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Digital denken lernen – digital denken lehren

geschrieben von Martin Groß-Albenhausen am 11.09.2018

Für die Berufsschulen stellt der neue Ausbildungsberuf eine Herausforderung dar, die aus Sicht der Betriebe zunächst kaum deutlich wird. Weil E-Commerce Branchengrenzen überschreitet, müssen die Lehrer von der spezifischen Ausprägung des E-Commerce etwa in Multichannel-Betrieben abstrahieren – in der Chemie-Industrie oder in der Gaming-Branche, bei Versicherungen oder bei Reiseveranstaltern sind viele elementare Bestandteile von E-Commerce anders organisiert. Eine „Online Travel Agency“ kann keine Preise gestalten, und ein B2B-Großhändler für Elektrikerbedarf kuratiert keine Sortimente. Für den Modeanbieter ist genau das essentiell.

Am 6. und 7. September hat der bevh deshalb eine Fortbildungsveranstaltung für Berufsschullehrer organisiert und gemeinsam mit dem Bundesverband Groß- und Außenhandel BGA, dem Handelsverband Deutschland HDE und dem Deutschen Reiseverband DRV veranstaltet. Mit rd. 150 teilnehmenden Berufsschullehrern war die Veranstaltung quasi dreimal überbucht: ein Beleg für den großen Bedarf nach Klarheit über den richtigen Kurs und die Inhalte des schulischen Teils der dualen Ausbildung von Kaufleuten im E-Commerce.

Ganz praktisch haben dabei bevh-Mitglieder wie BAUR und seine Tochtergesellschaft empiriecom Themen wie Shopmanagement und KPI-basierte Steuerung, unsere Preferred Business Partner Omikron und dotSource Produktdaten-Optimierung und den Weg zu Usability für bessere Conversions detailliert dargestellt. Ein Beispiel aus dem Großhandel steuerte die Gautzsch-Gruppe bei, und Michael Masuch, bei Robinson und TUI Magic Tours für Digital Commerce verantwortlich, erläuterte die hohe Relevanz von Performance Marketing im Reisevertrieb. Die Systeme dahinter erklärte Stefan Schneider von travel-IT den Teilnehmern.

An den Beginn hatten wir – nach einem Überblick über den Status Quo des E-Commerce in den verschiedenen Branchen – in Kooperation mit Google einen Impulsvortrag von Christian Spancken (https://www.christian-spancken.de; aktuelles Buch: „Digital Denken statt Umsatz verschenken“) gestellt. Er bereitete den Boden, um alle praktischen Ausführungen der beiden Fortbildungstage zu verklammern.

„Digital denken“ ist – mehr noch als die schon anspruchsvolle Entwicklung von Lernsituationen – die eigentliche Herausforderung für die Lehrer. E-Commerce ist eben nicht Einzel- oder Großhandel, nur eben im Internet. Die Autoren der ersten Lehrwerke zum neuen Beruf haben sich aber stark auf die klassischen Handelsformen gestützt, so dass zuweilen Irritation aufkam: wie stark müssen E-Commerce-Kaufleute das klassische Buchen lernen? Beschäftigen sie sich noch mit den traditionellen Ansätzen von Kern- und Randsortiment? Wie sieht die Kosten-Leistungs-Rechnung aus?

Es geht um nicht weniger als die Frage, wie die Berufsschulen einer so heterogenen Schülerschaft den „common core“ des E-Commerce in Theorie und Praxis vermitteln können. Denn sie haben auch die Aufgabe, einen belastbaren Wissensstandard zu vermitteln, der dann auch geprüft werden kann. Sie gleichen die Niveau-Unterschiede der Betriebe aus, so dass am Ende ein Unternehmen weiß, was es von einem E-Commerce-Kaufmann erwarten kann.

Und das ist eben: ein Geschäftsmodell von einem digitalen Standpunkt aus „denken“ und die Umsetzung organisieren. Ohne Unterstellung eines bestimmten Online-Vertriebskanals, mehrkanaliger Kundenansprache oder einer vorgegebenen Logistikstruktur.

