Zukunft fängt mit Praxis an: Die bvh 2.012

verfasst von Martin Gross-Albenhausen am 9. Januar 2012


In unseren Arbeitskreisen (e-Commerce, Social Media, e-Marketing, Logistik, Multichannel, International etc.) gibt es einen Augenblick, der mir am meisten gefällt. Wenn beim kurzen Status-Update ein Kollege plötzlich einhakt und eine Detailfrage stellt. Keine Generalfrage nach Geschäftsmodell oder Strategie, sondern eine Frage nach dem Muster:

 „Wie gebt ihr eigentlich eine Beschwerde an der Facebook-Wall in den Kundenservice weiter – und wie findet ihr die Stelle wieder, um dort ganz offen zu antworten?“

Oder:

„Wie geht ihr eigentlich mit Duplicate Content auf Euren Seiten um?“

 Oder:

„Wie messt ihr eigentlich den Wert einer Display-Einblendung, wenn nicht geklickt wurde, also im Sinn der Customer Journey-Analyse?“

Das sind genau die Fragen, bei denen Mitglieder sich gegenseitig helfen können. Und für die wir das Umfeld, die Bühne schaffen. Hier liegt ebenso ein Schwerpunkt des bvh wie in der Vertretung der Brancheninteressen in Brüssel oder Berlin. Oder in der Unterstützung unserer Mitglieder dabei, ihre Strategien zu entwickeln.

Wir haben lange überlegt, wie wir diese starke Seite des Verbandes für möglichst viele Onlinehändler an einer Stelle wirklich nutzbar machen können. Kurz vor Weihnachten haben wir eine Idee dazu entwickelt, die ich hier in den Ring werfe:

Warum nicht unsere Mitgliederversammlung als Kern einer Konferenz nehmen, die wie ein BarCamp vom Praxisaustausch unter den „Machern“ im e-Commerce funktioniert?

Flankiert von Experten, die ihr Spezialwissen in „Masterclasses“ oder auch direkt in der Diskussion konkreter Projekte („Clinics“) einbringen? Dazu die Möglichkeit, Geschäftsmodelle und Businesspläne mit gestandenen Online- und Versandhandels-Unternehmern zu diskutieren oder mal den einen oder anderen Gründer im kleinen Kreis zu befragen?

Wir nennen das Konzept „bvh 2.012“.

Eine offene Konferenz, für die wir mit befreundeten Institutionen wie Trusted Shops oder dem Marktplatz hitmeister.de kooperieren. Dieses, übersetzen wir mal, „Bootcamp interaktiver Vertrieb und Handel“  findet am 18.+19. April 2012 in der Handelskammer Hamburg statt. Abends feiern wir im Ehemaligen Hauptzollamt und verleihen dort auch erneut unseren Startup-Award „bvh-Rising Star“.

Möglich wird das dank der Unterstützung der Hermes Logistik Gruppe und weiterer Sponsoren und Aussteller, die in vielen Fällen als Preferred Business Partner mit unseren Mitgliedern aus dem Handel die Antworten auf die kniffligen Praxisfragen überhaupt erst möglich machen.

So können wir vor allem eines erreichen: Einen auf Kante kalkulierten Vorzugs-Preis von 99 Euro für zwei Tage Praxis samt anspruchsvollem Bühnenprogramm und Abendveranstaltung.

Mich freut, dass viele unserer Mitglieder sich spontan bereit erklärt haben, kleine Praxisbeiträge auf der bvh 2.012 zu teilen.

Interessiert? Hier steht mehr über Bühnenprogramm, Debatten und Praxis-Sessions!

In wenigen Tagen gibt es mehr im Internet. Wer sich schon jetzt anmelden will: Gerne per E-Mail direkt bei mir unter martin.gross-albenhausen(at)bvh.info

 

Bilanz des Weihnachtsgeschäftes im interaktiven Handel - noch besser, als erwartet!

verfasst am 09.01.2012 von Christoph Wenk-Fischer


Nachdem jetzt auch das orthodoxe Weihnachtsfest vorüber und das Weihnachtsgeschäft für diesen Winter endgültig vorbei ist, zieht der bvh für die Online- und Versandhandelsbranche Bilanz:

Ursprünglich hatten wir einen Umsatz prognostiziert von 6,4 Milliarden Euro (+7 Prozent zum Weihnachtsgeschäft 2010) zu Weihnachten für den gesamten Interaktiven Handel - also Online- und Versandhandel. Der Onlineanteil sollte bei 4,2 Milliarden Euro (+ 17 Prozent zum E-Commerce im Weihnachtsgeschäft 2010) liegen. Die uns nun vorliegenden Zahlen zeigen jedoch, dass unsere Branche noch höhere Umsätze verzeichnen konnte, denn

- der Gesamtumsatz des Weihnachtsgeschäftes der Interaktiven Händler 2011 lag tatsächlich bei 6,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 13,8 Prozent gegenüber dem Weihnachtsgeschäft des Jahres 2010:
 
- der E-Commerce-Anteil am Gesamtumsatz lag bei 4,4 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von ca. 65 Prozent am gesamten Interaktiven Handel zu Weihnachten und einem Plus von 22 Prozent gegenüber dem E-Commerce-Anteil im Weihnachtsgeschäft 2010.

Diese Zahlen ergeben sich aufgrund einer Detailauswertung unserer Untersuchung „Interaktiver Handel in Deutschland 2011“ speziell für das Weihnachtsgeschäft. Die Studie wird mit Unterstützung insbesondere durch die Deutsche Post/DHL nunmehr im sechsten Jahr vom Bielefelder Forschungsinstitut TNS Infratest in unserem Auftrag durchgeführt. Dafür werden rund 30.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter von über 14 Jahren von Januar bis Dezember 2011 zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen (z.B. im Bereich Downloads oder Ticketing) befragt. Das Endergebnis der Studie "Interaktiver Handel in Deutschland 2011" wird auf unserer Jahrespressekonferenz am 27. Februar 2012 in Hamburg veröffentlicht.

Gespannt bin ich schon darauf, wie hoch der Anteil des Interaktiven Handels am gesamten Einzelhandelsvolumen zu Weihnachten und im ganzen Jahr lag. Unbeantwortet ist auch immer noch die Frage, ob das Wachstum des E-Commerce zu einer Steigerung des Gesamtvolumens der Einzelhandelsumsätze führt  - also ob der "ganze Kuchen" größer wird oder nur "unser Stück vom Kuchen"?

Der Vormarsch der Tablet-Computer

Verfasst am 06.01.2012 von Christin Schmidt


Egal wo man hinschaut, überall und in wirklich jeder Lebenslage sieht man sie - klein, handlich, praktisch und technisch höchst leistungsfähig. Und . .. ... immer mehr Nutzer lassen sich von Ihnen begeistern und erwerben eines der aktuell auf dem Markt befindlichen Geräte. Ich spreche selbstverständlich von Tabletcomputern.

Es überrascht daher auch nicht, dass neueste Zahlen besagen, dass in 2011 weltweit rund 73 Millionen Tablets ausgeliefert wurden. Wie heise online aktuell berichtete, teilte das Marktforschungsinstitut NPD DisplaySearch mit, dass der Anteil von Tablets am gesamten Mobil-PC-Markt auf 25,5 Prozent gestiegen ist. Die Zahlen zeigen auch die deutliche Steigerung zum Jahr 2010, denn 2011 wurden dreieinhalb Mal so viele Tablets ausgeliefert.

Im Vergleich zu den starken Zahlen bei den Tablets legten Notebooks nur um 12 Prozent in 2011 zu, Allerdings gehen Analysten aktuell schon davon aus, dass Tablets als auch Notebooks in den kommenden Jahren noch kräftig zulegen werden.

Dieser Trend ist besonders für die Interaktiven Händler von großem Interesse, denn die Funktionalitäten der Geräte geben den Händlern immer mehr Möglichkeiten für Ihre Shops, mobile Applikationen und Apps.

Viele Antworten und Inspirationen werden wir schon in wenigen Tagen zu sehen bekommen, denn am 10. Januar startet die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. Dies ist die erste von drei internationalen Elektronikmessen. Gerade bei den mobilen Geräten können wir in diesem Jahr mit neuen und noch schnelleren Prozessoren rechnen, so Branchenexperten.

Also lassen wir uns überraschen, was 2012 technisch bringt!

