9 häufig gestellte Fragen zu "Amazon gesponserte Produkte" – und unserer Antworten dazu

Gastbeitrag von Laura Lane, E-commerce Expert, Channel Advisor (Preferred Business Partner des bevh)

Die Zahl der Händler, die das Programm Amazon Gesponserte Produkte nutzen, hat sich 2015 mehr als verdoppelt. Allein in Europa nutzen über 20.000 Händler das Programm. Der Erfolg der bezahlten Werbeanzeigen verwundert nicht – angesichts der Millionen von Händlern und Milliarden von Produkten auf dem Marktplatz wird es immer schwieriger, aus der Masse herauszustechen.

Wenn auch Sie sich fragen, ob Amazon Gesponserte Produkte Ihnen dabei helfen kann – und das sollten Sie – dann erfahren Sie hier alles Wissenswerte über das populäre Format:

1. Was ist „Amazon Gesponserte Produkte“?

Amazon Sponsored Products oder „Gesponserte Produkte“ ist das Werbeprogramm, mit dem Sie die Produkte bewerben können, die Sie auf Amazon.de listen. Die Kampagnen sind ähnlich strukturiert wie bei Google AdWords. Sie wählen, welche Produkte Sie bewerben möchten, weisen Keywords zu und geben ein Cost-per-Klick-Gebot ab. Wenn ein Amazon-Kunde auf Amazon.de nach einem Ihrer Keywords sucht, kann Ihre Anzeige neben den Suchergebnissen geschaltet werden. Sie zahlen nur Gebühren, wenn auf eine Ihrer Anzeigen geklickt wird. Der Kunde wird daraufhin auf die Produktdetailseite mit Ihrem Angebot geführt.

 

2. Wie funktioniert das Anzeigenformat?

Sponsored Products beinhaltet ein CPC-Anzeigenformat mit einem auktionsbasierten Preismodell. Sie legen den Höchstbetrag fest, den Sie für einen Klick auf Ihre Anzeige ausgeben wollen. Je stärker Ihr Gebot, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzeige bei der Suche nach einem Ihrer Keywords auf dem Bildschirm des Kunden erscheint.

 

3. Welche Vorteile hat das Programm?

Amazon Gesponserte Produkte bietet viele Vorteile. Wenn wir vier davon auswählen müssten, würden wir zuerst Auffindbarkeit, Absatzsteigerung, Relevanz und Transparenz nennen.

• Auffindbarkeit: Die Sichtbarkeit Ihrer Produkte steigt – Sie erhalten die Chance, Angebote auf die erste Seite der Amazon-Suchergebnisse zu bringen.

• Absatzsteigerung: Erreichen Sie Kunden, die im „Purchase Funnel“ (d. h. auf dem Weg zur Kaufentscheidung) bereits weit fortgeschritten sind.

• Relevanz: Schalten Sie Anzeigen, die für die Sucheingaben der Kunden besonders relevant sind.

• Transparenz: Messen Sie den ROI Ihrer Anzeigen und optimieren Sie Ihre Budgets basierend auf den Erkenntnissen.

 

4. Muss ich Inhaber der Buy Box sein?

Gesponserte Produkte steht nur Händlern zur Verfügung, die die Buy Box besetzen. Die Anzeigen werden auf Such- oder Produktseiten angezeigt, wenn der Händler die Buy Box gewonnen hat.

 

5. Wo werden meine Anzeigen geschaltet?

Die Anzeigen werden in fünf Bereichen geschaltet: unter den organischen Suchergebnissen, auf der rechten Seite, auf der Produktdetailseite, in der mobilen App für Smartphones und Tablets oder auch oberhalb der Suchergebnisse.

 

6. Empfiehlt sich die Nutzung von Gesponserte Produkte, wenn ich der einzige Anbieter meiner ASINs bin?

Ja. Für Gesponserte Produkte müssen Sie die Buy Box besetzen. Wenn Sie der einzige Anbieter sind, haben Sie immer die Buy Box. Gesponserte Produkte hilft, das Ranking Ihrer Artikel zu verbessern, indem Sie auf Suchbegriffe bieten können, die Ihnen eine Platzierung auf der ersten Amazon-Suchergebnisseite bringen. Mit der Zeit steigt durch diese Sichtbarkeit der Traffic zu den Artikeln, was wiederum den Gesamtrang Ihres Angebots verbessert.