Die Fortbildung brachte zum Ausdruck, dass Azubis in diesem Beruf nicht lernen „was ist“, sondern lernen „was geht“. Und dass darum die Berufsschulen durch die Breite der dort zusammengesetzten Branchen die größte Chance für den E-Commerce darstellen. Aus diesem Grund auch haben wir uns als Vertreter der Betriebe gegen die sog. „gemeinsame Beschulung“ innerhalb einer Branche und für echte gemischte Fachklassen ausgesprochen. Die Azubis werden mindestens so viel voneinander lernen, wie sie von den Berufsschullehrern vermittelt bekommen.

Die mir vorliegenden Lernsituationen und pädagogischen Umsetzungen stimmen mich dabei optimistisch. Viele Berufsschulen geben den Schülern Raum, sich mit ihrem betrieblichen Vorwissen aktiv in bestimmten „Rollen“ einzubringen. Dadurch wird jede Art von Festlegung auf einen vermeintlichen „normalen“ E-Commerce vermieden.

So lernen Schüler und Lehrer miteinander, digital zu denken.

Erfolg basiert auf Kundenverständnis

Gastbeitrag von: Oliver Peters, Country Manager DACH bei Lengow

Zunehmend vernetzt, nomadisch und volatil, zwingen Verbraucher Online-Händler dazu, ihre Strategien ständig zu überdenken. Um ein reibungsloses, schnelles und einzigartiges Einkaufserlebnis für Verbraucher zu schaffen, ist es wichtig, seine Kunden zu kennen, damit ihnen zum richtigen Zeitpunkt das beste Angebot gemacht werden kann. Was sind die Erwartungen und Bedürfnisse der Kunden? Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um sie perfekt anzusprechen? Wie ist es möglich, einen Erfolg oder Misserfolg zu seinen Gunsten zu nutzen? Es gibt zahlreiche Schritte zu berücksichtigen, um das Tandem Händler-Kunde zu einem Erfolg zu machen. 

1/ Kaufmöglichkeiten für die Kunden erhöhen

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ist mittlerweile über Desktop, Smartphone oder Tablet mit dem Internet verbunden, so der aktuelle Internet Trends-Bericht der US-Analystin Mary Meeker. Der Zugang zum Internet breitet sich unaufhaltbar aus und immer mehr Nutzer werden zu E-Shoppern auf der Suche nach Schnäppchen, exklusiven Neuheiten und einer größeren Auswahl an Produkten.

Verbraucher haben viele Facetten, die es zu entdecken gilt, bevor man ihnen ein Produkt bzw. eine Dienstleistung anbietet. Hier ein paar verschiedene Shopping-Typen: Da wären der sparsame Shopper (Schnäppchenjäger), der vergleichende Shopper (vergleicht Preise und Produkte), der faule Shopper (bricht Kauf durch zu lange Anmeldeprozesse ab) oder auch der opportunistische Shopper (wartet auf Ausverkaufsperioden). Die Vielfalt des menschlichen Charakters scheint sich auch in den verschiedenen Shopper-Typen zu spiegeln. Jeder Typus sollte richtig angesprochen werden und es muss darauf geachtet werden, wo jeder am liebsten „shoppt“.

Hinzu kommt, dass die Kaufgewohnheiten vielfältig und komplex geworden sind. Als Omnikanal-Enthusiasten wollen Kunden Einkäufe tätigen, wo und wann sie wollen, und jonglieren geschickt zwischen Desktop-PC und Smartphone bzw. zwischen Online und Offline.

Angesichts dieser Nachfrage sind sowohl Online- als auch Offline-Geschäfte wieder in vollem Gange, wie die zunehmende Zahl von Allianzen zwischen Einzelhandel- und E-Commerce-Unternehmen zeigt: Walmart und Microsoft, Carrefour und Tencent oder Auchan und Alibaba. Ziel dieser Kooperationen ist es, allen Marktteilnehmern ein einheitliches, innovatives und punktgenaues Einkaufserlebnis zu bieten und gleichzeitig die eigene Attraktivität zu steigern.

