Der Vormarsch der Tablet-Computer

Verfasst am 06.01.2012 von Christin Schmidt


Egal wo man hinschaut, überall und in wirklich jeder Lebenslage sieht man sie - klein, handlich, praktisch und technisch höchst leistungsfähig. Und . .. ... immer mehr Nutzer lassen sich von Ihnen begeistern und erwerben eines der aktuell auf dem Markt befindlichen Geräte. Ich spreche selbstverständlich von Tabletcomputern.

Es überrascht daher auch nicht, dass neueste Zahlen besagen, dass in 2011 weltweit rund 73 Millionen Tablets ausgeliefert wurden. Wie heise online aktuell berichtete, teilte das Marktforschungsinstitut NPD DisplaySearch mit, dass der Anteil von Tablets am gesamten Mobil-PC-Markt auf 25,5 Prozent gestiegen ist. Die Zahlen zeigen auch die deutliche Steigerung zum Jahr 2010, denn 2011 wurden dreieinhalb Mal so viele Tablets ausgeliefert.

Im Vergleich zu den starken Zahlen bei den Tablets legten Notebooks nur um 12 Prozent in 2011 zu, Allerdings gehen Analysten aktuell schon davon aus, dass Tablets als auch Notebooks in den kommenden Jahren noch kräftig zulegen werden.

Dieser Trend ist besonders für die Interaktiven Händler von großem Interesse, denn die Funktionalitäten der Geräte geben den Händlern immer mehr Möglichkeiten für Ihre Shops, mobile Applikationen und Apps.

Viele Antworten und Inspirationen werden wir schon in wenigen Tagen zu sehen bekommen, denn am 10. Januar startet die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. Dies ist die erste von drei internationalen Elektronikmessen. Gerade bei den mobilen Geräten können wir in diesem Jahr mit neuen und noch schnelleren Prozessoren rechnen, so Branchenexperten.

Also lassen wir uns überraschen, was 2012 technisch bringt!

Re-Work: Warum mehr Hürden besser sein können

verfasst am 5. Januar 2012 von Martin Gross-Albenhausen

Von einem unserer Preferred Business Partner erhielt ich zu Weihnachten ein faszinierendes Buch: "Rework", geschrieben von Jason Fried und David Heinemeier Hansson. Die Botschaft lautet, dass man nicht wie ein Lemming jeden Handbuch-Ratschlag über den Aufbau eines guten Unternehmens befolgen sollte. Kostprobe:

  • Aus Fehlern zu lernen wird überschätzt. Aus Fehlern lernt man nur, was man nicht mehr machen sollte - aber nicht, was man machen sollte.
  • Erfolg liegt im Detail? Unsinn - fangen Sie mit dem dicksten Stift an. Wenn Menschen sich orientieren, erfassen sie nur die überzeugenden groben Umrisse. Kein Architekt beginnt mit der Planung der Seckdosen.
  • "Underdo your competition": Häufig sind die "Verbesserungen" und das 31. Feature eines Produkts nur etwas für die Nerds - weglassen macht das Produkt einfacher und attraktiver. Man denke an die Cruiser-Fahrräder oder die zeitweilig hippen "Fixies" ohne Gangschaltung und Bremsen.

Stefan Ponitz, bei unserem neuen Preferred Business Partner netz98 für e-Commerce verantwortlich, hat in einem treffenden Gastkommentar in der InternetWorld ähnlich gegen den Stachel gelöckt: Die Conversion Rate sei nicht das Maß aller Dinge.

Der Händler XY möchte seinen Checkout-Prozess optimieren, um noch mehr Warenkörbe zum Abschluss zu bringen. Der Conversion-Rate-Optimierer empfiehlt dem Händler, bei der Datenerfassung so wenige Pflichtfelder wie möglich einzusetzen. Gerade das Geburtsdatum wird oft als „Conversion-Killer“ bezeichnet und deswegen schnell zum freiwilligen Feld erklärt. Acht Monate später möchte der Händler nun sein E-Mail-Marketing professionalisieren. Da er altersmäßig eine sehr heterogene Zielgruppe hat, entscheidet er, die Mail-Kampagnen nach Alter zu splitten. Nun stellt er allerdings fest, dass er bei 60 Prozent der Adressen seiner jüngeren Kunden gar nicht mehr das Alter kennt. Darunter leidet die Effizienz des Newsletters – schlimmstenfalls sogar stärker, als der Zuwachs im Checkout-Prozess war.

