Letzter Teil der bevh-Wahlprogrammanalyse zur Bundestagswahl 2017 Heute: Das Wahlprogramm von CDU und CSU

von Sebastian Schulz, 07.08.2017

Der fünfte und letzte Teil unserer diesjährigen bevh-Wahlprogrammanalyse sollte eine kurze Angelegenheit werden. Schon gemessen am Umfang ist mit 78 Seiten und einer Schriftgröße von 17 Pt. das Regierungsprogramm von CDU und CSU das mit Abstand kürzeste aller analysierten Programme. Und auch inhaltlich gleicht das Programm der Schwesterparteien mehr einer Erfolgsbilanz, denn einem Ausblick auf die Zukunft. Aussagen wie „Heute leben wir im schönsten und besten Deutschland, das wir je hatten.“ (S. 6) mögen dabei aus der Sicht einiger Weniger als überaus zynisch und eitel daherkommen. Die große Masse aber wird dem jedenfalls im Kern wohl zustimmen. Vermutlich auch deshalb, weil die Union erkannt hat, dass gesellschaftlicher Wohlstand kein Selbstläufer ist, sondern „wesentlich vom stetigen und nachhaltigen Wachstum unserer Wirtschaft [abhängt]“ (S. 7). Folgerichtig proklamiert die Union selbstbewusst für sich, „dass wir mehr von Wirtschaft, Wachstum und Arbeitsplätzen verstehen als andere“ (S. 10). So bleibt denn auch, anders als bei den Parteien des linken Spektrums, im Programm der Union das Gängelband für die Wirtschaft in der Schublade.

Für unsere Branche von zentraler Bedeutung sind folgende Aussagen; der Einfachheit halber im O-Ton:

- Im Zeitalter der Digitalisierung werden immer mehr Dienstleistungen über Internet-Plattformen verfügbar sein. Schon heute kaufen Millionen Bürger online: Kleidung, Bücher, Lebensmittel und vieles mehr. Hier können und müssen Europa und Deutschland besser werden als bisher, denn die meisten dieser Plattformen haben ihren Sitz in den USA oder China. Wir wollen dazu beitragen, dass große neue Plattformen, z. B. in den Bereichen vernetzte Mobilität und Gesundheit, in Deutschland neu entstehen und weltweit erfolgreich sein können. Dazu müssen wir ggf. das Kartellrecht anpassen. (S. 53) 

- Eine flächendeckende, schnelle und erschwingliche Zustellung von Briefen und Paketen bleibt ein wichtiges Standortkriterium. Bestehende Regulierungen werden wir deshalb überprüfen und gegebenenfalls anpassen. (S. 54)

- Wir wollen leistungsfähige und sichere digitale Bezahldienste. (S. 54)

- Wir wollen, dass Deutschland Logistikweltmeister bleibt. Wir werden deshalb den Güterverkehr stärken. (S. 20)

- „Superschnelles Internet“ soll bundesweit über Glasfaser und 5G verfügbar sein (S. 29, 51). 

Anstelle eines Digitalministeriums soll im Kanzleramt ein Staatsminister für „Digitalpolitik“ etabliert werden. Durch die Kanzlerin soll ein „Nationaler Digitalrat“ einberufen werden, der einen engen Austausch zwischen Politik und nationalen wie internationalen Experten der Digitalökonomie fördern soll (S. 50, Anm.: @Kanzlerin: Wir bieten gern unsere Unterstützung an!).

Wohltuend kompakt fällt im Programm der Union der Absatz zum Thema Verbraucherschutz aus. Verbraucherrechte sollen in der digitalen Welt durch „neue digitale Instrumente für den Verbraucherschutz“ gestärkt werden. Was auch immer das heißen mag. Ansonsten scheint sich bei der Union herumgesprochen zu haben, dass das Verbraucherschutzniveau hierzulande im weltweiten Vergleich einen absoluten Spitzenplatz einnimmt und verzichtet insoweit darauf, auf die populistischen Forderungen der anderen Parteien einzusteigen. Persönlich gespannt bin ich auf das in Aussicht gestellte Datengesetz, das innerhalb des durch die EU-Datenschutzgrundverordnung eröffneten Rahmens erarbeitet werden soll (S. 52).