Diese neue Schlagkraft muss auch für den grenzüberschreitenden E-Commerce eingesetzt werden, da E-Shopper nun vermehrt auch Cross-Border Produkte kaufen. So erwerben beispielsweise 70 Prozent der europäischen E-Kunden im Ausland Produkte. Geographische Barrieren verschwinden damit endgültig zugunsten des globalisierten Handels.

2/ Mit dem Kunden zur richtigen Zeit am richtigen Ort interagieren 

Auch wenn China und Indien die meisten Internetnutzer haben sind es die USA und China, die mit Akteuren wie Amazon und Alibaba den internationalen E-Commerce-Markt dominieren. Beide Firmen, die respektiv zu den GAFAM (Google, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft) bzw. BATX (Baidu, Alibaba, Tencent und Xiaomi) gehören, führen einen unerbittlichen Kampf. Die zwei Giganten, die zusammen einen Umsatz von 60 Milliarden Euro im ersten Quartal 2018 erwirtschafteten, erweitern Tag für Tag ihr Handelsgebiet, um ihren Marktanteil zu erhöhen und ihre Dominanz auf dem internationalen Markt zu festigen.

Um den E-Commerce von morgen zu erfinden, bringen große sowie kleine Unternehmen disruptive Innovationen auf den Markt und stärken ihr Ökosystem durch Investitionen in F&E oder durch Kooperationen, wie oben bereits erwähnt. Von der künstlichen Intelligenz bis zum Phygital stellen sie sich neuen Herausforderungen, um ihre Präsenz bei den Verbrauchern zu stärken, um diese zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu erreichen, unabhängig von Land und Kontaktpunkt.

Im Jahr 2018 wird der Markt für künstliche Intelligenz 7,35 Mrd. US-Dollar schwer sein. Er wird viele Sektoren, einschließlich des Handels, verändern. Visuell nach einem Produkt suchen, einen Bot fragen, Einkäufe über einen Sprachassistenten bestellen, ein Angebot erhalten, das auf einem persönlichen „Einkaufspfad“ basiert etc. – all das wird möglich. Künstliche Intelligenz gepaart mit Datenverwertung ist in Zeiten der Hyperpersonalisierung unabdingbar, um den Kunden perfekt anzusprechen. Dabei muss natürlich immer der rechtliche Rahmen der Benutzung personenbezogener Daten beachtet werden. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die am 25. Mai in Kraft getreten ist, hat zu dem Thema viel beigetragen.      

Neben einem personalisierten Einkaufserlebnis wünschen sich die Verbraucher von morgen vor allem auch Einfachheit. Die Eröffnungen von Hema Fresh in China oder von Amazon Go in den USA zeugen von einer ganz realen (R)Evolution, bei der sich die virtuelle und die reale Sphäre zugunsten einer vereinfachten Beziehung vereinen, in der das Mobile im Mittelpunkt steht.
 

3/ Innovationen, um den Kunden zufriedenzustellen

Projekte und Ideen, um die Kundenzufriedenheit zu steigern, bringen dem Sektor echte Fortschritte. Um mit den sich ändernden Kaufgewohnheiten der Verbraucher und dem zunehmenden und nun globalen Wettbewerb Schritt halten zu können, müssen sich die Marktteilnehmer ständig erneuern. Der Schlüssel zum Erfolg besteht darin, den Kunden und dessen Einkaufserlebnis in den Mittelpunkt der Strategie zu stellen.

Um die „Customer Journey“ und Innovationen in dem Bereich zu diskutieren, haben wir den diesjährigen Lengow Day, eines der größten E-Commerce-Events in Europa, genau diesem Thema gewidmet. Sie sind herzlich dazu eingeladen, am 27. September 2018 beim Lengow Day in Paris im Pavillon Gabriel teilzunehmen. Lengow möchte Händler dabei unterstützen, ihr (Online-)Geschäft weiter auszubauen und ihnen dazu verhelfen, Hauptakteure in der internationalen E-Commerce-Branche zu werden. Die eintägige Veranstaltung mit zahlreichen Konferenzen, Workshops und Networking-Sitzungen liefert dafür den Rahmen. Mit dem Motto „Go Beyond“ widmet sich die sechste Ausgabe des Lengow Day der „Customer Journey“ anhand von drei Themenkomplexen: "Get To Know Your Future Customers", "Think Better, Act Closer" und "Go Beyond Your Achievements".

