Projekt "Datenschutz-Auskunftsportal" - konstituierende Beiratssitzung in Berlin

verfasst am 28.09.2011 von Christoph Wenk-Fischer


Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) gewährt Bürgern in § 34 Absatz 1 ein Recht auf Auskunft, welche Daten Unternehmen über sie gespeichert haben. Das Unabhängige Datenschutzzentrum Schleswig-Holstein, das Institut für Verbraucherpolitik ConPolicy und die Kieler Softwarefirma CONSIST haben gemeinsam ein Projekt initiiert. Dessen Ziel ist es, für Unternehmen und Bürger ein einfach zu nutzendes Portal im Internet zu schaffen, um solche Anträge auf Selbstauskunft zu stellen. Das Projekt wird gemäß einem Beschluss des Deutschen Bundestages im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung durch das BMELV gefördert und materiell unterstützt. Begleitet wird das Projekt durch einen Beirat, in dem Verbände und Unternehmen sowie Daten- und Verbraucherschützer vertreten sind. Für den Handel bin ich in meiner Funktion als bvh-Hauptgeschäftsführer dabei.

Auf seiner konstituierenden Sitzung am Montag hat der Beirat einen Fragenbogen diskutiert, der im Oktober versandt und online gestellt werden soll. Durch ihn soll u.a. festgestellt werden, wie die Unternehmen und Verbraucher derzeit praktisch mit Auskunftsbegehren nach § 34 BDSG umgehen. Schließlich soll das Projekt genau entsprechend den Bedürfnissen der Betroffenen gestaltet werden. Wir hoffen, dass sich viele unserer Mitglieder und Partner an der auf Wunsch anonymen Befragung beteiligen. Dazu werden wir in einem der nächsten Newsletter den Link auf die Onlinebefragung verschicken und den Fragebogen zum Download auf unserer Homepage unter www.bvh.info anbieten.

Die Trendstudie 2011 und der neue CR-Report 2011 der Otto Group

verfasst am 12.09.2011 von Katrin Triebel

 

Am Freitag, 09.09.2011 hat die Otto Group in ihrer Trendstudie für das Jahr 2011 „Verbrauchervertrauen – auf dem Weg zu einer neuen Wertekultur“, die das Hamburger Trendbüro im Auftrag von Otto erstellt hat, die neuen Ergebnisse vorgestellt.
Vertrauen wird immer wichtiger für den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen. Eine der Kernaussagen der 3. Otto-Trendstudie 2011 ist, dass Unternehmen, die transparent und offen kommunizieren, künftig Markterfolge erzielen und zu den Gewinnern im Wettbewerb zählen werden.
Der von Otto analysierte Zusammenhang zwischen ethischem Konsum und Verbrauchervertrauen macht deutlich, dass sich immer mehr Konsumenten für sozial, ökologisch einwandfreie und nachhaltig hergestellte Produkte entscheiden.
Dieses neue Kaufinteresse erfasst in zunehmendem Maße die Verbrauchermasse. Siegel wie „Bio“ oder „fair“ geben Verbrauchern das Gefühl, die richtige Wahl getroffen zu haben, heißt es in der Studie. Im Ergebnis vertrauen 91 Prozent der Befragten bei ihrer Kaufentscheidung vor allem Freunden und Verwandten. Soziale Netzwerke jeder Art werden, nach Prof. Peter Wippermann (Gründer des Hamburger Trendbüros), immer wichtiger. Und nur noch ein knappes Drittel vertraut dagegen den Aussagen der Wirtschaft – mit abnehmender Tendenz. Größter Verlierer in der Studie ist die Politik, denn nur 15 Prozent der Befragten vertrauen ihr, obwohl knapp ein Drittel der Verbraucher gerade von der Politik Impulse für ethischen Konsum erwartet.
Es wurden 1.000 repräsentative Deutsche unterschiedlichen Alters befragt, Experten-Interviews und ein Expertenworkshop in Berlin durchgeführt, sowie ein Livestream auf Utopia.de eingerichtet, deren Ergebnisse in die Studie eingeflossen sind.
Unternehmen werden aufgefordert, verloren gegangenes Vertrauen vor allem durch Information und offene Kommunikation wieder zu gewinnen, sagte Prof. Wippermann.  
Das Bedürfnis nach Aufklärung und Transparenz bei den Konsumenten ist größer geworden und hier sieht Otto großen Handlungsbedarf. Denn die Unternehmen brauchen für Verbrauchervertrauen einheitliche und überprüfbare Kriterien, nach denen Produkte zertifiziert werden und die der Konsument nachvollziehen kann.
Die Aktivitäten der im Bereich Nachhaltigkeit von den inzwischen elf Konzernunternehmen der Otto Group werden auch im neuen CR-Report 2011“Unsere Verantwortung: Nachhaltigkeit im Handel(n)“ aufgeführt. Wesentliche Fortschritte im  Bereich der nachhaltigen Wirtschaftstätigkeit haben sich in verschiedenen CR-Disziplinen, insbesondere im Bereich der Co2-Emission und dem Ausbau eines nachhaltigen Sortiments ergeben.

