Vom Kopf auf die Füße: Wozu braucht man eigentlich den Bachelor im E-Commerce? - Teil 2

verfasst von Martin Groß-Albenhausen am 01.11.2017

In einer gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Unternehmensberater durchgeführten Befragung von mehr als 50 Personalberatern wurde deutlich, dass die Firmen bei der Suche nach digitalem Führungspersonal zum weit überwiegenden Teil auf den Master setzen. Zurecht, wenn dieser entsprechend qualifiziert wäre. Aber genau das findet nur in einem Bruchteil der etwa 30 Masterstudiengänge mit E-Commerce-Bezug statt.

Wenn die neue Regierung, gleich welcher farblicher Schattierung, das parteiübergreifende Bekenntnis zur Investition in die Bildung im Zeichen der Digitalisierung umsetzen will, wird schlimmstenfalls eins passieren: Weil keiner bis jetzt die Frage beantwortet hat, wie eine sinnvolle, belastbare Fachkräftepyramide für die Digitale Wirtschaft aussieht, investiert man in Systeme. Kaum aber in Inhalte, die den sogar europaweit vereinbarten Qualifikationsrahmen für die Digitalisierung interpretieren und gezielt in Studiengänge, Modulpläne, Curricula etc.pp. münden. Oder die dafür nötigen neuen (ja: neuen, zusätzlichen, teuer aus der Industrie zu rekrutierenden) Hochschullehrer anwirbt.

Sicherheit und Produktschutz, innovatives Design und Nachhaltigkeit - das war der 1. bevh-Verpackungstag

von Christian Milster, 26.10.17

Die optimale Versandverpackung muss aus Händler- und Kundensicht drei zentrale Kriterien erfüllen: 1. Sicherheit/Produktschutz, 2. Marketing und 3. Nachhaltigkeit. Genau diesen drei Aspekten hat sich der 1. bevh-Verpackungstag am 17.10.17 in Wernigerode, den der bevh in Kooperation mit THIMM Verpackung veranstaltet hat, gewidmet. Über 70 interessierte Online-Händler, Logistikdienstleister und Verpackungshersteller hörten spannende Vorträge und diskutierten offen und intensiv zum Thema „Verpackung im Online- und Versandhandel“.

Eröffnet wurde der 1. bevh Verpackungstag von Christoph Wenk-Fischer (Hauptgeschäftsführer des bevh) und mir. Wir beide haben die Veranstaltung abwechselnd moderiert und das Publikum durch das Programm und den Tag geführt.

Den Auftakt machte Christoph Wenk-Fischer mit einer Präsentation, in der er u.a. die vorläufigen Ergebnisse einer im Vorfeld der Veranstaltung durchgeführten repräsentativen Verbraucherbefragung zum Thema „Versandverpackung“ präsentierte.

Die zentralen Erkenntnisse aus der Studie:

  • • ¾ der Befragten sind mit der Verpackung zufrieden. 
  • • Produktsicherheit, Retourenfähigkeit sowie eine einfache Entsorgung sind die wichtigsten Anforderungen von Verbrauchern an die Versandverpackung. 
  • • Für ein Mehr an Produktsicherheit & Retourenfähigkeit wären Verbraucher sogar bereit, zu zahlen.
  • • Für Branding und Schönheit hingegen besteht praktisch keine Bereitschaft zu bezahlen.

Die vollständigen Studienergebnisse werden zu einem späteren Zeitpunkt publiziert.

Um 10.15 Uhr übernahm dann die THIMM Group, vertreten durch Michael Weber und Armin Spitzbarth, und zeigte gemeinsam mit dem Schweizer Versender yamo, vertreten durch Tobias Gunzenhauser, auf, wie wichtig die richtige Verpackung für einen erfolgreichen Markteintritt ist.

Danach folgte ein sehr spannender Vortrag von Vicky Giourga von HSE24, in dem sie dem Publikum tiefe Einblicke in ein umfassendes Projekt für „Innovative Verpackungslösungen bei HSE24“ gab. Zudem hat sie versprochen, bei einem eventuellen 2. bevh-Verpackungstag diesbezügliche Zahlen und Fakten zu präsentieren.

In der sich anschließenden Keynote erläuterte Lars Born von DHL die "Besondere(n) Anforderungen an die Verpackung im E-Commerce“ aus Sicht eines Logistikdienstleisters und verdeutlichte diese mit konkreten Beispielen aus dem Lebensmittel-Onlinehandel. 

