05.06.2017
14:46

Das war die bevh Logistikreise 2017 (Teil 2 von 2)

Ein Reisebericht von Christian Milster

Der vierte Tag unserer Reise hat mit einem wunderschönen Sonnenaufgang begonnen. Aber allzu viel Zeit, diesen in seiner Gänze zu genießen gab es leider nicht. Denn auch dieser Tag war wieder minutiös durchgetaktet. 

Schnell ging's ans Frühstücksbuffet, um wenigstens etwas im Magen zu haben. So langsam waren dem einen oder anderen Teilnehmer das umfassende und straffe Programm und die kurzen Nächte anzusehen – und da nehme ich mich selbst nicht aus. Aber die kürzeste Nacht sollte erst noch kommen... 

Abfahrt war 07.15 Uhr – und zwar auf die Minute. Alle pünktlich da. Perfekt! Unsere nächste Station war das 2014 in Betrieb genommene Full-Service-Logistiklager des Duty-Free-Spezialisten Gebr. Heinemann SE & Co. KG in Erlensee (bei Frankfurt). 

Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben weltweit der modernste Multichannel-Logistiker im Reisesegment. Das mit fortschrittlichster Technik ausgerüstete Logistikzentrum Erlensee hat eine Umschlagsfläche von insgesamt 32.000 qm mit mehr als 45.000 ständig verfügbaren Artikeln. Von hier aus wird permanent an viele der deutschen Einzelhandelsstandorte, die Heinemann Duty-Free Shops sowie an einen Großteil der mehr als 1.000 Distributionskunden in 100 Ländern geliefert. Außerdem beherbergt dieses Logistikzentrum Europas größten Humidor, den wir uns selbstverständlich angesehen haben. Und auch diese Besichtigung war wieder sehr interessant und abwechslungsreich.


Zurück im Bus haben wir unsere Lunchboxen für diesen Tag in Empfang genommen. Denn gestärkt diskutiert, telefoniert, arbeitet, schläft oder gewinnt es sich beim Kartenspielen wesentlich besser. ;O) Und auch an diesem Donnerstag meinte es der Reisegott wieder gut uns. Kein Stau. Keine Panne. Alles gut. 

Pünktlich um 15.00 Uhr haben wir das DHL Innovation Center in Troisdorf erreicht – unsere bereits siebte Station auf dieser Reise. DHL versteht sich als Vordenker in der Logistikbranche und investiert daher strukturiert in die Themen Trendsuche und Lösungsentwicklung. 

Um effiziente Zusammenarbeit zu ermöglichen, bringt DHL Kunden, Forschungs- sowie akademische Institute, Industriepartner und Logistikexperten innerhalb der Geschäftsbereiche zusammen. Das DHL Innovation Center bietet eine zentrale Plattform, in der Kunden und Stakeholder gemeinsam mit DHL Experten an innovationsbezogenen Themen arbeiten können. Im Rahmen unserer geführten Tour haben wir an verschiedenen interaktiven Stationen erfahren, wie sich die Zukunft der Logistik gestaltet und wurden diesbezüglich auf den neuesten Stand gebracht.


Auch diesen, leider schon letzten gemeinsamen Abend wollten wir mit einem wohlschmeckenden Abendessen ausklingen lassen. Gesagt, getan... Gegen 19.30 Uhr sind wir im Restaurant „Limao Brasil“ eingetroffen. Mein persönliches Urteil: Essen: Lecker // Location: Naja... leider ziemlich ungemütlich und etwas zu laut. 

Wie etwas weiter oben schon angedeutet, folgte nun die kürzeste Nacht unserer Reise. Am Freitagmorgen mussten wir bereits um 05.30 Uhr beim Frühstück sein, da es schon um 06.15 Uhr losging. Denn nur so gab es eine realistische Chance, dem morgendlichen Köln-Bonner Berufsverkehr zu entkommen und nicht stundenlang im Stau zu stehen. Und auch das hat wieder absolut perfekt funktioniert. Alle waren pünktlich im Bus und wir damit vor allen anderen auf der Autobahn – naja, fast. 