Die Otto Group vermittelt mit der Vorstellung der beiden Broschüren den Eindruck, dass CR im Konzern wirklich gelebt wird, nicht zuletzt dadurch, dass jedes Vorstandsmitglied der Otto Group die Patenschaft über ein CR-Thema übernommen hat und es vorantreibt.

Interaktiver Handel in Berlin

verfasst am 08.09.2011 von Christoph Wenk-Fischer


Mit unserer in Zusammenarbeit mit TNS durchgeführten Studie "Interaktiver Handel in Deutschland" bieten wir seit einigen Jahren verlässliche Zahlen über die Entwicklung unserer Branche. Seit Anfang diesen Jahres kommunizieren wir daraus aktuelle Quartalszahlen und leiten eine aktualisierte Prognose ab. Unserer Pressemitteilung dazu ist zu entnehmen, dass wir von einem bundesweiten Branchenwachstum von rund 7 % in 2011 ausgehen.

Spannend finde ich es, auch mal auf regionale Zahlen zur Branchenentwicklung zu blicken. Nehmen wir doch einfach unsere neue Verbandsheimat Berlin:

Hier erstellt die Senatsverwaltung für Wirtschaft und Technologie einen "Konjunkturbericht zur wirtschaftlichen Lage in Berlin". Für das zweite Quartal sieht dieser ein Umsatzwachstum im gesamten Einzelhandel von 2,6 % in Berlin (S.7). Für unsere Branche des Interaktiven Handels, die dort etwas kompliziert "Einzelhandel außerhalb von Verkaufsräumen" heißt, wird in Berlin ein Zuwachs von 14,9 % gegenüber dem Vorjahr festgestellt. Wer also ist Wachstumsmotor des Einzelhandels in Berlin?


Social Media Qualifikation: Besser, aber noch nicht gut

verfasst am 06.09.2011 von Martin Gross-Albenhausen


Eine interessante Studie unter PR-Mitarbeitern zeigt deutliche Fortschritte in der Nutzung von Social Media. Die Finke & Fuchs Public Relations AG hat im Rahmen der Untersuchung fast 600 Fragebögen ausgewertet. Danach ist die Nutzung von Social Networks in etwa drei von vier Unternehmen heute Alltag. Die vollständigen Ergebnisse gibt es hier als Slideshare-Präsentation.

Allerdings deckt die Studie auch auf, dass zwei Dinge NICHT eingetreten sind: Mehr als die Hälfte der Befragten sieht keine Synergien und deshalb deutlichen Zusatzaufwand. Und für zwei von drei Befragten haben die Social Media keine Substitution der klassischen PR-Aufgaben gebracht.

Der Aufwand, der Kontrollverlust und die mangelnden Konzepte sind nicht nur in der PR Hürden für den Einsatz von Social Media. Erschreckend aber ist, dass regelmäßig in mehr als der Hälfte der Fälle Qualifizierungsmaßnahmen entweder nicht angeboten oder nicht wahrgenommen werden. Und was für die PR-Mitarbeiter allgemein gilt, hat die SIPA-Unternehmerberatung genauso für den Versandhandel ermittelt. Der Bedarf ist erkannt, aber es fehlt an der Umsetzung.

Im vergangenen Jahr hat sich im bvh der Arbeitskreis Social Media konstituiert. Hier werden die relevanten Themen aus Versendersicht diskutiert. Hinzu kommen Fortbildungsveranstaltungen und Konferenzen, die wir als Verband künftig selbst organisieren oder mit tragen.