Danach gab Amelie Leipprand vom Deutschen Institut für Normung (DIN) einen Überblick und nähere Informationen zu der gemeinsam vom bevh und seinem Mitglied All you need fresh initiierten DIN SPEC 91360 „Ein Temperaturkonzept für den Lebensmittel-Onlinehandel“.

Um das etwas statische Konzept von Kongressen „aufzubrechen“, ging es vor der Mittagspause auf eine (kurze) Exkursion nach Ilsenburg. Bei der dort ansässigen Christiansen Print GmbH hatten alle Teilnehmer Gelegenheit, die in Deutschland noch einmalige HP Pagewide T1100S XXL Digitaldruckmaschine etwas näher in Augenschein zu nehmen und im Rahmen einer Live-Vorführung ganz neue und extrem schnelle Möglichkeiten für individualisierte Verpackungen kennenzulernen. 

Frisch gestärkt ging es nach der Mittagspause mit einem Vortrag von Dr.-Ing. Murat Tutus vom Fraunhofer Institute for Applied Polymer Research (IAP) weiter. Herr Tutus hat sehr anschaulich ein “Praxisbeispiel (für) – natürlich konservierende Frischhaltefolie“ – am Beispiel von Käse – dargestellt. 

Im darauffolgenden Vortrag hat Herr Dr.-Ing. Thomas Maier-Eschenlohr von Landpack erörtert, dass „Ökologische Isolierverpackungen“ nicht nur praxisgerecht und sehr effizient sind, sondern auch deutlich weniger umweltbelastend produziert werden können als Herkömmliche. 

In seiner Präsentation „End of trash! – Verpackung und Kunden kehren zurück“ hat Christoph Trowitz die von RePack entwickelte Mehrweg-Verpackungslösung vorgestellt und zeigte, wie man mit einem integrierten Marketingkonzept, bei dem der eigentliche Zweck der Verpackung zum Marketinginstrument wird, Kunden wieder (in seinen Online-Shop) zurückholt. 

Welche Rolle die Verpackung konkret im Spannungsfeld als Beschützer, Markenbotschafter und Prozessoptimierer bei Zalando spielt, erläuterte Uwe Streiber (Zalando) sehr anschaulich und offen im der letzten Vortrag des Tages. 

Den krönenden Abschluss des 1. bevh-Verpackungstages bildete die ca. 40-minütige, von Kim Cheng (Geschäftsführerin des Deutsches Verpackungsinstituts) moderierte Podiumsdiskussion, in der Uwe Streiber, (Zalando), Armin Spitzbarth (THIMM Verpackung), Tobias Gunzenhauser (yamo) und Mario Hüneke (DHL Home Delivery) noch einmal intensiv die optimale Versandverpackung und alle diesbezüglichen Aspekte und Herausforderungen aus den unterschiedlichen Blickwinkeln miteinander diskutierten. 

Inhaltlich fasst Christoph Wenk-Fischer (bevh) den 1. bevh-Verpackungstag wie folgt zusammen: „Das Paket der Zukunft ist ein ansprechender und sehr individueller Markenbotschafter, ganz einfach im Handling sowie der Retourenabwicklung und schützt bei kleinstmöglichen Außenmaßen und Gewicht die Ware perfekt. Gleichzeitig vermeidet es Müll sowie Emmissionen und schont Resourcen.“

Nicht zuletzt, weil während der Vorträge und in den Pausen sehr intensiv miteinander diskutiert wurde, nahezu alle Teilnehmer bis zum Schluss geblieben, es darüber hinaus noch so viel mehr zur optimalen Versandverpackung zu berichten gibt und die Entwicklungen in diesem Bereich natürlich weitergeht, wird es schon bald den 2. bevh-Verpackungstag geben. 

Controlling in der Logistik – volle Transparenz bei Paket - und Speditionsrechnungen

von Christian Milster, 19.10.17

Logistik 4.0 ist für Unternehmen heute nicht mehr nur ein Schlagwort, sondern auch ein Ziel. Jedoch stellt die Umsetzung für viele Unternehmen (noch) eine große Anforderung dar. Häufig werden komplexe, umständlich zu bedienende und zudem teure Lösungen angeschafft, die dann aber oft nicht voll umfänglich genutzt werden und somit keinen echten Mehrwert schaffen. 

Logistik ist ein Bereich, der in den meisten Unternehmen sehr stark oder sogar am stärksten wächst. Dementsprechend steigen auch die Transportkosten. Doch viele Unternehmen wissen häufig nicht im Detail, für welche Leistungen sie wieviel bezahlen.

