für viele Produkte zwar die eigentlichen Produktdaten zur Verfügung stehen, gleichzeitig jedoch keinerlei Bildmaterial existiert. Dies macht eine verkaufsfördernde Produktpräsentation im Onlineshop oder auf Online-Marktplätzen und somit die umfängliche Ausschöpfung des Marktpotenzials der zu verkaufenden Produkten jedoch extrem schwierig bis unmöglich. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Produktabbildungen für den Fashionbereich, Sportartikel oder Lebensmittel handelt.

2. Eingeschränkte Nutzungsrechte

Im Fall dass ein Onlinehändler Glück hat und tatsächlich verwendbares und verkaufsförderndes Bildmaterial in der Produktdatenbank eines Herstellers findet, bedeutet dies jedoch nicht automatisch, dass er auch berechtigt ist, dieses in seinem Onlineshop (resp. auf einem Online-Marktplatz) zu verwenden. Denn sehr oft sind die Nutzungsrechte eines Bildes nicht erschöpfend geklärt. Da es, wie in vielen anderen Bereichen auch, bei Produktfotos eine Vielzahl auf urhebrrechtliche Abmahnungen spezialisierte Anwaltskanzleien gibt, sollten Händler die Nutzungsrechte für zu verwendende Bilder unbedingt im Vorfeld klären (lassen). Andernfalls kann die unberechtigte Verwendung von Produktabbildungen leider schnell sehr teuer werden.

3. Selektiver Vertrieb

Neben den o.g. Herausforderungen des fehlenden Bildmaterials oder der unberechtigten Nutzung ist es leider auch gängige Praxis, dass manche Marken und Hersteller versuchen, den Handel mit ihren Produkten auf bestimmten Plattformen zu unterbinden. Dies tun sie i.d.R. entweder durch die Weitergabe von qualitativ völlig unzureichenden Bilddaten oder, indem sie den Händlern überhaupt keine Abbildungen zur Verfügung stellen. Mal abgesehen von der Tatsache, dass diese Vorgehensweise nur in Ausnahmefällen überhaupt rechtlich zulässig sein kann, besteht dabei insbesondere die Gefahr, dass die betroffenen Händler eilig eigenes Bildmaterial erstellen, das wohl nur in den wenigsten Fällen dem gewünschten Markenauftritt des Herstellers entsprechen dürfte.

Was kann man also als Onlinehändler tun, um dennoch rechtzeitig an hochwertige Produktfotos zu kommen, ohne dabei die Rechte Dritter zu verletzen?

Dank des rasanten Fortschritts in der automatisierten Produktfotografie stellt die Produktion von eigenem hochwertigen Bildmaterial heute nur noch wenige Händler vor eine echte Herausforderung. 

Anbieter wie FAST FORWARD IMAGING (FFWI) aus Berlin kombinieren agile Technologieentwicklungen mit jahrelanger Erfahrung in der Freistellerproduktion für den Onlinehandel und können so klassische Freistellerfotografie sehr schnell, transparent und kosteneffizient anbieten. FAST FORWARD IMAGING nennt diesen Prozess übrigens „FOTOMATION“.

Ein 360° Bilder-Set eines Sportschuhs bestehend aus 36 Einzelaufnahmen:

FFWI bietet seinen Kunden zudem die Möglichkeit, zu erstellende Produktaufnahmen online zu buchen. Dies erfüllt nicht nur die heute so wichtigen Kriterien Einfachheit, Transparenz und Effizienz, sondern senkt gleichzeitig die Produktionskosten schnell auf weniger als einen Euro pro Bild. Die Bilder werden unmittelbar nach dem Shooting über ein Online-Portal zur Verfügung gestellt und können somit sofort verwendet werden, was wiederum die Time-to-Market deutlich verkürzt.

Fotomate (Größe L) von FAST FORWARD IMAGING:

 

Dieser Artikel ist in Kooperation mit Kristin Seyfarth - Head of Sales & Studio bei der FAST FORWARD IMAGING GmbH - entstanden.

Christian MilsterPermalinkTrackback-Link
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  • 1 Kommentar(e)
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Alexander
18.02.2017
11:30
 Uhr
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Guten Tag, ich bin nun auch Kunde von FFWI und bin echt zufrieden. Unsere Conversions haben sich extrem gesteigert.

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