bevh-Corona-Barometer

Die Lage des E-Commerce in Zahlen

Kalenderwoche 18/2020

Mit der Kalenderwoche 18 schließen wir die wöchentliche Abfrage der Entwicklung von Bestellungen und aufgelaufenem Umsatz ab. Wir haben seit Beginn des Monitorings mit KW 13 eine Rückkehr der Bestellzahlen und sogar Kompensationseffekte anfänglicher Umsatzrückgänge dokumentieren können. Wie deutlich sich die Situation für die Onlinehändler geändert hat, zeigt die nahezu perfekte Kreuzung der Trendlinien im letzten Chart (Anteil der Händler mit Planunter- vs. Planüberschreitung seit KW 13).

In Kalenderwoche 18 ist deutlich erkennbar, dass die Mehrzahl der befragten Händler überplanmäßige Umsätze erreicht hat. Dabei ist nicht zu erkennen, dass die Öffnung der Geschäfte in den letzten 14 Tagen eine Bremse bei den Onlinebestellungen nach sich gezogen hätte. Lediglich Bestellungen von Gütern des täglichen Bedarfs, die anfangs stark angestiegen waren, gehen inzwischen kontinuierlich gegenüber den Vorwochen zurück - dies ein Zeichen von Normalisierung im Konsum.

Dennoch besteht weiterhin eine große Lücke zwischen denjenigen, die Umsatz verloren haben, und denen, die Umsatz hinzugewonnen haben. Darin zeigt sich - z.T. auch innerhalb der gleichen Sortimente -, dass die Konsumenten noch atypisch agieren. Dies ist jedoch nach unserer Erkenntnis vor allem auf die Corona-bedingten Einschränkungen allgemein zurückzuführen. So können Anbieter von Gastronomie-Einrichtung, Reiseliteratur oder Beachwear derzeit keine Erholung im Absatz erkennen. Dies erklärt die z.T. deutlich voneinander abweichenden Lageschilderungen innerhalb des gleichen Sortiments (z.B. Betriebseinrichtung oder "Spielwaren/Freizeit".

Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern, die regelmäßig ihre aktuellen Bewertungen von Umsatzentwicklung, Bestelleingang, Nachschubsituation, Lieferzeiten und Krankenstand eingemeldet haben!

Sie können die Grafiken des aktuellen Corona-Barometers KW18/2020 hier als PDF herunterladen.

Kalenderwoche 17/2020

Die zu Monatsbeginn spürbare Verbesserung der Nachfrage und dem folgend auch der Planabweichung seit März hat sich über Ostern verstetigt. So spricht für die vergangene Kalenderwoche in der aktuellen Befragung nur noch jeder vierte Teilnehmer von einem Rückgang der Bestellmengen. Und auch bei den Planabweichungen hat in diesem Betrachtungszeitraum erstmals die Gruppe derer, deren Plan nicht mehr unterschritten wurde, eine leichte Mehrheit.

Gleichwohl berichtet noch immer fast jeder Zweite Befragte davon, dass der Umsatz - zum Teil substantiell - unter dem Plan liegt. Und das seit Anfang März, was eine enorme Hypothek für den Rest des Geschäftsjahres bedeutet. Das aufgelaufene Minus gegenüber dem Plan liegt inzwischen bei Händlern dieser Gruppe bei mehr als 37 %. Dem stehen knapp 30 % Planüberschreitung bei denjenigen, die seit März von einer deutlich höheren Nachfrage profitieren.

Besonders wichtig ist das Signal, das von den Anbietern von Bekleidung ausgeht. Diese hatten am Beginn der Krise massiv Umsatz gegenüber dem Plan verloren. Diese Lücke konnten sie inzwischen mehr und mehr schließen. Dass aufgelaufen ein Plus von mehr als 2 % in dieser Kalenderwoche verzeichnet wird, darf aber nicht als allgemeingültig für den Fashion-Onlinehandel gewertet werden. Dafür ist das Sample zu klein. Aber der über Wochen anhaltende positive Trend spricht dafür, dass das wichtige Frequenzsortiment wieder in Schwung gekommen ist.