Zunächst ein paar Fakten zum Thema "Transportkosten in Unternehmen":

1. Mehr als 80% aller europäischen Unternehmen zahlen zu hohe Transportkosten.

2. Gerade einmal 8% aller Unternehmen in Europa wissen, wie hoch ihre auftragsbezogenen Transportkosten sind. 

Durch das stetige Exportwachstum in Europa, den damit steigenden Transportkosten bei den Unternehmen sowie Zunahme der individuellen Anforderungen an die Logistikdienstleister wird das Dickicht an Zuschlägen und Sonderregelungen leider immer undurchsichtiger. Für die Industrie ist es ein geradezu nebulöses Unterfangen, diese Kosten auf ihre Richtigkeit zu prüfen. 

Leider wird das Optimierungspotenzial bei den Logistik- und Prozesskosten häufig unterschätzt. Überhöhte Preise, eine manuelle und zeitaufwendige Rechnungsabwicklung sowie die fehlende Kostentransparenz für Aufträge und Kunden gehören zu den zentralen Herausforderungen. 

Und dabei gibt es mittlerweile entsprechende Servicelösungen, die elektronische Rechnungsabwicklung und ein begleitendes Benchmarking ermöglichen und somit eine bisher nicht gekannte Transparenz in diesem Bereich schaffen.


Ein Fallbeispiel

Die Firma Mustermüller versendet täglich mehrere Hundert Stückgut- und Paketsendungen an ihre Kunden. Die Beauftragung der Stückgutsendungen erfolgt über die Anmeldungsplattform des Spediteurs. Alternativ wird eine DFÜ mit Sendungsdaten übertragen oder andere Dokumente an den Spediteur gesendet. Paketsendungen werden ebenfalls über die Plattform des Paketdienstleisters oder per Datensatz übertragen. 

Nach einigen Tagen erreichen die Firma Mustermüller dann die Rechnungen der Speditionen und Dienstleister. Jetzt gilt es, mehrere Hundert Einzelpositionen auf den Rechnungen zu prüfen – sachlich und rechnerisch, diese zu kontieren und die Kosten auf Sendungs- und Auftragsebene korrekt zuzuordnen. 

Für die meisten Unternehmen stellt dies einen kaum zu realisierenden Arbeitsaufwand dar. Also erfolgt in vielen Fällen lediglich eine Stichprobenprüfung. Das Ergebnis ist in der Regel äußerst unbefriedigend. Verhandelte Vorteile in den Tarifen beispielsweise werden nämlich häufig nicht beachtet. 

Zum Jahresende werden die Transportkosten dann als Summe auf einem Kreditorenkonto des Dienstleisters analysiert. Mit dieser Summe, die entweder eine positive oder negative Entwicklung aufzeigen kann, versucht man dann, in Verhandlungen mit den Dienstleistern zu treten. Doch sind unter solchen Bedingungen tatsächlich positive Ergebnisse zu erwarten?

Nur Kennzahlen, Benchmarks, Reports und Auswertungen über die tatsächliche Entwicklung können eventuelle Fehlentwicklungen aufzeigen und schlussendlich zu einem positiven Ergebnis führen. 

Ein weiterer Faktor, der i.d.R. zu hohe Transportkosten verursacht, ist, dass Unternehmen mit einem kaum überschaubaren Geflecht unterschiedlichster Dienstleister zusammenarbeiten. Leistungen und Tarife sind unterschiedlich definiert und werden nicht selten ohne klare Regeln beauftragt. Beispiele sind u.a. Laufzeitvorgaben, Hebebühnenzuschläge, Währungsumrechnungen usw.. 

Dies sind nur einige der offensichtlichen Punkte, die zu überhöhten Transportkosten führen. Andere wie z.B. unterschiedliche Rabatt- und Tarifstrukturen, bei denen unklar bleibt, wie bestimmte Kostenpunkte gerundet werden oder wie das Gewicht tatsächlich bemessen wird, sind den Kunden der Spediteure oftmals nicht bekannt.

Welche zentralen Features sollte eine entsprechende Lösung also bieten?

1. Automatisierte Rechnungsprüfung

• Automatisierte Berechnung aller Logistikkosten
• Komplette elektronische Abwicklung aller Logistikvorgänge
• Digitale Verknüpfung mit dem ERP-System des Versenders
• Regelmäßige Benchmarks aller Logistikkosten im Markt- und Branchen-Vergleich
• Korrespondenz und Differenzklärung mit den Spediteuren
• Automatisiertes Gutschriftsverfahren für jeden Logistikdienstleister
• Logistik-Dashboard

2. Gutschriftsverfahren 

In der höchsten Ausbaustufe einer automatisierten Rechnungskontrolle ist auch das Gutschriftsverfahren hoch effizient. Die Abrechnung der gesamten Logistikkosten erfolgt, nicht wie bisher durch den Logistikdienstleister mittels einer Rechnung an den Versender, sondern umgekehrt: Die eingesetzte Software erstellt im Auftrag des Versenders eine Gutschrift an den Logistikdienstleister und ersetzt somit dessen Rechnung.