Mir aus der Seele geschrieben. Häufig überoptimieren wir die Details und verlieren den Blick auf das Ganze. Wir machen den Kauf oder das Abonnement des Newsletters so einfach wie möglich, setzen die Hürden so gering wie es irgend geht - und übersehen, dass wir damit eine immer amorphere Kundschaft bekommen.

Heute saß ich bei einem von Deutschlands erfolgreichsten Startups (kein Händler), das genau hier seine Lektion gelernt hat. Völlig zurecht wurde am Anfang nicht mehr als ein Nickname und die e-Mail-Adresse verlangt. Aber jetzt hat das Unternehmen eine große Zahl von Nutzern, über die es denkbar wenig weiß. Das ist so lange nicht schlimm, wo das Unternehmen mit der Gießkanne erfolgreich ist.

Sobald aber Kooperationen nötig werden, kommt es auf den "Match" an, nicht auf irgendwelchen Matsch. Weich und formbar oder hart und belastbar? Je höher die Hürden am Anfang gesetzt werden, um so mehr Substanz hat das "Datum", das der Kunde bei uns gibt.

Natürlich - auch das ist so eine Regel, die man hinterfragen muss. Hauptsache, man geht an die Arbeit. Aber nicht als Lemming, sondern mit einem Blick aufs Ganze.

Neues Jahr, neues Recht?

Verfasst am 04.01.2012 von Stephanie Schmidt


Heute kommt mir die Ehre des ersten bvh-Blogeintrags im Jahr 2012 zu. Daher allen Lesern zuerst einmal im Namen des gesamten bvh-Teams ein frohes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr!

Nach den vielen Jahresrückblicken, die traditionell Ende Dezember erfolgen, möchte ich eine kleine Vorschau wagen, was für interaktive, d.h. Online- und Versandhändler 2012 an rechtlichen Neuerungen Bedeutung erlangen könnte. Größere und kleinere Veränderungen kündigen sich an:

Deutsche Gesetzgebung:

  • Buttonlösung:
    Die sogenannte Buttonlösung, bereits in 2011 Gegenstand umfangreicher Presseberichte, wird seit Dezember 2011 im Bundestag diskutiert. Danach muss der Händler  dem Verbraucher unmittelbar vor Abgabe der Bestellung eine deutliche Zusammenfassung von Eigenschaften der Ware, Gesamtpreis (inklusive Versand- und sonstiger Nebenkosten) und gegebenenfalls der Vertragsdauer angeben und die Schaltfläche für die Bestellung mit den Worten „zahlungspflichtig bestellen“ oder einer ähnlich deutlichen Formulierung beschriften. Diese Informationen müssen bereits nach heutiger Rechtslage dem Verbraucher gegeben werden. Neu ist aber die Voraussetzung der beschrifteten Schaltfläche ("Button"), ebenso wie die Konsequenzen: Fehlt hieran, so soll nach dem Gesetzesentwurf der Vertrag gar nicht erst zustande kommen. Mit Inkrafttreten des Gesetzes werden sämtliche Onlinehändler daher gezwungen sein, ihre Onlineshops entsprechend umzuprogrammieren.
  • Kostenlose Warteschleifen:
    Bereits 2011 wurde vom Bundestag die Novelle des Telekommunikationsgesetzes beschlossen, die  derzeit aber noch im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat diskutiert wird. Änderungen werden sich hier für all diejenigen Anbieter ergeben, die eine kostenpflichtige Service-Hotline betreiben. Nach Inkrafttreten des Gesetzes folgt zunächst eine dreimonatigen Übergangsfrist. Danach müssen in der einjährigen "Phase 1" bei allen zeittarifierten Telefonnummern, die aus Deutschland angerufen werden (Ausnahmen: Festnetz, Mobilfunk, kostenfreie Rufnummern), die ersten zwei Minuten der Warteschleife kostenfrei sein. Ab "Phase 2", d.h. 15 Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes, müssen alle Warteschleifen auf den genannten Rufnummern für den Anrufer aus Deutschland kostenfrei sein. Problem hierbei: auch sogenannte nachgelagerte Warteschleifen, bei denen der Anrufer nach Annahme seines Anrufs an den konkreten Sachbearbeiter weitervermittelt wird, fallen unter das Gebot der Kostenfreiheit. Dazu bestehen Informationspflichten über die voraussichtliche Dauer und die Kostenfreiheit der Warteschleife oder über die Höhe des Festpreises für den Anruf. Vertreter der Wirtschaft haben wiederholt auf Schwierigkeiten bei der technischen Umsetzung des Gesetzes und mögliche negative Konsequenzen für Verbraucher und Unternehmen hingewiesen.
  • Wettbewerbsrechtliche Abmahnungen:
    Ende Dezember 2011 hat Bundesjustizministerin Sabine Leutheuser-Schnarrenberger ein Gesetzespaket angekündigt, das private Internetnutzer und Kleinunternehmen vor missbräuchlichen Abmahnungen wegen angeblicher Verletzungen des Urheberrechts oder des Wettbewerbsrechts schützen soll. Nach Aussagen der Ministerin handele es sich oft um Bagatellen, die aber für die Betroffenen erhebliche Kosten nach sich zögen.
    Für Betreiber von Onlineshops könnte dies zukünftig die Gefahr einer wettbewerbsrechtlichen Abmahnung verringern.

