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Female Commerce Studie kauFRAUsch 2014 präsentiert hochinteressante Ergebnisse für die Branche der Interaktiven Händler

07022014

Female Commerce Studie kauFRAUsch 2014 präsentiert hochinteressante Ergebnisse für die Branche der Interaktiven Händler

// Tags / Medien und PR / Social Media / Mobile / Statistik / Technik und IT

Ein Beitrag von Sandra Kröger, Geschäftsführerin der Rascasse GmbH

Sie kennen vielleicht das Schaubild, das zeigt, wie unterschiedlich Männer und Frauen einkaufen: Bei Männern führt der Weg geradewegs zum Produkt, Frauen legen dagegen verschlungene – gedankliche – Pfade zurück und geben am Ende mehr aus als geplant. Was sich der stationäre Handel zunutze macht und es schafft, die Käuferin für mehr und teurere Produkte zu begeistern, lassen sich Webshops oft entgehen.

Idee, Ausführung und Auswertung der neuen kauFRAUsch Studie 2014 stammen von der GIM Gesellschaft für innovative Marktforschung mbh und der Rascasse GmbH, welche in Kooperation mit dem Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) das Projekt ermöglicht haben. Befragt wurden insgesamt über 1000 Frauen in Deutschland.

Nach der erfolgreichen Erstversion der Studie werden in der aktuellen Fassung die interessantesten Themen aus dem letzten Jahr verifiziert und um weitere relevante Aspekte ergänzt. Ebenfalls werden Rankings der bekanntesten Online-Shops Deutschlands erstellt. Hier einige Fakten


20% Mehrausgaben bei Frauen online



Die Studie zeigt, dass Männer 2013 online zwar mehr ausgegeben haben als 2012, allerdings fand lediglich eine Verlagerung des Budgets in Richtung Web statt, das Gesamtbudget gleich blieb. Dies macht die weibliche Kundschaft umso attraktiver, denn Frauen machen beim Online-Shopping reales Zusatzbudget locker. Sie haben 2013 20% mehr ausgegeben als im Vorjahr - und alles im Web.

Ich rate Ihnen daher, wenn Sie weitere ungenutzte Budgetpotenziale der Frauen im E-Commerce nutzen wollen, dann empfiehlt es sich,  die weibliche Verweildauer im Webshop zu erhöhen. Frauen brauchen ein gewisses Maß an Informationen, um sich entscheiden zu können. Einem Anbieter, der ihnen hilfreiche, entscheidungsfördernde Mehrwerte liefert, vertrauen Frauen. Und das erhöht am Ende die Kaufwahrscheinlichkeit. Der schnelle Weg zum Check-out muss trotzdem erhalten bleiben: 46 Prozent finden eine Vorsortierung wichtig, 47 Prozent Ausschluss-Filter und 38 Prozent Personalisierung.



Frauen ziehen Hilfe zurate

Ob Freunde, Partner oder Erfahrungsberichte anderer Shopperinnen, sie alle helfen, die weibliche Kaufentscheidung zu forcieren. KauFRAUsch zeigt, dass Videos, Social Media-Portale und User generated Content in Form von Fotos, Videos, Blogs oder Kommentaren entscheidende Treiber im modernen Female Commerce sind. Entsprechende Kanäle, Schnittstellen oder Features sollten nicht nur vorhanden sein, sondern Shops und Marken sollten deren Mehrwert schätzen und Bedenken hinsichtlich Markenführung oder Corporate Design dagegen abwägen.


Service? Ja gern, aber bitte kostenlos



Amazon und Zalando haben die Kundenerwartungen an Service und Fulfillment in die Höhe geschraubt. Dies ist für den Wettbewerb umso bedenklicher, weil die Preisbereitschaft für höhere Qualität und mehr Service stark gesunken ist: bei Frauen von 50 auf 34 Prozent, bei Männern von 51 auf 40 Prozent. Kosten für derlei Services sind also nur noch schwerlich auf die Kunden abzuwälzen.


YouTube ist DER Social Media Star 


Shoppingerfahrungen werden zunehmend auf YouTube geteilt. Bewegte Bilder zeigen die Produkte im Detail, getragen bzw. in der Benutzung, echte Kundinnen schildern in eigenen Worten ihre Erfahrungen. So überrascht es nicht, dass über 80 Prozent der Frauen YouTube nutzen. Facebook fällt dagegen mit 67 Prozent weiter zurück.

Fast schon Routine: Preischeck bei Amazon



Mehr als 50 Prozent der Befragten sagen, dass sie vor einer Bestellung bei Amazon prüfen, ob sie das Produkt dort kaufen und vielleicht Geld sparen könnten. Wettbewerbsseiten oder Preisvergleichsseiten werden dagegen immer seltener genutzt.

Im Dialog und in der Art der Präsentation liegen dann womöglich auch die Chancen, um gegen Amazon & Co zu punkten. Wenn es darum geht, die weiblichen Kunden zu begeistern, liegt der Online-Riese im Gesamt-Ranking nämlich deutlich im hinteren Feld, der in der Studie bewerteten Onlineshops. Die Top 5 hier sind QVC, Douglas, Apple und Esprit und Heine.

Weitere Informationen zu der Studie finden Sie unter:

www.kaufrausch-studie.de

 

1

Bravo

Torsten, 11.02.2014

Wir können diesen Artikel nur voll bestätigen...

Frauen rocken einfach das Online Shopping. Übrigens bei uns vor allem die Haushaltsvortstände also Frauen mit Kindern, die für sich, für die Kinder, den Mann und alle Geschenke für die Familie, Freunde und Verwandte einkaufen.

Insights zu diesen Frauen gibt es auch in unserem Roadmovie.
http://www.youtube.com/watch?v=B3l6S4hDWQY

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