Hollywood und E-Commerce

verfasst am 24.01.2011 von Florian Seikel


Fühlen Sie sich manchmal auch wie ein Hollywood-Star?

Angelina Jolie, 36, sagt über ihre erste Erfahrung mit Online-Shopping vor einigen Wochen:

"Nach einer Stunde haben wir es ausgestellt. Mein Hirn wird verwirrt, es gibt keinen gemeinsamen Draht. Ich bleibe bei Katalogen."

Wer möchte Angelina Jolie und ihrem Mann Brad Pitt helfen? Sollte man sie überhaupt aufklären oder sieht man an diesem Paar, dass der Katalog weiterhin ein wichtiges Medium darstellt?

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verfasst von Martin Groß-Albenhausen am 20. Januar 2012


Ich oute mich: Ich habe noch ein Print-Abonnement. Das ist toll, denn von Zeit zu Zeit überrascht mich der Verlag mit Dingen, die ich sonst gar nicht wahrgenommen hätte. Zum Beispiel mit einer Lizenzausgabe des Economist-Sonderheftes "Die Welt 2012", die dem Focus beilag. So oft kann ich gar nicht bei StumbleUpon auf den Button "Weiter" klicken, bis ich die Vielzahl an wirklich interessanten Artikeln wahrgenommen hätte.

Gedankensprung: Derzeit kocht das Thema Datenschutz und Datennutzung von Brüssel bis Berlin wieder so hoch, dass sich sogar die Süddeutsche durchaus differenziert damit auseinandersetzt. Aber das soll hier nicht Thema sein, sondern die Frage, ob eigentlich alle über den Gegenstand der Diskussion einig sind.

Ich spreche von den "Daten". Im Economist habe ich ein neues Wort kennengelernt. Yotta. Ein Yotta ist das, was nach einer Trilliarde kommt. Also 1000 Trilliarden. Eine 1 mit 24 Nullen. Diese Schwelle werden wir im Hinblick auf die produzierte Datenmenge pro Jahr wohl irgendwann so gegen 2020 erreichen, denn 2015 dürften es 8 Zettabyte sein.

Ist ja auch klar. Machen Sie sich einfach mal den Spaß, wenn Sie ein Print-Nutzer sind, und nehmen sie einen Katalog in die Hand. Lesen Sie die durchschnittliche Katalog-Textlänge von sieben Zeilen zu 25 Zeichen. Jede Zeichen hat 2 Byte. Macht 175 Zeichen oder 350 Byte.

Ich gehe mal bei einem Versender rein und finde diesen Katalogtext:

Rocxygen Feminin designtes Longsleeve in Doppeloptik; mit dekorativem Rückenprint und kleinem Brustprint; 100% Baumwolle

Macht 121 Zeichen inklusive Leerzeichen, bzw. 242 Byte.

Und jetzt gehen Sie in den zugehörigen Onlineshop, suchen das Produkt, und dann wählen Sie "Ansicht" und dann "Quelltext anzeigen". Im Firefox können Sie einfach STRG-U drücken.

Der Quelltext der Seite mit meinem Produkt ist, in Word kopiert, 179 Seiten lang und hat 277.402 Zeichen, bzw. fast 550.000 Byte. Also 550 Kilobyte bzw. eine halbe 3,5 Zoll Diskette (Sie merken, ich bin schon etwas älter und kenne noch diese viereckigen Papp-Scheiben, die man in den Computer geschoben hat.)

Mein Kollege Ingmar Böckmann korrigiert mich allerdings - die reinen Textzeichen sind je nach Codierung auch 8- oder 16-Byte groß. Sie können also noch eine Datenschippe drauflegen.

Wenn Sie jetzt Angst bekommen sollten - keine Sorge. Viele Daten sind nicht direkt auf das Produkt bezogen, sondern beschreiben alles mögliche, von der Farbe des Logos zur Shop-Navigation etc. Außerdem sind 550 KB lächerlich gering. 2020, lese ich im Economist, wird das Speichern eines Petabytes, also 1 Billiarde bzw. 1000 Billion Bytes, gerade noch 4 Dollar kosten.