Auffällig ist, dass weiterhin mehr al 80 Prozent der Befragten über zum Teil drastisch verlängerte Lieferfristen berichten. Die mittlere Verzögerung liegt inzwischen bei 5 Tagen über Regellaufzeit. Kundinnen warten daher im Schnitt inzwischen mehr als eine Woche auf ihre Lieferungen.

Kalenderwoche 15/2020

In der Kalenderwoche 15/2020 hat sich der Trend zunehmender Bestelleingänge fortgesetzt - zwar nicht in der gleichen Dynamik wie in der Vorwoche, jedoch mit einem Effekt insbesondere bei den Händlern, die geringere Bestellvolumina verzeichneten. Ihre Zahl reduzierte sich zum einen leicht von knapp 30 % auf 27 %. Zum anderen verringerte sich der Rückgang. Dies werten wir als Zeichen einer weiteren Erholung bzw. Normalisierung - die Konsumenten haben sich mit der Situation des Shutdown arrangiert.

Eine weitere Veränderung belegt dies im Hinblick auf die Abweichung des aufgelaufenden Umsatzes seit 1. März 2020: Der in den vergangenen Wochen besonders drastisch von Kaufzurückhaltung betroffene Bekleidungssektor konnte seine Umsatzverluste deutlich reduzieren.

Ein Hinweis: Da in dieser Woche nur eine geringe Zahl von Möbel-Händlern zahlen eingemeldet hat, weisen wir diese Kategorie in der KW 15 nicht aus.

Sie können die Grafiken hier als PDF herunterladen.

Kalenderwoche 14/2020

Die Kalenderwoche 14 zeigt eine deutliche Erholung bei den Bestelleingängen. Dies betrifft insbesondere das Segment „Bekleidung“, das im gesamten März massive Nachfragerückgänge zu verzeichnen hatte. 

Die seit 1. März aufgelaufenen Abweichungen des Umsatzes vom Plan sind dadurch allerdings noch nicht deutlich verbessert. Zwar hat sich die Zahl der befragten Händler, die von einem geringeren Bestelleingang berichten, von 59 % in der Vorwoche auf nun nur noch knapp 30 % halbiert. Allerdings spricht immer noch jeder zweite Händler von einem Umsatz, der seit Anfang März unter Plan liegt. Das liegt nur 8 Prozentpunkte unter dem Wert der Vorwoche.

Aufgrund der starken Ausschläge einzelner Studienteilnehmer, die in Bestelleingang oder Umsatz z.T. mehr als 100 % über der Vorwoche oder dem Plan liegen, anderseits solchen, die bis zu 90 % Nachfrage verloren haben, ergänzen wir im Barometer den statistischen MEDIAN-Wert. Dieser gleicht solche Spitzen aus und gibt in diesem Fall einen faireren Vergleichwert für den E-Commerce.

Neu haben wir die zu erwartenden Überhänge ausgewertet. Hier sieht man, dass nur knapp jeder dritte befragte Händler bisher von Überhängen ausgeht. Insbesondere Bekleidung ist aber betroffen, wo gut jeder Zweite entsprechende Probleme erkennt und dies bei etwa der Hälfte des Sortiments. In anderen Kategorien gibt es zwar Restanten, die sich jedoch meist nur auf einen kleineren Teil der Warengruppen beziehen

ÜBERHÄNGEAnteil betroffener HändlerAnteil betroffenes Sortiment
alle Befragten30 %29,6 %
Bekleidung54 %47,5 %
Möbel/Einrichtung60 %11,7 %
Spielwaren/Freizeit50 %28,3 %
Täglicher Bedarf11 %10 %

Sie können das bevh-Corona-Barometer KW14 hier herunterladen.

Kalenderwoche 13/2020

Hier können Sie die Charts als PDF herunterladen.

Corona-Barometer_KW13

Kalenderwoche 11/2020

Hier können Sie die Charts als PDF herunterladen

Corona-Barometer_KW11

Ihr Ansprechpartner

Bild von bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer

Christoph Wenk-Fischer

Hauptgeschäftsführer