E-Commerce zum Studieren

Verfasst am 02.11.2011 von Christin Schmidt


Wenn wir darüber sprechen, dass E-Commerce boomt, rufen wir keine Neuigkeit aus, sondern stellen eher fest, dass das Onlinegeschäft vor einigen Jahren stark angelaufen ist und seitdem eine kontinuierlich ausgezeichnete Entwicklung hinlegt. Allein für das laufende Jahr rechnen wir laut unserer Studie "Interaktiver Handel in Deutschland 2011" mit einem Umsatzwachstum im E-Commerce von rund 15 Prozent gegenüber dem Jahr 2010.

Gerade die Entwicklungen im Bereich des E-Commerce wie Mobile oder Social Media schaffen neue Arbeitsplätze in den Unternehmen. Machen es aber für potentielle Bewerber aber auch immer schwerer die gesamte Thematik zu erfassen, da diese immer komplexer und umfangreicher wird.

Doch nun wird für die Nachwuchs-E-Commerce-Experten Abhilfe geschaffen. Seit dem Witersemester 2011/2012 bietet die Fachhochschule Wedel mit der Unterstützung der Otto Group den Studiengang "E-Commerce" an.
Damit ist die Hochschule absolut führend, denn es gibt bundesweit bisher keine andere Einrichtung, an der man diese konkrete Fachrichtrung noch studieren kann.

Der Studiengang basiert auf dem Bachelor- oder Masterabschluss. Zur Einführung in diesem Semster beginnen 24 Studenten die Ausbildung. Der Lehrplan ist hierbei sehr vielfältig: Schauen Sie selbst!

Wir freuen uns jetzt schon auf die ersten E-Commerce-Spezialisten, die dieses Geschäftsfeld des Interkativen Handels auch wirklich konkret studiert haben und dann ihr theoretisches Wissen für die Unternehmen in naher Zukunft praktisch anwenden können.

Machtspiele in Kiel - das Ringen um die Facebook-Fanpage

Verfasst am 01.11.2011 von Stephanie Schmidt


Im hohen Norden geht der Streit um die Nutzung von Facebook-Fanpages in die nächste Runde: Der Landesbeauftragte für Datenschutz, Dr. Thilo Weichert hatte die Landesregierung Schleswig Holstein aufgefordert, bis Ende Oktober ihre Fanpage bei Facebook abzuschalten. Der Chef der Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein, Staatssekretär Dr. Arne Wulff, hat gestern jedoch dem Datenschutzbeauftragten mitgeteilt, dass die Landesregierung die Fanpage weiter betreiben werde.

Der Staatssekretär wies darauf hin, dass die Fanpage der Staatskanzlei zukünftig einen deutlichen Warnhinweis tragen werde. Ergänzend erklärte Dr. Wulff, die Landesregierung zweifele auf der Basis von zwei unabhängigen Stellungnahmen des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages und des Landtages Schleswig-Holstein erheblich an der Rechtsauffassung des Datenschutzbeauftragten. Daher werde sie dieses von der Öffentlichkeit verstärkt genutzte Angebot zur interaktiven Kommunikation weiter fortführen. Die Innenministerkonferenz sei gebeten worden, gegenüber den Chefs der Staats- und Senatskanzleien der Länder eine datenschutzrechtliche Bewertung der sozialen Netzwerke abzugeben. Auf der Grundlage dieser Stellungnahme solle dann entschieden werden.

Die Reaktion vom ULD kam prompt: Unstreitig sei, dass die Nutzung von Facebooks Social-Plugins und Fanpages rechtswidrige Datenverarbeitungen auslöse. Hinsichtlich der Staatskanzlei werde an einer Beanstandung nach § 42 Abs. 2 Landesdatenschutzgesetz kein Weg vorbeigehen. In weiteren Gesprächen werde es darum gehen, wie verbindlich Rechtsklarheit gerichtlich hergestellt werden kann. Dr. Weichert hierzu: „Diesem gemeinsamen Interesse – am Datenschutz und an einer Klärung für alle Stellen im Lande – sollte sich die Staatskanzlei nicht verschließen.“  

Angeblich geht es also allen Beteiligten um Klärung und nicht um Rechthaberei - bedauerlich nur, dass offenbar nun der langwierige Weg eines Verwaltungsgerichtlichen Verfahrens gewählt werden soll. Für die Nutzer um deren Daten es ja eigentlich geht, wird trotz all der guten Absichten wohl allzu bald noch keine Klarheit bestehen.  

Zur Erklärung der Landesregierung Schleswig-Holstein:
www.schleswig-holstein.de/STK/DE/Service/Presse/PI/2011/CdS/111031_stk_cds_facebook.html

Zur Internetseite des ULD:
https://www.datenschutzzentrum.de


Kostenfreiheit von Warteschleifen

verfasst am 28.10.2011 von Florian Seikel

 

Der Bundestag hat gestern Änderungen im Telekommunikationsrecht beschlossen: Warteschleifen bei allen Anrufen aus dem inländischen Fest- oder Mobilfunknetz an kostenpflichtige Sonderrufnummern (01803, 01805, 0900 etc.) sollen grundsätzlich kostenlos werden. Ausgenommen sind Anrufe mit einem Festpreis pro Verbindung. Zudem müssen bei Sonderrufnummern und bei Anrufen mit einem Festpreis die Anrufer über die voraussichtliche Dauer der Warteschleife informiert werden.