- Auch die Ausführungen in Sachen Arbeitspolitik sind von Augenmaß geprägt:

- Wir wollen die Tarifautonomie, die Tarifpartnerschaft und die Tarifbindung stärken. (S. 16)

- Wir wollen gesetzliche Regelungen so ausgestalten, dass zusätzliche Flexibilität, Spielräume und Experimentierräume für Unternehmen entstehen, für die ein Tarifvertrag gilt oder angewendet wird, oder eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat erfolgt. (S. 16)

- Wir werden das Arbeitszeitrecht so modernisieren, dass die Tarifpartner zusätzliche Spielräume zur Flexibilisierung, wie sie die europäische Arbeitszeitrichtlinie eröffnet, im Rahmen von Tarifverträgen nutzen können. Die Gesamt-Wochenarbeitszeit erhöht sich dadurch nicht. (S. 14)

Befristete Arbeitsverhältnisse dürfen unbefristete Arbeitsverhältnisse nicht einfach ersetzen. Deshalb werden wir offenkundige Missbräuche abstellen. (S. 14)

- Und beim Thema Mindestlohn ist der Abbau von Bürokratie gleich zu Beginn der kommenden Wahlperiode erklärtes Ziel. (S. 13)

Lässt man einmal die Selbstbeweihräucherung außen vor, präsentiert sich das Programm der Union alles in allem als optimistisch, wirtschaftsaffin und als mehr progressiv denn konservativ. Umso erstaunlicher ist es, dass das leidige und auch innerhalb der Union nicht unumstrittene Thema des Verbots des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten doch den Weg in das Programm geschafft hat (S. 40). Das Aufrechterhalten dieser Forderung als Handreichung an Ewiggestrige und Besitzstandswahrer ist der einzige echte Fremdkörper im Programm der Union und steht in diametralem Gegensatz sowohl zu der sonst so technologieoffenen Grundhaltung als auch zu den an anderer Stelle im Programm proklamierten Vorzügen der Digitalisierung im Gesundheitssektor (z.B. S. 49, 55). Dem geneigten Leser will sich einfach nicht erschließen, wie das geforderte Verbot mit dem Vorsatz, die Möglichkeiten der Digitalisierung im Gesundheitswesen entschlossen nutzen zu wollen (S. 41), zusammengehen soll. Liebe Union, die Forderung nach einem Rx-Versandverbot ist ein anachronistischer Irrweg, der in seiner Umsetzung zahlreiche Menschen von der Versorgung mit z.T. lebenswichtigen Medikamenten abschneiden wird. Die Substitutionsfunktion des Versandhandels ist gerade im Bereich der medizinischen Versorgung nicht mehr hinwegzudenken. Von den verfassungsrechtlichen Bedenken, die gegen ein sakrosanktes Verbot streiten, einmal ganz abgesehen.

Auch wenn der Schluss versöhnlicher hätte ausfallen können; das war die diesjährige Analyse der Programme zu den Wahlen für den 19. Deutschen Bundestag. Was mir bleibt, ist mich dem Wahlaufruf der Union (S. 76) anzuschließen. Und bitte: Fragen Sie am Wahltag die anwesenden Wahlhelfer nicht, ob Sie Ihren Wahlzettel unterschreiben sollen. Nicht, dass am Ende Ihretwegen die Wahlen wiederholt werden müssen.

bevh-Index für August 2017: Erntemonat August

Laut dem Index des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel ist die Stimmung bei den Versendern für den Monat August deutlich gestiegen – von 0,03 Punkten im Vormonat auf 0,26 Punkte für den August (besser = 1, gleichbleibend = 0, schlechter = -1).