Eckdaten zum Lengow Day 2018

Termin: Donnerstag, 27. September 2018

Veranstaltungsort: Pavillon Gabriel, 5 avenue Gabriel, 75008 Paris

Format: Keynotes, Round Tables, Workshops und Case Study Präsentationen

Teilnehmer: 400 E-Commerce-Experten und -Entscheider aus ganz Europa

Bewerbung Startups: http://ow.ly/LEYA30l1BWJ

Normale Tickets: http://lengow.com/lengowday/

Über Verbände und Vereine und ein Save-the-Date

mit einem Augenzwinkern geschrieben von Eva Rohde am 20. Februar 2018

Vereine als Zusammenschlüsse von Bürgern um gemeinsame Interessen zu verfolgen, gibt es seit Jahrhunderten. Nach Handwerkszünften und Kaufmannsgilden im Mittelalter, die als Vereine im genannten Sinne angesehen werden können, gründeten sich im deutschsprachigen Raum während des 18. Jahrhunderts erste standesübergreifende Vereine. Den Vätern unseres Grundgesetzes waren Vereine und Gesellschaften so wichtig, dass sie das Recht auf Vereinigungsfreiheit 1949 in Art. 9 GG fest verankerten (damals zugegebenermaßen mit politischem Augenmerk).

Das Grundgesetz hält seitdem seine schützende Hand sowohl über Schrebergarten- und Kaninchenzüchtervereine, als auch über Sportclubs, Berufs- und wirtschaftliche Interessenverbände, wie unseren bevh.

Das Vereinsrecht sieht in § 32 BGB vor, dass die Angelegenheiten des Vereins, soweit sie nicht von dem Vorstand oder einem anderen Vereinsorgan zu besorgen sind, durch die Beschlussfassung in einer Versammlung der Mitglieder geordnet werden. 

Während Tennisvereine oder Angelclubs eine meist jährliche Mitgliederversammlung anberaumen um u.a. über die Unordnung im Vereinsheim zu diskutieren, wird die Arbeit des bevh durch eine professionelle Struktur, aktive Gremienarbeit und hauptamtliche Mitarbeiter mit fester Geschäftsstelle geprägt. Daher sieht die Satzung des bevh vor, dass der Vorsitzende zu solch einer Mitgliederversammlung mindestens alle zwei Jahre einzuladen hat. Da die letzte bevh-Mitgliederversammlung im Frühjahr 2016 stattgefunden hat, ist es dieses Jahr wieder an der Zeit, eine Mitgliederversammlung einzuberufen.

Gemäß § 8 (1) der bevh-Satzung entscheidet die Mitgliederversammlung über alle grundsätzlichen Fragen des Verbandes, wie zum Beispiel über die Wahl und Abberufung der Mitglieder des Vorstands, den allgemeinen Rahmen für die Bemessung der Beiträge und die Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung. Jedes unserer Mitglieder, ob groß oder klein hat dabei das gleiche Stimmrecht. Unsere Mitgliederversammlung ist daher ein ganz wichtiges Instrument für gelebte Demokratie und Meinungsbildung in unserem Verband.

Die Neu- und Wiederwahl von Vorstands- und Präsidiumsmitgliedern, die Überarbeitung unserer Beitragsordnung und weitere Themen stehen auch auf der Agenda für unsere Mitgliederversammlung, die am Dienstag, dem 15. Mai 2018 live in Berlin und wie wir für diejenigen, die leider nicht anreisen können, planen, parallel auch online, stattfindet.

Wir bitten unsere Mitgliedsunternehmen bereits jetzt, sich dieses Datum vorzumerken.

Die Einladung mit der Tagesordnung und weiteren Informationen geht unseren Mitgliedsunternehmen mindestens 4 Wochen vorher per E-Mail zu. Wir wollen rund um den formalen Teil ein schönes Networking-Event, interessante Vorträge, Workshops und Exkursionen veranstalten - und das erstmals zusammen mit unserer Fachgemeinschaft buch.netz.