Der bvh hat sich gegen diese Neuregelung ausgesprochen, da die technische Umsetzbarkeit der Neuregelung nach Auskunft der Telekommunikationsdienstleister zur Zeit nicht möglich ist. Außerdem müssten sämtliche gebräuchlichen Telefonanlagen, die bisher mit 01805-er Nummern arbeiten, ersetzt und die Systeme umgestellt werden, was die Kosten der technischen Neuanschaffung auslösen würde. Angesichts der fehlenden technischen Umsetzbarkeit der geplanten Lösung aus dem Regierungsentwurf müssten die Händler möglicherweise auf Festnetznummer umstellen, Rufnummern mit Festpreis anbieten, oder eine kostenfreie Rufnummer anbieten. Jede dieser Lösungen verursacht erhebliche Mehrkosten für die Online- und Versandhandelsbranche. Zuletzt hatten wir deshalb noch den FDP-Fraktionsvorsitzenden Rainer Brüderle sowie den FDP-Vorsitzenden und Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler angeschrieben.

Auch der VATM sieht Nachbesserungsbedarf bei der TKG-Novelle. „Wir appellieren an die Politik, wichtige Verbesserungsvorschläge zu berücksichtigen", sagte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner in einer Pressemitteilung des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten.

Dem Gesetz müsste der Bundesrat noch zustimmen, damit es geltendes Recht werden kann. Sollten die Änderungen im Telekommunikationsrecht hier abgelehnt werden, so schaltet sich der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat ein. Somit ist für Änderungen der "Zug noch nicht abgefahren" und die Gelegenheit sollte genutzt werden, über die Bundesländer die Diskussion fortzusetzen.

Sollte aber dennoch das Gesetz in der vom Bundestag beschlossenen Form angenommen werden, wird eine Übergangsfrist von einem Jahr gelten, nach der dann die Neuregelung beachtet werden muss.

Wir berichten übrigens ebenfalls über das Thema im aktuellen bvh-Newsletter.

Fernsehen wird im Netz erst schön!

verfasst am 27.10.2011 von Christoph Wenk-Fischer

Die Frankfurter Allgemeine hat es am Dienstag berichtet: "Internetfirmen nehmen sich das Fernsehen vor"

Dass schon lange an einer echten Verknüpfung zwischen TV und Internet gearbeitet wird ist aber beileibe nichts Neues. Wieso dann jetzt die Aufregung? Weil nach dem Tode von Steve Jobs nun die autorisierte Biografie des APPLE-Gründers erscheint und weil es iMac, MacBook, iPod, iPhone und iPad schon gibt. Also rätselten alle, welchen technischen Alltagsgegenstand er uns noch im Apple eignen, aber wie manche sagen an BRAUN angelehnten Design und gewohnt perfektem Marketing-Konzept präsentieren wollte. Da der iPod-Designer Tony Fadell sich nach seinem Ausscheiden bei APPLE 2008 schon den Wohnzimmerthermostaten vorgenommen hat, bietet sich der Fernseher an. Und dass er es tatsächlich sein soll, soll in der Biografie stehen.

Tatsächlich ist für den Interaktiven Handel bereits Praxis und nur mehr als logisch, sich dem Thema "Bewegtbild" zu widmen. Manche sind da schon sehr weit mit Produktvideos, Video-Bloggs, Web-TV-Kanälen, Tablett-Animationen und vielem mehr. Zu vergessen ist keinesfalls das in Deutschland erst recht junge TV-Shopping, das längst nicht mehr nur über Kabel oder Antenne, sondern mit stetig steigendem Anteil auch über das Netz in die Wohnzimmer kommt. Nächste Woche feiert der Marktführer in dem Bereich seinen 15. Geburtstag in Deutschland. Das passt zeitlich gut zusammen mit der morgen in Berlin vom BVDW erstmals veranstalteten Konferenz "Bewegtbild im Web". Das Programm klingt interessant!

Und alles passt zusammen mit dem Verhalten des deutschen Durchschnitts-Surfers Thomas, der im deutschen Durchschnittswohnzimmer wohnt, gelegen in der Hamburger Zentrale der Werbeagentur Jung von Matt. Der schaut schon recht oft bei YouTube rein. Und sein Sohn oder seine Tochter? Die nutzen jetzt schon häufiger den Computer, als den Fernseher, wie die "JIM-Studie 2010" ergeben hat.

Und das passt zu einer PWC-Studie, die feststellt, dass die Deutschen jetzt erstmals mehr Geld für den Internetzugang, als für ihr Fernsehprogramm ausgeben. Braucht man also wirklich noch den APPLE-TV oder verschwindet der Kanal "Fernsehen" nicht ohnehin zugunsten des Internets?

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