Der folgende Screenshot zeigt das Dashboard einer Softwarelösung (hier von HDS).

Das Management Cockpit liefert i.d.R. eine ideale Übersicht mit Kennzahlen und Grafiken (mit Periodenvergleich) sowie Zugang zu Standardreporten und individuell gestalteten Auswertungen. 

Das Dashboard ist eine umfangreiche Informationszentrale für die Betrachtung sämtlicher Logistikkosten im Unternehmen. 

Dieser Blogbeitrag wurde in Zusammenarbeit mit der HDS International Group geschrieben. 

Kontaktdaten:
HDS Consulting GmbH
Guido Händeler
Willy-Brandt-Platz 16-20 
38102 Braunschweig 

Email: g.haendeler(at)hds-consulting.com
Tel: +49 531 28875 260
Mobil: +49 151 11 55 15 10
Web: www.hds-international.group

Vom Kopf auf die Füße: Wozu braucht man eigentlich den Bachelor im E-Commerce? - Teil 1

verfasst von Martin Groß-Albenhausen am 10.10.2017

Dass es wenige oder auch zu wenige Fachkräfte für digitale Transformation gibt, dürfte unbestritten sein. Sonst würden nicht mehr und mehr Unternehmen ihre entsprechenden Abteilungen in die Metropolen auslagern, die über eine hohe Dichte von Startups und erfolgreichen Unternehmen in E-Commerce oder Onlinemarketing verfügen.

Aber auch dann stellt sich die Frage, was eigentlich gut qualifizierte Digital-Fachkräfte ausmacht? Einfach deshalb, weil die Unternehmen rekrutieren wollen. Nur: welche Qualifizierung ist die Richtige? Und ganz formell: Welchen Abschluss sollte ich erwarten?

Fragt man gute Personalberater, dann sagen sie, dass es nicht auf den akademischen Abschluss ankommt. In unserer Branche kann jemand mit 3 Jahren einschlägiger Erfahrung ohne Hochschulabschluss locker die Absolventen ausstechen. Generation Praktikum lernt außerhalb der Uni und nach dem Studium erst, was die digitale Wirtschaft braucht.

Dieses Anwendungswissen kann man künftig auch in der ab 2018 beginnenden Ausbildung „Kaufleute im E-Commerce“ lernen. Stellt sich also die Frage, was genau ein Unternehmen erwartet, wenn es in seinem E-Commerce-Team einen Bachelor oder Master rekrutieren möchte. Sind es die fachlich-digitalen Qualifikationen? Dann wird die Auswahl sehr gering ausfallen.

Der bevh erarbeitet in Verbindung mit seinem Roundtable „Forschung und Lehre“ derzeit den „Hochschulatlas E-Commerce“. Dieser bietet eine quantitative und qualitative Darstellung von Bachelor- und Master-Studiengängen und M.B.A.s, die sich mit E-Commerce beschäftigen. Von den über 18.400 Studiengängen, die man an deutschen Fachhochschulen und Universitäten einschlagen kann, befassen sich nach unserer Recherche 99 (in Worten: neunundneunzig) überhaupt in einer wie auch immer geringen Weise mit dem Onlinehandel und mit den digitalen Geschäftsmodellen. Das sind 0,5 Prozent aller Studiengänge.

Das ist natürlich nicht fair. Man sollte sich auf die Studiengänge beschränken, die wirtschaftswissenschaftlich oder ggf. technisch orientiert sind. Legt man alle Wiwi-Studiengänge zugrunde, haben weniger als 5 Prozent Module, die sich direkt mit Belangen der digitalen Ökonomie beschäftigen. In den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften gab es im Wintersemester 2015/16 über alle Semester zusammengerechnet knapp 838.000 Studierende. Die Hochschulrektorenkonferenz stellt leider keine feinere Aufgliederung zur Verfügung. Den Studienabschluss erreichten in den WiReSo-Studiengängen im Prüfungsjahr 150.000 Studenten.