Auch die Dienstleister geben sich optimistisch: Der Dienstleister-Index für den Monat August ist leicht gestiegen von 0,10 Punkten auf aktuelle 0,15 Punkte. Die Dienstleister bewerten den Sommer 2017 damit positiver als den des vergangenen Jahres. 2016 stagnierte der Index im Juni und Juli bei 0,0 Punkten.

Der Verband befragt seine Mitglieder und deren Dienstleister (Preferred Business Partner) regelmäßig nach der Stimmungslage für den Folgemonat.

Online- und Versandhandel im Wahlkampf – Die bevh-Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2017

von Sebastian Schulz, 31.07.2017

Unsere Wahlprogrammanalyse läuft weiterhin auf Hochtouren. Auch gemessen an den für unsere Branche speziell relevanten Themen kann man recht klar die politischen Lager voneinander abgrenzen. Dabei unterscheiden sich die Programme der Parteien hinsichtlich ihrer Detailtiefe und des Umfangs, in dem zu für unsere Branche wichtigen Themen Stellung bezogen wird, deutlich. Um Klarheit zumindest bei für uns zentralen Fragen zu bekommen, haben wir den Parteien auch in diesem (Wahl-)Jahr Wahlprüfsteine mit der Bitte um Beantwortung übersandt. Sinn und Zweck solcher Wahlprüfsteine ist dabei, auch solche Punkte zu adressieren, die nicht oder nicht hinreichend deutlich in den Programmen thematisiert wurden. Über die Einheitlichkeit der Befragung erreichen wird zudem eine bessere Vergleichbarkeit der Aussagen erreicht.

Unsere Wahlprüfsteine für das Wahljahr 2017 lauten:

1.    Wie positioniert sich Ihre Partei zu der Frage der Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen nach § 5 Tarifvertragsgesetz im Bereich des Handels? Erschiene es Ihres Erachtens als rechtlich zulässig sowie als gesellschaftlich sinnvoll die sich strukturell voneinander unterscheidenden Anforderungsprofile an Beschäftigung im stationären Handel einerseits und im Online- und Versandhandel andererseits über einen einheitlich und allgemein geltenden Tarifvertrag zu regeln?

2.    Wird sich Ihre Partei für oder gegen eine Flexibilisierung des Arbeitszeit-rechts einsetzen? Ist Ihrer Einschätzung nach ein Festhalten an der gesetzlichen Höchstarbeitszeit pro Tag sinnvoll oder werden Sie sich für die Einführung einer Wochenhöchstarbeitszeit einsetzen? Sollten Ihres Erachtens Dienstleistungen im Umfeld des Handels, z.B. solche in der Logistik oder Callcenter-Serviceleistungen, an Sonn- und Feiertagen prinzipiell (weiterhin) verboten werden oder wird sich Ihre Partei für eine Lockerung bestehender Vorgaben einsetzen?

3.    Wo liegen nach Ihrer Einschätzung die Gründe für die oftmals beklagte „Verödung der Innenstädte“? Welche Gegenmaßnahmen kann der Bund Ihrer Einschätzung nach treffen und wofür wird sich Ihre Partei in diesem Zusammenhang in der 19. Wahlperiode einsetzen?

4.    Wird sich Ihre Partei dafür einsetzen, dass auch bei Gesetzgebungs-verfahren auf europäischer Ebene neue Belastungen der mittelständischen Wirtschaft nur in dem Umfang eingeführt werden dürfen, wie bisherige Belastungen abgebaut werden („one in-one out“)?

5.    Für welche konkreten legislativen Maßnahmen wird sich Ihre Partei einsetzen, um gegen den zunehmenden Missbrauch wettbewerbsrechtlicher Abmahnungen von Onlineshops durch professionelle Abmahnvereine und auf Abmahnungen spezialisierte Anwälte vorzugehen?