Re-Work: Warum mehr Hürden besser sein können

verfasst am 5. Januar 2012 von Martin Gross-Albenhausen

Von einem unserer Preferred Business Partner erhielt ich zu Weihnachten ein faszinierendes Buch: "Rework", geschrieben von Jason Fried und David Heinemeier Hansson. Die Botschaft lautet, dass man nicht wie ein Lemming jeden Handbuch-Ratschlag über den Aufbau eines guten Unternehmens befolgen sollte. Kostprobe:

  • Aus Fehlern zu lernen wird überschätzt. Aus Fehlern lernt man nur, was man nicht mehr machen sollte - aber nicht, was man machen sollte.
  • Erfolg liegt im Detail? Unsinn - fangen Sie mit dem dicksten Stift an. Wenn Menschen sich orientieren, erfassen sie nur die überzeugenden groben Umrisse. Kein Architekt beginnt mit der Planung der Seckdosen.
  • "Underdo your competition": Häufig sind die "Verbesserungen" und das 31. Feature eines Produkts nur etwas für die Nerds - weglassen macht das Produkt einfacher und attraktiver. Man denke an die Cruiser-Fahrräder oder die zeitweilig hippen "Fixies" ohne Gangschaltung und Bremsen.

Stefan Ponitz, bei unserem neuen Preferred Business Partner netz98 für e-Commerce verantwortlich, hat in einem treffenden Gastkommentar in der InternetWorld ähnlich gegen den Stachel gelöckt: Die Conversion Rate sei nicht das Maß aller Dinge.

Der Händler XY möchte seinen Checkout-Prozess optimieren, um noch mehr Warenkörbe zum Abschluss zu bringen. Der Conversion-Rate-Optimierer empfiehlt dem Händler, bei der Datenerfassung so wenige Pflichtfelder wie möglich einzusetzen. Gerade das Geburtsdatum wird oft als „Conversion-Killer“ bezeichnet und deswegen schnell zum freiwilligen Feld erklärt. Acht Monate später möchte der Händler nun sein E-Mail-Marketing professionalisieren. Da er altersmäßig eine sehr heterogene Zielgruppe hat, entscheidet er, die Mail-Kampagnen nach Alter zu splitten. Nun stellt er allerdings fest, dass er bei 60 Prozent der Adressen seiner jüngeren Kunden gar nicht mehr das Alter kennt. Darunter leidet die Effizienz des Newsletters – schlimmstenfalls sogar stärker, als der Zuwachs im Checkout-Prozess war.

Mir aus der Seele geschrieben. Häufig überoptimieren wir die Details und verlieren den Blick auf das Ganze. Wir machen den Kauf oder das Abonnement des Newsletters so einfach wie möglich, setzen die Hürden so gering wie es irgend geht - und übersehen, dass wir damit eine immer amorphere Kundschaft bekommen.

Heute saß ich bei einem von Deutschlands erfolgreichsten Startups (kein Händler), das genau hier seine Lektion gelernt hat. Völlig zurecht wurde am Anfang nicht mehr als ein Nickname und die e-Mail-Adresse verlangt. Aber jetzt hat das Unternehmen eine große Zahl von Nutzern, über die es denkbar wenig weiß. Das ist so lange nicht schlimm, wo das Unternehmen mit der Gießkanne erfolgreich ist.

Sobald aber Kooperationen nötig werden, kommt es auf den "Match" an, nicht auf irgendwelchen Matsch. Weich und formbar oder hart und belastbar? Je höher die Hürden am Anfang gesetzt werden, um so mehr Substanz hat das "Datum", das der Kunde bei uns gibt.

Natürlich - auch das ist so eine Regel, die man hinterfragen muss. Hauptsache, man geht an die Arbeit. Aber nicht als Lemming, sondern mit einem Blick aufs Ganze.

E-Commerce Agenda 2017


Mit der E-Commerce-Agenda 2017 formuliert der bevh seine politischen Forderungen an die politischen Parteien im Wahljahr 2017. Download

 

 

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21. Februar 2018 - 24. Februar 2018
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22. Februar 2018 - 22. Februar 2018
1. bevh Merchandising Tag

Jahresbericht 2016

Dieser Jahresbericht erläutert die Arbeit unseres Verbandes im Jahr 2016. Er zeigt Möglichkeiten, wie Sie als Mitglied und Preferred Business Partner von einer Mitgliedschaft profitieren können. Download


                                 

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