BREXIT

Nachdem Großbritannien bis 30. Juni keine Verlängerung des Übergangszeitraums beantragt hat, wird das Vereinigte Königreich zum 1. Januar 2021 die Europäische Union endgültig verlassen. Noch ist unklar, ob es bis dahin einen Vertrag über die künftigen Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU geben wird, der nähere Bestimmungen für den Handel festlegt. Ein solches Abkommen müsste bis spätestens Ende Oktober 2020 ausgehandelt sein, damit noch die notwendigen Ratifizierungsschritte vorgenommen werden können. 

Dennoch werden die Unternehmen bereits jetzt dazu aufgerufen, sich auf den 1. Januar 2021 vorzubereiten, um handlungsfähig zu sein. Um Unternehmen dabei zu unterstützen, hat die Europäische Kommission eine Vorbereitungsmitteilung erstellt und überarbeitet regelmäßig ihre sektorspezifischen Empfehlungen. Für den Onlinehandel sind u.a. folgende von besonderem Interesse:

Außerdem stellt die britische Regierung ebenfalls regelmäßig Informationen für Unternehmen zusammen. Besonders hervorzuheben sind hier die Zolltarife, die ab 1. Januar 2021 gelten würden.

Darüber hinaus hat die britische Regierung die dreistufige Einführung von Zollkontrollen für Warenimporte aus der EU ab dem 1. Januar 2021 angekündigt. Die Maßnahmen sollen unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen über die zukünftigen Beziehungen eingeführt werden, also auch dann, wenn sich beide Parteien auf ein Freihandelsabkommen einigen können.

Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI)German Trade & Invest (GTAI) und die vom BMWI geförderte Deutsch-Britische Industrie- und Handelskammer informieren über Auswirkungen des Brexit auf deutsche Unternehmen.

Informationen zum aktuellen Stand der Brexit-Verhandlungen finden sich auf der Homepage der europäischen Task Force und dem Auswärtigen Amt, als federführendes Ministerium für den Brexit in Deutschland.

Ihr Ansprechpartner

Alien Mulyk

Referentin Public Affairs (EU und International)