Seien Sie dabei, entscheiden Sie mit, lassen Sie sich überraschen und feiern Sie mit!

Übrigens: Kandidatinnen und Kandidaten für ein Vorstandsamt müssen der Geschäftsführung nach § 9 Abs. 4 unserer Satzung zwei Monate vor der Wahl benannt werden.

Und weil die Bedeutung von Vereinen zuweilen unterschätzt wird, hier noch einige Daten und Fakten:

  1. Der älteste bekannte Klub wird 1413 erwähnt und war in London für die Gemeinschaftsaufgaben „wohltätiger Zwecke“ ins Leben gerufen worden.
  2. Der älteste noch existierende Turnverein Deutschlands ist der Turn- und Sportverein TSV 1814 Friedland.
  3. Der mitgliederstärkste Verein der Welt ist der FC Bayern München. Mitgliederzahl: 290.000.
  4. In Deutschland gibt es rund 554.000 Vereine, wovon ca. 91.080 Sportvereine und ca. 5.000 Interessenverbände sind.
  5. Verbände und Vereine unterscheiden sich in der Regel dadurch, dass die Mitglieder bei Verbänden in der Regel juristische Personen, also  Unternehmen, sind, wohingegen bei Vereinen natürliche Personen als Mitglieder gemeldet sind.
  6. Laut dem US-Wirtschaftsmagazin Forbes war 2017 der wertvollste Klub der Welt der US-Footballclub „Dallas Cowboys“. Wert: 3,70 Mrd. EUR

Sicherheit und Produktschutz, innovatives Design und Nachhaltigkeit - das war der 1. bevh-Verpackungstag

von Christian Milster, 26.10.17

Die optimale Versandverpackung muss aus Händler- und Kundensicht drei zentrale Kriterien erfüllen: 1. Sicherheit/Produktschutz, 2. Marketing und 3. Nachhaltigkeit. Genau diesen drei Aspekten hat sich der 1. bevh-Verpackungstag am 17.10.17 in Wernigerode, den der bevh in Kooperation mit THIMM Verpackung veranstaltet hat, gewidmet. Über 70 interessierte Online-Händler, Logistikdienstleister und Verpackungshersteller hörten spannende Vorträge und diskutierten offen und intensiv zum Thema „Verpackung im Online- und Versandhandel“.

Eröffnet wurde der 1. bevh Verpackungstag von Christoph Wenk-Fischer (Hauptgeschäftsführer des bevh) und mir. Wir beide haben die Veranstaltung abwechselnd moderiert und das Publikum durch das Programm und den Tag geführt.

Den Auftakt machte Christoph Wenk-Fischer mit einer Präsentation, in der er u.a. die vorläufigen Ergebnisse einer im Vorfeld der Veranstaltung durchgeführten repräsentativen Verbraucherbefragung zum Thema „Versandverpackung“ präsentierte.

Die zentralen Erkenntnisse aus der Studie:

  • • ¾ der Befragten sind mit der Verpackung zufrieden. 
  • • Produktsicherheit, Retourenfähigkeit sowie eine einfache Entsorgung sind die wichtigsten Anforderungen von Verbrauchern an die Versandverpackung. 
  • • Für ein Mehr an Produktsicherheit & Retourenfähigkeit wären Verbraucher sogar bereit, zu zahlen.
  • • Für Branding und Schönheit hingegen besteht praktisch keine Bereitschaft zu bezahlen.

Die vollständigen Studienergebnisse werden zu einem späteren Zeitpunkt publiziert.

Um 10.15 Uhr übernahm dann die THIMM Group, vertreten durch Michael Weber und Armin Spitzbarth, und zeigte gemeinsam mit dem Schweizer Versender yamo, vertreten durch Tobias Gunzenhauser, auf, wie wichtig die richtige Verpackung für einen erfolgreichen Markteintritt ist.

Danach folgte ein sehr spannender Vortrag von Vicky Giourga von HSE24, in dem sie dem Publikum tiefe Einblicke in ein umfassendes Projekt für „Innovative Verpackungslösungen bei HSE24“ gab. Zudem hat sie versprochen, bei einem eventuellen 2. bevh-Verpackungstag diesbezügliche Zahlen und Fakten zu präsentieren.