Der „Social Media Summit 2011“ am 15. September ist ein erster Überblick über den aktuellen Stand der Social Media-Aktivitäten im Versandhandel. Mitgliedsunternehmen können einen Mitarbeiter kostenlos zu dieser Praxis-orientierten Konferenz schicken. Hier einige der Highlights:


  • Sebastian Bär berichtet über die Konzeption und Entwicklung der jungen Marke Joe Nimble, die der Bequemschuh-Versender mit angepassten Print- und Onlinemaßnahmen, Kooperationen und Events global auch über Facebook bekannt macht.

  • Carsten Nissen von Rock N Shop stellt Social Media-Hebel vor, die vor allem Spezialversendern effiziente Verkaufsförderung in Social Networks ermöglicht.

  • Am Beispiel von Baur als Großversender beleuchten wir die Strategie von Facebook-Shops, die eine direkte Conversion möglich machen.

  • Der Social Media-Experte Andreas Bersch (Berliner Brandung) stellt neue Ansätze und Geschäftsmodelle vor, die Handelsunternehmen speziell für die Interaktion via Social Media und in Netzwerken entwickelt haben.

  • Eine interessante Idee ist Social Video Marketing, das Benjamin Brandt von WeTape vorstellt. Produktbewertungen und -rezensionen haben sich längst als Conversion-Verstärker erwiesen. Die Möglichkeit, Kundenvideos einzubinden, geht darüber hinaus. Die Chancen und Risiken sind eine eingehende Betrachtung wert.

  • Neben den direkten Aktivitäten bei Facebook hat die Nutzung von Social Media messbare Auswirkungen auf die wesentlichen KPIs im Online-Marketing. Wie das Engagement in den Netzwerken und via Blogs, Videos etc. die Suchmaschinen-Optimierung und das Suchmaschinen-Marketing beeinflusst, stellt Jan Kutschera vor. Der Berliner Internet-Unternehmer und bekennende „SEO-Punk“ wirft auch einen Blick auf die Veränderungen, die das neue Panda-Update von Google für den Onlinehandel bringt - oder auch nicht.

  • Die Messbarkeit von Social Media-Aktivitäten steht auch im Mittelpunkt des Vortrags von Erik Meierhoff (Keywork-Consulting). Aufgrund von Daten mittelständischer Versender hat Keywork die Auswirkungen von diversen Aktionen in Social Networks auf Kundenentwicklung und -wertveränderung ermittelt.

  • Schließlich zeigt die aktuelle Datenschutz-Diskussion um Facebook, dass rechtliche Aspekte gerade in den Social Media unbedingt zu berücksichtigen sind. Den aktuellen Stand der Rechtsprechung und konkrete Empfehlungen stellt Andrea Schmoll von der Kanzlei Baker&McKenzie vor.


Der 1. Social Media Summit beginnt am 15. September um 10 Uhr im Quadriga-Forum, Werderscher Markt 13, 10117 Berlin. Für Mitgliedsunternehmen ist die Teilnahme eines Mitarbeiters bei diesem anspruchsvollen Programm kostenlos möglich. Weitere Teilnehmer zahlen den günstigeren bvh-Satz von 249 Euro (normal: 449 Euro). Dafür erhalten Sie von uns jeweils Ticket-Codes, mit dem Sie die Anmeldung bei Amiando.de vornehmen können. Wenden Sie sich wegen des Ticket-Codes an Ingmar Böckmann oder Martin Groß-Albenhausen.


E-Commerce Agenda 2017


Mit der E-Commerce-Agenda 2017 formuliert der bevh seine politischen Forderungen an die politischen Parteien im Wahljahr 2017. Download

 

 

  • loading Twitter...
  • weiter
Jahresbericht 2016

Dieser Jahresbericht erläutert die Arbeit unseres Verbandes im Jahr 2016. Er zeigt Möglichkeiten, wie Sie als Mitglied und Preferred Business Partner von einer Mitgliedschaft profitieren können. Download


                                 

Wir bilden aus

Kooperierende Verbände

  • GEA
  • BVDWBVDW
  • BVDVABVDVA
  • Bundesverband Druck und Medien e.V.Bundesverband Druck und Medien e.V.
  • Verband Internet Reisevertrieb e.V.Verband Internet Reisevertrieb e.V.
  • Media.net berlinbrandenburgMedia.net berlinbrandenburg
  • Hamburg@WorkHamburg@Work
  • AVE Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels e.V.AVE Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels e.V.
  • TeleTrusT – Bundesverband IT-Sicherheit e.V.TeleTrusT – Bundesverband IT-Sicherheit e.V.
  • Total Equality & DiversityTotal Equality & Diversity