Zurück zum Thema. Wenn Sie einen zeitgemäßen Onlineshop betreiben, dann brauchen Ihre Produktdaten weit mehr als nur den werblichen Inhalt. Die interne Referenzierung in der Produktdatenbank lässt das Volumen anschwellen, dazu auch die ganzen Elemente, die eine gute Suchmaschinen-Optimierung mit sich bringt. Und dann kommen vielleicht solche wichtigen Dinge wie ein Produktvideo dazu. Und vielleicht einige schöne ausführliche Kundenkommentare. In diese gehören Links, die entsprechen mit <href> HTML-codiert werden. Was sie blau unterlegt sehen, ist in wirklichkeit eine lange Textzeile, die sowohl das Ziel des Links beschreibt als auch die Optik des Textes und die Anweisung, was beim Klick passieren soll.

Und so weiter und so fort. Am Ende des Tages macht ein einziges Produkt, das in einem Shop abgebildet wird, ein Datenvolumen aus, das es mit dem Neuen oder Alten Testament aufnehmen kann. Kein Witz!

Heute kam meine Kollegin Stephanie Claudia Schmidt mit der überarbeiteten Version der neuen EU-Datenschutz-Verordnung durch die Tür. Sie hatte sie ausgedruckt, ganze 120 Seiten. Damit soll u.a. ein Recht geschaffen werden, "vergessen" zu werden. Und die Pflicht, aus dem Meer an Daten die Wasser-Moleküle zu isolieren, die einen bestimmten Tautropfen ausmachen.

Ich frage mich, ob die Autoren darüber nachgedacht haben, wie viele Daten sie allein mit dem Text gerade geschaffen haben.

Damit wir uns richtig verstehen: Ich halte die Debatte darüber, was Datenschutz im 21. Jahrhundert bedeutet, für höchst wichtig. Aber zuweilen habe ich den Eindruck, das diejenigen, die über Datenschutz sprechen, über Druckwerke reden. Oder vielleicht über Lochkarten.

2018, lese ich im Economist weiter, bekommen wir eine "Talent-Lücke" von fast 200.000 Datenspezialisten. Hier irrt sich der Economist - diese Lücke dürfte allein in Deutschland bestehen. Vielleicht allein in der Startup-Hochburg Berlin.

Gleichzeitig werden Gesetze gemacht, die den Umgang mit Daten regeln sollen. Wir greifen mit der Hand in den Wasserfall. Wir schöpfen das Boot im Orkan mit dem Zahnputzbecher aus.

Die nächste Technologie-Generation wird viele der manuellen Aktivitäten durch Gesten ersetzen. Das ist nur möglich, weil jede unserer Bewegungen erkannt und in Daten codiert wird. Um Bedienfehler zu vermeiden, brauchen wir dabei nicht etwa weniger Daten, sondern mehr Daten. Und je mehr und persönlicher diese Daten sind, um so heimischer wird sich unsere Welt dann anfühlen.

Jede Entscheidung, die wir treffen, wird um so exakter und schneller, je mehr Daten wir haben. Jede Geste wird um so präziser.

Zugleich diskutieren wir 2012 darüber, dass immer weniger Daten zur Verfügung stehen sollen. Das ist eine legitime Forderung, und man kann auch ein Menschenrecht auf "Vergessen" postulieren.

Aber vielleicht fühlen wir uns dann irgendwann nicht mehr heimisch in einer Welt, die immer mehr Daten erzeugt und die wir nur mit immer mehr Daten beherrschen können.

Die 20 wichtigsten Urteile für Shopbetreiber im Jahr 2011

Gastbeitrag von Dr. Carsten Föhlisch verfasst am 19.01.2012


Im Jahr 2011 gab es eine Vielzahl von Entscheidungen, die große Auswirkungen auf den Online-Handel hatten. Wichtige Urteile ergingen zu Themen wie Widerrufsrecht, Gewährleistung, Produktbeschreibungen, Preiswerbung, Datenschutz und auch wieder zum Thema Newsletter-Werbung.

Dr. Carsten Föhlisch, Justiziar unseres bvh-Preferred Business Partners "Trusted Shops" hat die 20 wichtigsten Urteile mit Links auf deren Kommentierung beim "Shopbetreiber-Blog" noch einmal für Sie zusammengestellt.