In der sich anschließenden Keynote erläuterte Lars Born von DHL die "Besondere(n) Anforderungen an die Verpackung im E-Commerce“ aus Sicht eines Logistikdienstleisters und verdeutlichte diese mit konkreten Beispielen aus dem Lebensmittel-Onlinehandel. 

Danach gab Amelie Leipprand vom Deutschen Institut für Normung (DIN) einen Überblick und nähere Informationen zu der gemeinsam vom bevh und seinem Mitglied All you need fresh initiierten DIN SPEC 91360 „Ein Temperaturkonzept für den Lebensmittel-Onlinehandel“.

Um das etwas statische Konzept von Kongressen „aufzubrechen“, ging es vor der Mittagspause auf eine (kurze) Exkursion nach Ilsenburg. Bei der dort ansässigen Christiansen Print GmbH hatten alle Teilnehmer Gelegenheit, die in Deutschland noch einmalige HP Pagewide T1100S XXL Digitaldruckmaschine etwas näher in Augenschein zu nehmen und im Rahmen einer Live-Vorführung ganz neue und extrem schnelle Möglichkeiten für individualisierte Verpackungen kennenzulernen. 

Frisch gestärkt ging es nach der Mittagspause mit einem Vortrag von Dr.-Ing. Murat Tutus vom Fraunhofer Institute for Applied Polymer Research (IAP) weiter. Herr Tutus hat sehr anschaulich ein “Praxisbeispiel (für) – natürlich konservierende Frischhaltefolie“ – am Beispiel von Käse – dargestellt. 

Im darauffolgenden Vortrag hat Herr Dr.-Ing. Thomas Maier-Eschenlohr von Landpack erörtert, dass „Ökologische Isolierverpackungen“ nicht nur praxisgerecht und sehr effizient sind, sondern auch deutlich weniger umweltbelastend produziert werden können als Herkömmliche. 

In seiner Präsentation „End of trash! – Verpackung und Kunden kehren zurück“ hat Christoph Trowitz die von RePack entwickelte Mehrweg-Verpackungslösung vorgestellt und zeigte, wie man mit einem integrierten Marketingkonzept, bei dem der eigentliche Zweck der Verpackung zum Marketinginstrument wird, Kunden wieder (in seinen Online-Shop) zurückholt. 

Welche Rolle die Verpackung konkret im Spannungsfeld als Beschützer, Markenbotschafter und Prozessoptimierer bei Zalando spielt, erläuterte Uwe Streiber (Zalando) sehr anschaulich und offen im der letzten Vortrag des Tages. 

Den krönenden Abschluss des 1. bevh-Verpackungstages bildete die ca. 40-minütige, von Kim Cheng (Geschäftsführerin des Deutsches Verpackungsinstituts) moderierte Podiumsdiskussion, in der Uwe Streiber, (Zalando), Armin Spitzbarth (THIMM Verpackung), Tobias Gunzenhauser (yamo) und Mario Hüneke (DHL Home Delivery) noch einmal intensiv die optimale Versandverpackung und alle diesbezüglichen Aspekte und Herausforderungen aus den unterschiedlichen Blickwinkeln miteinander diskutierten. 

Inhaltlich fasst Christoph Wenk-Fischer (bevh) den 1. bevh-Verpackungstag wie folgt zusammen: „Das Paket der Zukunft ist ein ansprechender und sehr individueller Markenbotschafter, ganz einfach im Handling sowie der Retourenabwicklung und schützt bei kleinstmöglichen Außenmaßen und Gewicht die Ware perfekt. Gleichzeitig vermeidet es Müll sowie Emmissionen und schont Resourcen.“

Nicht zuletzt, weil während der Vorträge und in den Pausen sehr intensiv miteinander diskutiert wurde, nahezu alle Teilnehmer bis zum Schluss geblieben, es darüber hinaus noch so viel mehr zur optimalen Versandverpackung zu berichten gibt und die Entwicklungen in diesem Bereich natürlich weitergeht, wird es schon bald den 2. bevh-Verpackungstag geben. 

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Jahresbericht 2017


                                 

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