6.    Werden Sie sich weiterhin gegen ein Verbot des Versandhandels von verschreibungspflichtigen Medikamenten einsetzen? Über welche konkreten gesetzgeberischen Maßnahmen werden Sie die Wettbewerbsfähigkeit zwischen inländischen und ausländischen Versandapotheken sicherstellen?

Die Fragen haben wir an die Geschäftsstellen der Parteien versandt. Sowie von allen die Rückmeldungen erhalten haben, werden wir die Antworten hier im bevh-Blog synoptisch darstellen. Wir sind gespannt!

Ab wann und wieso lohnt sich der Einsatz einer Warenwirtschaft für (mittelständische) Onlinehändler?

Ein Beitrag von Christian Milster und Tabea Schalkowsky (cateno), 25.07.17

Auch heute betreiben viele Start-Ups oder auch kleinere Unternehmen ihr Onlinegeschäft, ohne dabei auf den Einsatz eines sogenannten Warenwirtschaftssystems zu vertrauen. Nicht selten werden dabei eigehende Bestellungen manuell abgearbeitet und die Daten in verschiedenen Excel-Tabellen gepflegt. 

Und das ist zunächst auch nicht unnormal. Denn gerade in der Gründungsphase eines Unternehmens werden Prozesse häufig intuitiv und manuell durchgeführt. Auftretende Probleme werden oftmals durch Improvisation gelöst. Bei dem anfänglich eher geringen Bestellaufkommen und den i.d.R. noch nicht allzu hohen Mitarbeiterzahlen ist dies auch gut zu bewältigen. Daten werden in verschiedenen Systemen gepflegt und die einzelnen Prozesse werden nacheinander – Step by Step – abgearbeitet. 

Doch mit wachsendem Erfolg und der damit einhergehenden zunehmenden Anzahl an Bestelleingängen steigt der manuelle Aufwand überproportional. Zudem wächst die E-Commerce-Branche stetig und gewinnt – nicht zuletzt aufgrund sich immer wieder verändernder Kundenerwartungen – permanent an Komplexität. 

Gleichzeitig zeichnet sich der E-Commerce durch sich stetig wiederholende Prozesse und Routineaufgaben – die idealerweise gleichzeitig ablaufen sollten – aus. Als Beispiele sind hier u.a. die synchrone Anzeige von Bestandsverfügbarkeiten im Online-Shop und auf den verschiedenen Marktplätzen, der Versand von Zahlungsbestätigungen oder die Benachrichtigung der Kunden, der Marktplatzanbieter und der Shop-Systeme zu nennen. Ebenso zählt die Pflege der Daten und Ausleitung dieser auf die einzelnen Kanäle zu den typischen Routineaufgaben eines Onlinehändlers.

Ein weiteres zentrales Merkmal des Onlinehandels ist seine Schnelligkeit: Auf der einen Seite üben natürlich die Onlinemarktplätze hinsichtlich Bearbeitungs- und Versandzeiten der Bestelleingänge großen Druck auf die Onlinehändler aus. Andererseits erwarten Kunden ihre Lieferung innerhalb weniger Werktage. Sehr kurze Lieferzeiten sind heute schon lange kein Alleinstellungsmerkmal mehr, sondern ein Hygienefaktor! Je länger ein Kunde tatsächlich auf seine bestellten Produkte warten muss, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er diese entweder gar nicht erst annimmt oder sie zurückschickt, womit natürlich die Anzahl der Retouren steigt. 

Onlinehändler, die ihre Daten in verschiedenen, womöglich schlecht oder gar nicht vernetzten Systemen pflegen und zusätzlich mit separaten Excel-Tabellen arbeiten, versinken ab einer bestimmten Zahl an Bestelleingängen buchstäblich im Chaos. Sie verlieren den Überblick und gleichzeitig steigt die Fehlerquote. Diese Fehler führen wiederrum zu einem zusätzlichen Anstieg der Retourenquote, die Kundenbewertungen werden schlechter und das Arbeitspensum steigt permanent. Und damit beginnt ein Teufelskreis.