1. Produktbilder sind verbindlich

Ein Händler wollte ein Auto verkaufen und auf dem entsprechenden Produktbild war eine eingebaute Standheizung abgebildet. Diese baute er jedoch nach Vertragsschluss vor Abholung des Fahrzeuges aus. Hier wurde also letztlich etwas anderes geliefert als zuvor im Shop angepriesen.

Dieses Verhalten des Händlers löst beim Kunden Gewährleistungsansprüche aus, entschied der BGH. Im Übrigen kann dies auch wegen Irreführung über die Produkteigenschaften abgemahnt werden.

2. Widerrufsbelehrung muss Zwischenüberschriften enthalten

Um ordnungsgemäß über das Widerrufsrecht zu informieren und zu belehren, ist dringend die Verwendung der gesetzlichen Musterbelehrungen zu empfehlen. Diese sind nämlich gesetzlich privilegiert und deren korrekter Einsatz kann nicht abgemahnt werden.

Für diese Privilegierung muss das Muster allerdings eins zu eins übernommen werden. Bereits beim Weglassen der Zwischenüberschriften kann sich der Händler nicht mehr darauf berufen, er nutze das gesetzliche Muster.

Im konkreten Fall hatte das zur Folge, dass dem Verbraucher ein unendliches Widerrufsrecht zustand, da er nicht ordnungsgemäß belehrt wurde.

3. Haben Newsletter-Einwilligungen eine Verfallszeit?

Wer als Online-Händler Newsletter zu Werbezwecken verschicken will, benötigt hierfür grundsätzlich eine ausdrückliche Einwilligung des Empfängers. Aber darf man als Händler zunächst e-Mail-Adressen sammeln und erst Jahre später die erste Werbe-Mail verschicken?

Das LG München I entschied, dass zumindest ein Warten von 1,5 Jahren seit Einholen der Einwilligung zu lange und die Einwilligung dann nicht mehr gültig ist.

4. Kosten im Gewährleistungsfall

Dem Verbraucher stehen umfangreiche Gewährleistungsrechte zu, wenn er mangelhafte Ware geliefert bekommt. Aber wer trägt in einem solchen Fall die Kosten für den Ausbau von mangelhaften Fliesen und die Kosten für den Wiedereinbau der neu gelieferten?

Der EuGH hat hierzu eine klarstellende Entscheidung getroffen, die einem älteren Urteil des BGH widerspricht. Der EuGH entschied, dass sowohl die Kosten für den Ausbau der mangelhaften Ware als auch die Kosten für den Einbau der neu zu liefernden Ware der Unternehmer zu tragen hat.

5. Datenschutzverstöße können nicht abgemahnt werden (?)

Das LG Berlin entschied, dass es keinen Wettbewerbsverstoß darstelle, wenn man den Facebook Like-Button in seiner Website einbindet, aber nicht die erforderlichen Datenschutzhinweise erteilt. Dieser Ansicht schloss sich das Kammergericht in einer in der juristischen Literatur überwiegend auf Ablehnung stoßenden Entscheidung an.

Auch die obersten Datenschützer in Deutschland haben mittlerweile einen Beschluss gefasst, nach der der Einsatz des Like-Buttons in seiner derzeitigen Ausgestaltung unzulässig ist.

6. Wann darf man Newsletter ohne Einwilligung verschicken?

Bereits im April 2010 definierte das OLG Jena (Urteil v. 21.04.2010, 2 U 88/10) den Begriff der Ähnlichkeit aus § 7 Abs. 3 UWG, wonach unter bestimmten Voraussetzungen Newsletter auch ohne Einwilligung verschickt werden dürfen.

“Die Ähnlichkeit muss sich auf die bereits gekauften Waren beziehen und dem gleichen typischen Verwendungszweck oder Bedarf des Kunden entsprechen.

Die Voraussetzung ist regelmäßig erfüllt, wenn die Produkte austauschbar sind oder dem gleichen oder zumindest einem ähnlichen Bedarf oder Verwendungszweck dienen.

