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Viele Kaufabbrüche im Checkout-Prozess

06102016

Viele Kaufabbrüche im Checkout-Prozess

// Tags / Technik und IT

Ein Gastbeitrag vom Akanoo Data Science Team

In der Artikelserie “Anatomie des Onlineshoppers” beleuchten wir Fragen zum Verhalten von Onlineshoppern. Im ersten Teil wurde die Kaufwahrscheinlichkeit auf unterschiedlichen Gerätetypen betrachtet, im zweiten Teil die Konversionsrate in Abhängigkeit der Einstiegsseite analysiert und im dritten Teil der Einfluss der Produktsuche auf Kaufabschlüsse erläutert. Dieses Mal schauen wir uns den Checkout-Prozess an.

Weitere Beispiele für Benchmarks die Aussagen über die Leistungsfähigkeit des eigenen Shops zulassen, geben wir außerdem in unserem Webinar. Hier können Sie sich anmelden.

Der Checkout-Prozess bietet für Onlineshops enormes Optimierungspotenzial. Den Weg vom Eingang bis zur Kasse finden im Onlinehandel im Schnitt nur 5,7% der Besucher. Und selbst dann ist der Abschluss alles andere als sicher. Fast die Hälfte der Nutzer (46,8 %), die überhaupt mit dem Checkout beginnen, brechen ihren Einkauf dort ab. Die Gründe reichen von versteckten Versandkosten über unpassende Zahlungsmethoden bis zu mangelhafter Nutzerfreundlichkeit. Eine strukturierte Analyse der einzelnen Checkout-Schritte ist notwendig, um die konkreten Punkte zu identifizieren.

Eine branchenübergreifende Auswertung von Onlineshops zeigt, dass die häuftigste Ausstiegsseite im Checkout-Prozess der Warenkorb ist. Rund 36,3% der Onlineshopper brechen dort unmittelbar ihren Einkauf ab. Selbst wenn dieser Schritt überstanden ist, folgen immer noch Abbrüche bei der Adress-Eingabe, der Auswahl von Versand- oder Bezahl-Optionen oder der Bestätigungsseite.

Ein Benchmark mit dem Durchschnittsshop hilft Verbesserungspotenzial zu identifizieren. Im ersten Shop sticht eine höhere Abbruchsquote in der Bestellübersicht im Warenkorb hervor. Diese Quote wird dadurch verbessert, dass im Warenkorb die Produktkurzbeschreibung angepasst wird, ein gut erkennbares Bild hinzugefügt wird sowie per Mausklick vom Warenkorb auf die Produktseite gewechselt werden kann.

Onlineshop 2 hat gegenüber dem Benchmark eine 50% höhere Abbruchwahrscheinlichkeit im Schritt Versand und Bezahlung. Der Warenkorb sowie die letzte Seite vor der Bestellbestätigung müssen übersichtlich und vollständig die wesentlichen Punkte der Bestellung zeigen. Wenn für Versand und Bezahlung Kosten entstehen müssen diese bereits im Warenkorb dargestellt sein.

“Wie komme ich an einen Coupon-Code?”, ist wohl der innere Dialog eines jeden Besuchers, wenn er ein Gutscheineingabefeld entdeckt. Unmittelbar verlässt der Besucher den Shop und durchsucht das Netz nach Coupon-Codes. Findet der Besucher keinen Gutschein ist das ein Grund, den Warenkorb stehen zu lassen. Der direkte Hinweis beim Eingabefeld, wie man einen Gutschein erhält, verhindert solche Abbrüche.

Der Benchmark des eigenen Shops zum Durchschnittsshop zeigt relevantes Optimierungspotenzial auf. Durch eine detaillierte Analyse der einzelnen Schritte können aus diesem Vergleich wertvolle Erkenntnisse für Onlineshopbetreiber abgeleitet werden.

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