Das Kerngeschäft, der Wettbewerb und damit die wirklich wichtigen Dinge für einen Onlinehändler geraten schnell in den Hintergrund. Die Abarbeitung von Routineaufgaben – nicht selten bis spät in die Nacht – avanciert irgendwann zum Mittelpunkt des nun anstrengenden E-Commerce-Alltags.

Als Onlinehändler sollte man sich spätestens an diesem Punkt intensiv Gedanken über eine Lösung machen, die E-Commerce-Prozesse weitgehend automatisiert abarbeitet. Als sehr hilfreich hat sich die Einführung einer auf einem Warenwirtschaftssystem basierende E-Commerce-Komplettlösungen erweisen. Die Erfahrung zeigt zudem, dass der Einsatz eines Warenwirtschaftssystems ab ca. 40 Bestellungen pro Tag sinnvoll ist. Hinzu kommt, dass die Einführung einer umfassenden E-Commerce-Komplettlösung umso komplexer ist, je umfangreicher (und damit chaotischer) der Onlinehandel zum Startzeitpunkt ist.

Doch noch einmal einen Schritt zurück:

Was ist eigentlich ein Warenwirtschaftssystem? 

Ein Warenwirtschaftssystem, kurz auch WaWi oder WWS genannt, ist grundsätzlich ein IT-Anwendungssystem. Unter dem Begriff „Warenwirtschaftssystem“ wird in der Betriebswirtschaftslehre die mengen- und wertmäßige Abbildung und Steuerung des Warenflusses in einem Handelsunternehmen verstanden. Dabei arbeiten mehrere Bereiche eines Unternehmens mit dem Warenwirtschaftssystem. Sowohl in der Beschaffung, in der Lagerwirtschaft als auch im Verkauf unterstützt das Warenwirtschaftssystem sämtliche Handelsprozesse. Es werden u.a. Beziehungen zu Lieferanten gepflegt, Wareneingänge gebucht und Rechnungen kontrolliert. Des Weiteren werden die Lagerbewegungen erfasst, überwacht und optimiert. Dazu zählt u.a. auch die Ein-, Um- und Auslagerung der Ware.

Im Bereich Verkauf unterstützt die Software die Handelsunternehmen weiter dabei, die Kundenbeziehungen zu pflegen, Angebote zu schreiben, den Versand abzuwickeln. Der Einsatz eines Warenwirtschaftssystems hilft also dabei, Prozesse zu automatisieren, somit Zeit und Kosten einzusparen – und den Überblick zu behalten! Aufträge können wesentlich schneller abgearbeitet und manuelle Fehler minimiert oder noch besser eliminiert werden. Zudem sind die Daten in allen Systemen synchron.

Welche Daten können überhaupt mit einem Warenwirtschaftssystem gepflegt und übermittelt werden?

Grundsätzlich sind folgende Daten für den E-Commerce von besonderem Interesse: 

• Artikelstammdaten
• Produkttexte, in unterschiedlichen Sprachen oder optimiert für unterschiedliche Zielgruppen (B2B- und B2C)
• Preise, inklusive Mengenrabatten, B2B-Preise, Rabattstaffelungen oder Sonderpreise
• Produktbilder, optimiert für die verschiedenen Verkaufskanäle
• Kategorien, ebenfalls angepasst an die verschiedenen Verkaufskanäle
• Stücklisten und Stücklisten-Varianten
• Kundendaten, inklusive Informationen zu vorherigen Bestellungen und möglichen Daten aus der Kundenkommunikation
• Lagerbestände und Versandinformationen 

Diese und weitere Daten können zentral in einer Warenwirtschaft gepflegt und automatisiert an den eigenen Online-Shop, an unterschiedlichen Online-Marktplätze sowie an den Lager- und Versandbereich übermittelt werden. Im Sinne einer gut durchdachten Multi-Channel-Strategie können jederzeit mit nur wenigen Klicks weitere Marktplätze angebunden werden. 