Zum Schutz des Kunden vor unerbetener Werbung ist diese Ausnahmeregelung eng auszulegen.”

Dieser Definition schloss sich im März 2011 das Kammergericht Berlin an.

7. BGH konkretisiert Anforderungen an eine Garantie-Werbung

Sowohl das OLG Hamm als auch das OLG Hamburg sahen es als zwingend notwendig an, dass bei einer Werbung mit einer Garantie (Achtung: NICHT Gewährleistung) sämtliche Bedingungen und der Hinweis, dass Gewährleistungsrechte von der Garantie nicht eingeschränkt werden, bereits innerhalb dieser Werbung angegeben werden müssen. Der BGH hat dieser Auffassung widersprochen, unterschied aber deutlich zwischen klassischen Online-Shops und Angeboten, wie man sie z.B. bei eBay findet:

Handelt es sich bei der Darstellung der Produkte um ein unverbindliches Angebot an den Kunden, müssen die Bedingungen noch nicht genannt werden. Ist die Darstellung dagegen bereits ein verbindliches Angebot, wie z.B. bei eBay, müssen die Anforderungen an eine Garantieerklärung erfüllt werden.

8. Auslandsversandkosten sind anzugeben

Online-Händler müssen den Verbraucher bereits im Shop klar und deutlich über anfallende Versandkosten informieren. Dabei ist die genaue Höhe dieser Kosten zu beziffern. Häufig bereitet diese Pflicht Schwierigkeiten. Versandkosten muss man aber nicht “nur” für Deutschland angeben. Diese Pflicht bezieht sich nämlich auch auf die Auslandsversandkosten.

Ein Hinweis, dass diese an einer Hotline erfragt werden können, stellt nach Ansicht des OLG Hamm einen Wettbewerbsverstoß dar.

9. Wo müssen Gewährleistungsansprüche erfüllt werden?

Jedem Verbraucher steht ein Gewährleistungsrecht zu, wenn sich der Kaufgegenstand als mangelhaft herausstellt. In der Praxis ergibt sich aber ein großes Problem: Wo muss der Händler den Nacherfüllungsanspruch erfüllen? Am Sitz des Verbrauchers oder am seinem Unternehmenssitz?

Hinsichtlich eines Werkvertrages hatte der X. Zivilsenat des BGH die Frage bereits 2010 dahingehend beantwortet, dass die Nacherfüllung an dem Ort zu erfolgen hat, an dem sich die Sache bestimmungsgemäß befindet, also regelmäßig am Wohnsitz des Verbrauchers.

Hinsichtlich eines Kaufvertrages sah dies der VIII. Zivilsenat des BGH jedoch anders und entschied, dass der Erfüllungsort der Nacherfüllung der Sitz des Unternehmers ist.

10. Streich-Preise ohne Erklärung sind unzulässig

Der BGH hat entschieden, dass eine Werbung mit hervorgehobenen Einführungspreisen, denen höhere durchgestrichene Preise gegenübergestellt werden, nur zulässig ist, wenn sich aus der Werbung ergibt, wie lange die Einführungspreise gelten und ab wann die durchgestrichenen höheren Preisen verlangt werden.

Außerdem verstoße die Werbung gegen das Irreführungsverbot, urteilte der BGH. Wer mit einem höheren durchgestrichenen Preise werbe, müsse deutlich machen, worauf sich dieser Preis bezieht.

11. Paketabgabe beim Nachbarn

Die Zustellung von Paketen beim Nachbarn des eigentlichen Empfängers ist für den Händler mit hohen rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken verbunden, weil dies noch keine Erfüllung des Kaufvertrags ist. Logistikunternehmen regeln jedoch häufig gegenüber dem Händler, dass damit die Zustellung erfolgt und eine Haftung ausgeschlossen sei. Das LG Köln sah in erster Instanz die Klauseln zur sog. Nachbarschaftszustellung eines großen Logistikdienstleisters als wirksam an.

In zweiter Instanz hob das OLG Köln dieses Urteil jedoch auf und erklärte die verwendeten Klauseln für unwirksam, wenn sich der Zusteller in der Klausel nicht zugleich verpflichtet, den Empfänger über die Nachbarschaftsabgabe zu informieren.