Theoretisch könnte die deutsche Wirtschaft sich also auf rund 3150 Bachelor und Master mit etwas digitalem Background freuen. Sofern diese denn überhaupt die häufig als Wahlpflicht deklarierten Module gebucht haben. Im Mittel liegt der Anteil von digitalen Modulen an diesen rund 100 Studiengängen übrigens bei knapp einem Drittel der zu erwerbenden Credit-Points.

Ich höre hier mit der Statistik auf. Klar ist, dass die Bildung in Deutschland nicht nur ein bisschen, sondern gewaltigen Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung hat.

Aber vielleicht ist die Frage ja falsch gestellt. Vielleicht sind es ja gerade nicht die anwendungsorientierten Inhalte, die man sich mit einem Bachelor oder Master ins Haus holen sollte. Was kann ein Bachelor oder Fachwirt (DQR-Niveau 6), das ein E-Commerce-Kaufmann nicht genau so könnte?

Ich gehe davon aus, dass kaum jemand sich mit den Niveaus des Deutschen Qualifikationsrahmens auseinandergesetzt hat. Zu Unrecht, denn diese sind alles andere als akademisch – sie schreiben klar vor, was jemand mit einem entsprechenden Abschluss auf Niveau 1-8 jeweils an Fertigkeiten und Kompetenzen erworben haben sollte.

Wir haben für den Hochschulatlas die Definitionen der DQR-Niveaus 4-7 analysiert. Wenn Sie einen E-Commerce-Kaufmann einstellen, erhalten Sie eine Fachkraft, die selbständig die täglichen Aufgaben im E-Commerce umsetzten kann. Nicht mehr und nicht weniger, aber mal ehrlich: wie viel mehr machen in vielen Fällen heute die Bachelor dauerhaft oder zumindest über einen langen Zeitraum nach der Einarbeitung?

DQR-Niveau 6 qualifiziert die Absolventen für Führungsaufgaben im Team. Idealerweise würde so ein Bachelor an der Hochschule hartes Praxiswissen erwerben und zusätzlich die Skills, die für Team- und Bereichsleitungen notwendig sind. Mit anderen Worten: er muss fachlich so fit sein, dass er seinen konkreten Aufgabenbereich im E-Commerce sofort weiterentwickeln kann. Er muss also mindestens das Wissen der Kaufleute haben oder es sich in dramatisch kürzerer Zeit auf ein mindestens vergleichbares Niveau bringen. Und persönlich Leadership-Skills beweisen. Wenn das so ist: Was sind dann die für unsere Branche relevanten Inhalte von E-Commerce-Modulen auf Bachelor-Niveau? Reichen sie auch nur entfernt hin, um die höheren „Einkaufspreise“ für Bachelor vs. Kaufleute zu rechtfertigen?

Erst recht der Master (DQR 7): Er ist die Person, die fachlich so fit und firm ist, dass sie unvorhersehbare Veränderungen dadurch meistert, dass sie Lösungen für neue und komplexe Aufgabenstellungen findet und durchsetzt. Master of Disruption, wenn es denn für so etwas einen Studiengang gäbe.

Mit dem E-Commerce-Kaufmann, den wir seit 2012 vorbereitet und in den vergangenen 18 Monaten in einer breiten Verbändeallianz geschaffen haben, konnten wir die Basis der Pyramide definieren. Wie man im Bundesministerium für Bildung und Forschung sagt: Der erste Beruf speziell für die digital Economy.

Mit dem Hochschulatlas E-Commerce entsteht ein Kompass, um auf diesen breiten Sockel die jeweils schmaleren Schichten von Führungskräften und C-Level-Nachwuchs zu qualifizieren oder zu rekrutieren. Und für die Hochschulen die Chance, sich durch eine robuste Antwort auf die dramatisch wachsende Nachfrage nach digitaler Exzellenz zu positionieren.

Der Hochschulatlas wird im kommenden Jahr kostenlos als Online-Tool zur Verfügung gestellt. Wir laden Hochschulen ein, uns ihre laufenden oder geplanten Studiengänge inklusive Modulhandbüchern zur Verfügung zu stellen, um ein vollständiges Abbild der höheren E-Commerce-Qualifikation zu ermöglichen.

E-Commerce Agenda 2017


Mit der E-Commerce-Agenda 2017 formuliert der bevh seine politischen Forderungen an die politischen Parteien im Wahljahr 2017. Download

 

 

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Dieser Jahresbericht erläutert die Arbeit unseres Verbandes im Jahr 2016. Er zeigt Möglichkeiten, wie Sie als Mitglied und Preferred Business Partner von einer Mitgliedschaft profitieren können. Download


                                 

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