An dieser Stelle möchte ich mir nicht nehmen lassen, ein riesengroßes Lob an die gesamte Reisegruppe auszusprechen. Insbesondere aufgrund der Tatsache, dass alle immer zum vereinbarten Zeitpunkt dort waren, wo sie sein sollten, sind wir stets vollzählig und pünktlich losgekommen und konnten so unseren doch sehr umfangreichen und ziemlich eng getakteten Termin- und Reiseplan einhalten. Logistiker wissen eben, dass es bestimmter Bedingungen bedarf, um Dinge innerhalb eines festgelegten Zeitraums von A nach B zu transportieren. 

Unsere vorletzte Station war das neue Zentrallager von Gerry Weber im Ravenna Park in Halle/Westfalen, das seit Dezember 2015 in Betrieb ist. 

Mit einer Gesamtfläche von 145.000 qm (111.000 qm Logistikzentrum und 34.000 qm Outlet) und einer Lagerkapazität von bis zu 5,6 Mio. Teilen handelt es sich hier um die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte des international tätigen Mode- und Lifestylekonzerns. Das Logistikzentrum löst sukzessive die dezentral angelegten Logistiklager an den Standorten Ibbenbüren, Osnabrück, Brockhagen und Dortmund auf. Seit Sommer 2016 läuft das Logistikzentrum unter Volllast und kann bis zu 30 Mio. Teile jährlich umschlagen. Die Kapazität kann bei Bedarf bis auf 37 Mio. Teile pro Jahr erhöht werden. Alles sehr beeindruckend! 

Wieder im Bus ging es Richtung Hamburg, zur letzten Station dieser Logistikreise. Bis jetzt hatte alles reibungslos und nahezu perfekt geklappt. Doch dies sollte sich nun ändern. Denn auf der Autobahn nach Hamburg gab es leider einen ziemlich langen Stau. Freitäglicher Feierabendverkehr. Tief durchatmen und entspannt bleiben. OK. 

Trotz eineinhalbstündigen Stehens im Stau sind wir glücklicherweise „nur“ 15 Minuten zu spät bei Hermes in Hamburg angekommen. Doch unsere Gastgeber sind damit völlig entspannt umgegangen und haben sich nicht aus der Ruhe brigen lassen.

Dieser Hermes-Standort beherbergt die größte und technisch innovativste Retourenlogistikanlage von Hermes in Europa. Hier werden v.a. kleinvolumige Artikel wie Schuhe, Kleidung, Camcorder und Schmuck begutachtet, beurteilt und sodann wieder eingelagert. Jährlich können von 1.100 Mitarbeitern bis zu 60 Mio. Artikel abgewickelt werden. 

Gegen 17.15 Uhr war diese sehr informative und erkenntnisreiche Führung bei Hermes zu Ende – und damit leider auch die bevh Logistikreise 2017. 

An fünf erlebnisreichen Tagen haben wir knapp 1.900 Kilometer durch ganz Deutschland zurückgelegt und insgesamt neun spannende Unternehmen besucht. Dabei haben wir viele innovative und wertvolle Insights erhalten, die die Teilnehmer evtl. auch für ihr eigenes Geschäft umsetzen können.

Ein riesengroßes Dankeschön an alle Unternehmen, die uns so herzlich empfangen und sehr tief in die Herzen ihrer Logistik blicken lassen und unsere Reise damit erst möglich gemacht haben. 

Außerdem möchte ich mich noch einmal bei der wirklich tollen Reisegruppe bedanken. Ihr wart stets sehr interessiert, engagiert, lustig, ohne zu Murren immer pünktlich an Ort und Stelle und seid auch in stressigen Situationen stets entspannt geblieben. Danke! 

Ich bzw. wir freuen uns schon auf die nächste Logistikreise mit euch und sind schon sehr gespannt, wo uns diese hinführen wird. 

Hier geht's zum ersten Teil dieses Reiseberichts...

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