12. Das Wort “regelmäßige” ist Pflicht bei doppelter 40-Euro-Klausel

Die Rechtsprechung zur doppelten Verwendung der 40-Euro-Klausel sorgte bereits für viel Unmut unter den Händlern. Nach dieser reicht es nämlich nicht aus, die Tragung der Rücksendekosten nur in der Widerrufsbelehrung zu erwähnen. Sie muss vielmehr zusätzlich in den AGB vereinbart werden.

Das OLG Brandenburg hat diese Pflicht weiter konkretisiert und entschieden, dass das Wort “regelmäßige” zwingend in der Kostentragungsvereinbarung enthalten sein muss. Dies vergaßen viele Händler, weil das Wort in der Muster-Belehrung bis zum 3.8.2001 ebenfalls irrtümlich nicht vorhanden war. Fehlt das Wort in der Kostentragunsvereinbarung, ist die entsprechende Klausel unwirksam und die Belehrung wird gleichzeitig fehlerhaft.

13. Informationspflicht zum Nichtbestehen des Widerrufsrechtes

Sofern es sich um einen Fernabsatzvertrag handelt, aber die verkaufte Ware vom Widerrufsrecht ausgeschlossen ist, muss auf das Nichtbestehen des Widerrufsrechtes hingewiesen werden, stellte der BGH klar.

14. Abmahngefahr: Alte Widerrufsbelehrung im Shop

Spätestens seit 5. November 2011 sollten Shopbetreiber die neue Musterwiderrufsbelehrung in ihrem Shop verwenden. Denn die Verwendung der alten Belehrung ist wettbewerbswidrig und kann abgemahnt werden, wie das OLG Hamm zu einer früheren Umstellung der Widerrufsbelehrung entschieden hat.

Die Entscheidung lässt sich aber auch auf die aktuelle Änderung hinsichtlich der Belehrungen übertragen.

15. Werbeslogans bei Google-AdWords

Die Zeichenanzahl in Google-AdWords ist beschränkt. Daher werben viele Händler nur schlagwortartig in diesen Anzeigen, z.B. mit der Aussage “Lieferung innerhalb von 24 Stunden”. Ist diese Lieferzeit an Bedingungen geknüpft, ist die Werbung aber nicht irreführend, wenn sich diese Bedingungen in dem Rahmen bewegen, mit dem der Verbraucher rechnet, entschied der BGH.

16. Facebook-Fanpage und die deutsche Impressumspflicht

Jeder Website-Betreiber muss eine Anbieterkennzeichnung bereithalten. Diese Pflicht gilt auch für Angebote bei eBay, amazon oder mobile.de, wie zahlreiche Gerichte bereits entschieden haben. Aber auch der Unternehmensauftritt bei Facebook unterliegt der Impressumspflicht, wie das LG Aschaffenburg nun bestätigt hat.

Dabei genügt es nach Ansicht des Gerichts nicht, die Anbieterkennzeichnung unter dem Punkt “Info” bereit zu halten.

17. Rücksendung der Ware nur in Originalverpackung?

Das Fehlen der Originalverpackung nach Rücksendung der Ware kann für den Händler den Wiederverkauf sehr schwierig machen. Daher findet man oft Klauseln in AGB, mit denen der Kunde darum geben wird, nach erfolgtem Widerruf die Ware in eben dieser Originalverpackung zurückzusenden.

Das LG Hamburg hielt diese und weitere AGB Klauseln für zulässig. Man muss bei der Formulierung einer solchen Klausel allerdings ganz genau auf den Wortlaut und den Gesamtzusammenhang innerhalb der AGB achten.

18. Lieferzeiten, Auslandsversandkosten und unzulässige AGB-Klauseln

Das OLG Frankfurt hatte über einige Klauseln zu urteilen, welche ein Händler in seinen AGB verwendete. So waren ein Verfügbarkeitsvorbehalt, die Angabe von “Regel-Lieferzeiten”, eine Salvatorische Klausel und die unterbliebene Angabe von Versandkosten für Lieferungen ins Ausland Gegenstand des Verfahrens.