Europäische Gesetzgebung:

  • Verbraucherrechte-Richtlinie:
    Bereits Ende November wurde die neue Europäische Richtlinie über Rechte der Verbraucher (2011/83/EU) veröffentlicht. Die Umsetzung in nationales Recht muss zum 13. Dezember 2013 erfolgen. Hier könnten bereits Änderungen im deutschen Recht zu erwarten sein.
  • Neue EU-Gesetzgebung zum Datenschutz:
    Für Ende Januar hat die Europäische Kommission einen Entwurf für eine neue Europäische Gesetzgebung zum Datenschutz angekündigt. Ein erster Entwurf einer Verordnung wurde bereits Anfang Dezember aus inoffiziellen Quellen in den Medien bekannt. Er sieht eine Verschärfung der datenschutzrechtlichen Vorschriften in verschiedenen Punkten vor und wäre in allen EU-Mitgliedsstaaten unmittelbar anwendbar. Das Gesetzgebungsverfahren auf EU-Ebene dürfte allerdings noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Fazit: Das Jahr 2012 verspricht schon jetzt, juristisch gesehen sehr ereignisreich zu werden!

Weitere Informationen:

Buttonlösung: http://www.bmj.de/DE/Buerger/verbraucher/KostenfallenInternet/kostenfallenInternet_node.html

Kostenlose Warteschleifen: https://www.juris.de/jportal/portal/page/homerl.psml?nid=jnachr-JUNA111203950&cmsuri=%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp

Wettbewerbsrechtliche Abmahnungen: http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/Berlin-Interview-Bundesjustizministerin-Leutheusser-Schnarrenberger-Internet-Daten;art27856,4110754

Verbraucherrechte-Richtlinie: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2011:304:0064:0088:DE:PDF

EU-Gesetzgebungs zum Datenschutz: http://www.heise.de/ct/artikel/EU-Datenschutzverordnung-Gegen-den-unkontrollierten-Datenstrom-1391778.html

Der bvh trauert um Werner Otto

verfasst am 27.12.2011 von Christoph Wenk-Fischer

Wie heute gemeldet wurde, ist bereits am 21. Dezember, kurz vor Weihnachten,   Werner Otto, Gründer unseres Mitgliedsunternehmens Otto (GmbH & Co KG) im Alter von 102 Jahren verstorben. 

Maßgeblicher Teil der Persönlichkeit von Werner Otto war sicher auch, dass er geben und teilen konnte. Das hat er als großzügiger Mäzen und aus unternehmerischer-gesamtgesellschaftlicher Verantwortung immer wieder unter Beweis gestellt.

Dazu gehörte schon seit den 50er Jahren sein und das Engagement seines Hauses für die Branche, in unserem Verband. Vielen Dank dafür - der bvh gedenkt Herrn Prof. Dr. h.c. Werner Otto. Unsere Branche hat eine beeindruckende Gründer-Persönlichkeit verloren.

E-Commerce Agenda 2017


Mit der E-Commerce-Agenda 2017 formuliert der bevh seine politischen Forderungen an die politischen Parteien im Wahljahr 2017. Download

 

 

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Jahresbericht 2016

Dieser Jahresbericht erläutert die Arbeit unseres Verbandes im Jahr 2016. Er zeigt Möglichkeiten, wie Sie als Mitglied und Preferred Business Partner von einer Mitgliedschaft profitieren können. Download


                                 

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