Auch die Finanzbuchhaltung kann über eine Warenwirtschaft gesteuert wenn. Denn Zahlungseingänge, Zahlungserinnerungen und Mahnungen können automatisiert über alle Kanäle mit den Bestellvorgängen abgeglichen werden. Auch beim grenzüberschreitenden Handel kann ein Warenwirtschaftssystem Onlinehändler veritabel unterstützen: nämlich bei der Einhaltung der Steuerschwellen und bei der Abwicklung der Zollformalitäten. 

Darüber hinaus können auch die gesamten Lager- und Versandprozesse aus einer E-Commerce-Komplettlösung heraus gesteuert werden: Nach dem automatisiertem Abgleich der Zahlungseingänge mit den offenen Posten, wird der Auftrag gewandelt und an das Lager übergeben. Im Lager wird hierauf automatisch eine Pickliste ausgedruckt, mit welcher der Picker die Ware, anhand der vorab definierten Kommissionierstrategie, pickt. Der Abgleich des Bestelleingangs mit der tatsächlich gepickten Ware, erfolgt dann im Warenausgang. Sobald die Ware verpackt ist, wird automatisiert eine Information an den Versanddienstleister übermittelt, dass die Waren zur Abholung bereitstehen. 

Sofern man bspw. Gefahrgut versendet, kann ein Warenwirtschaftssystem außerdem direkt die Gefahrgut-Informationen, wie z.B. die UN-Nummer, aus den hinterlegten Stammdaten an den Versanddienstleister übergeben. Anschließend werden die Trackingdaten automatisch an den Kunden, an den Online-Shop und an die Marktplätze übermittelt. Zeitgleich wird der aktuelle Bestand im Lager, in der Warenwirtschaft, im Online-Shop und auf den Marktplätzen angepasst – wodurch nicht zuletzt Überverkäufe unmöglich werden. 

Der Einsatz einer auf einem Warenwirtschaftssystem basierenden E-Commerce-Komplettlösung ist ab einem gewissen Bestellaufkommen nicht nur sinnvoll, sondern absolut notwendig, um im E-Commerce auch langfristig erfolgreich zu sein. Denn nur, indem sich stetig wiederholende Prozesse und Routineaufgaben automatisiert (und im besten Fall gleichzeitig) abgearbeitet werden, entstehen „Freiräume“, die es Onlinehändlern ermöglichen, sich (wieder) auf ihr Kerngeschäft, ihre Kunden und den Wettbewerb zu konzentrieren

Auf einen weiteren Aspekt sollten Onlinehändler bei der Auswahl einer E-Commerce-Komplettlösung jedoch unbedingt achten: Die präferierte Software sollte immer an die jeweilige Unternehmensstruktur und an bestehenden Prozesse anpassbar sein. Denn i.d.R. sind sowohl das eigene Geschäft, als auch die internen Prozesse zu individuell, als dass eine standardisierte Lösung alle Anforderungen umfassend abdecken kann. 

Dieser Artikel wurde gemeinsam mit Tabea Schalkowsky (Leitung Marketing cateno GmbH & Co. KG) geschrieben.

Kontaktdaten:
Tabea Schalkowsky cateno GmbH & Co. KG, Bahnhofstr. 14, 64658 Fürth
Email: T.Schalkowsky(at)cateno.de
Web: www.cateno.de
Tel.: +49 (0)6253 2398-0

E-Commerce Agenda 2017


Mit der E-Commerce-Agenda 2017 formuliert der bevh seine politischen Forderungen an die politischen Parteien im Wahljahr 2017. Download

 

 

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