19. Rabatte für positive Bewertungen sind unzulässig

Positive Kundenbewertungen sind eine gute Werbung für den eigenen Online-Shop. Da möchte man als Händler natürlich so viele wie möglich sammeln. Also kommen manche Händler auf die Idee, den Kunden ein kleines Goodie für die Abgabe von positiven Bewertungen zu versprechen.

Aber darf man das? Diese Frage hatte das OLG Hamm zu beantworten.

20. Haftung für Transportverlust

Es kommt häufig vor, dass der Händler Ware zum Verbraucher schickt, diese aber entweder gar nicht oder nur zum Teil ankommt. Aber welche Folgen hat das eigentlich für den Händler? Muss er die bestellte Ware noch einmal liefern? Oder muss er den Kaufpreis erstatten? Oder hat der Verbraucher in diesem Fall schlicht Pech gehabt?

Nachdem der BGH diese Frage bereits 2003 beantwortet hatte, musste nun das OLG Hamm erneut hierzu entscheiden und schloss sich der Auffassung des BGH an. Demnach kann der Kunde nicht auf Lieferung bestehen, der Händler muss “nur” den Kaufpreis erstatten.

Schwedische Kampagne zum Thema Bahnverspätungen weckt Lust zum Nachahmen in Deutschland

verfasst am 18.01.2012 von Christin Schmidt


Viele von Ihnen werden das nur zu gut kennen, man reist zu einem wichtigen geschäftlichen Termin mit der Bahn. Sie sagen jetzt schon "STOPP", weil ein wichtiger geschäftlicher Termin sich mit dem Transportmittel Bahn nicht gut in Verbindung bringen lässt. Aha, ich verstehe, was Sie meinen ...

Dennoch, stellen wir uns einmal genau diese Situation vor. Hinzu kommt, dass Sie auf Ihrer Reise einmal umsteigen müssen. Als Zeitfenster für das Umsteigen haben Sie 10 Minuten. Das kann klappen, ... muss es aber nicht :)!
Umso ärgerlicher, wenn Sie Ihren Anschlusszug um genau eine Minute verpassen, um dann eine Stunde auf einem zugigen Bahnhof warten zu müssen, auf dem es nicht einmal mehr eine ordentliche Unterstellmöglichkeit gibt (besonderes Erlebnis im Winter!!!).

Ich reise wirklich gern mit dem Zug, allerdings bin ich aus taktischen Gründen mittlerweile dazu übergegangen, mindestens einen bis zu zwei Züge früher zu nehmen, um auch wirklich pünktlich zu sein. Ich kann schlichtweg die ständigen Adrenalinstöße vor wichtigen Terminen nicht mehr vertragen. Das Leben ist doch auch sonst wirklich schon aufregend genug.

Mir scheint, dass unsere Probleme mit unzuverlässigen Zügen auch in anderen europäischen Ländern die Gemüter bewegen. Umso mehr habe ich mich über eine Kampagne des schwedischen Busreiseanbieters Swebus gefreut, der Reisende auf Zugverspätungen hat wetten lassen. Teilnehmer konnten 12 Stunden lang auf einen bestimmten Zug setzen. Der Gewinnerzug, sprich der Zug mit der größten Verspätung, war 98 Minuten im Verzug und fuhr von Malmö nach Stockholm.

Gewinner, die auf den richtigen Zug gesetzt hatten, wurden mit Reisegutscheinen belohnt. Das Spannende an diesem Projekt, die Kampagne wurde schon im Vorfeld stark über Facebook und Twitter verbreitet.

Na das wäre doch auch mal eine interessante Idee für Deutschland und seine Bahn - finden Sie nicht auch ?!

E-Commerce Agenda 2017


Mit der E-Commerce-Agenda 2017 formuliert der bevh seine politischen Forderungen an die politischen Parteien im Wahljahr 2017. Download

 

 

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Dieser Jahresbericht erläutert die Arbeit unseres Verbandes im Jahr 2016. Er zeigt Möglichkeiten, wie Sie als Mitglied und Preferred Business Partner von einer Mitgliedschaft profitieren können. Download


                                 

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