 

7. Für welche Produkte sollte ich mit Amazon Gesponserte Produkte werben?

Das hängt ganz von Ihnen und Ihren Geschäftszielen ab. Sie haben die Möglichkeit, Kampagnen für alle oder ausgewählte Produkte zu erstellen. Einige Händler nutzen das Programm z. B., um neue Angebote, Marken oder Erweiterungen ihrer Produktlinie sowie neue Features zu präsentieren. Andere wollen mehr Aufmerksamkeit für einmalige Selektionen erzeugen, kaum geklickte Angebote fördern, Auslaufartikel, Bestseller oder saisonale Angebote bewerben. Im Grunde gibt es unzählige Argumente, weshalb Sie Gesponserte Produkte in Ihren Marketing-Mix aufnehmen sollten. Welche Herangehensweise dabei für Ihr Unternehmen am sinnvollsten ist, entscheiden Sie!

 

8. Wie hoch sollte mein Budget sein?

Wir empfehlen, Ihre Kampagne zunächst mit kleinen Tagesbudgets zu beginnen. Geht das Geld ständig zu schnell zur Neige, können Sie das Budget immer noch erhöhen. So haben Sie die Anzeigenkosten im Griff und können genau sehen, welche Auswirkungen eine Steigerung der Ausgaben hat.

 

9. Gibt es Tipps für einen optimalen Start?

Beim Kampagnen-Setup werden Sie auch aufgefordert, einen Targeting-Typ (automatisches oder manuelles Targeting) auszuwählen. Am einfachsten ist der Einstieg, wenn Sie sich zunächst für das automatische Targeting entscheiden. Dann stellt Amazon zu Ihrer Artikelauswahl passende Keywords bereit. Das automatische Targeting ist darauf ausgelegt, Ihren Anzeigen mehr Traffic zu bringen. Amazon ordnet sie allen möglicherweise relevanten Suchläufen zu, basierend auf Ihren Produktinformationen.

Diese Variante eignet sich hervorragend, wenn Sie nicht sicher sind, welche Keywords Sie nutzen möchten, wenn Sie nicht viel Zeit zum Erstellen neuer Anzeigen haben oder erst herausfinden wollen, welche Keywords den stärksten Traffic für Ihre Anzeigen generieren. Sobald Sie einen Eindruck davon gewonnen haben, welche Keywords Anzeigen auslösen und wie ihre Performance ist, können Sie die erfolgreichen Keywords in eine eigene Kampagne mit manuellem Targeting verschieben. So können Sie Ihre Gebote noch gezielter und flexibler verwalten.

 

Amazon ist ein spannender Kanal, um neue Zielgruppen zu erreichen. Doch leider ist er eben auch umkämpft.
Um aus der Masse der Anbieter herauszustechen, lohnt es sich, mit Gesponserte Produkte zu experimentieren.

 

Sie haben weitere Fragen zu dem Programm oder anderen Methoden, als Händler erfolgreich auf Amazon zu verkaufen? Schreiben Sie uns doch an deteam(at)channeladvisor.com – wir beraten Sie gerne ausführlich!
https://www.channeladvisor.de/

 

 

bevh Index für den Mai 2017: Dienstleister berappeln sich

Laut dem Index des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel ist die Stimmung bei den Versendern für diesen Monat wieder leicht gefallen.

Der Versender-Index hat sich im April von 0,31 auf 0,17 Punkte verringert (besser = 1, gleichbleibend = 0, schlechter = -1). Der Verband befragt seine Mitglieder und deren Dienstleister regelmäßig nach der Stimmungslage für den Folgemonat.

Der Dienstleister-Index für Mai ist auf 0,33 Punkte gestiegen. Nach einem starken Absturz im Vormonat haben sich die Unternehmen offenbar berappelt. Im Vormonat April lag der Dienstleister-Index nur bei 0,18 Punkten. Der Index war von starken 0,47 Punkten zurückgegangen. Sowohl die Versender als auch deren Preferred Business Partner befinden sich beide weiter im positiven Bereich. 

Das war die bevh Logistikreise 2017 (Teil 2 von 2)

Ein Reisebericht von Christian Milster

Der vierte Tag unserer Reise hat mit einem wunderschönen Sonnenaufgang begonnen. Aber allzu viel Zeit, diesen in seiner Gänze zu genießen gab es leider nicht. Denn auch dieser Tag war wieder minutiös durchgetaktet. 

Schnell ging's ans Frühstücksbuffet, um wenigstens etwas im Magen zu haben. So langsam waren dem einen oder anderen Teilnehmer das umfassende und straffe Programm und die kurzen Nächte anzusehen – und da nehme ich mich selbst nicht aus. Aber die kürzeste Nacht sollte erst noch kommen... 

Abfahrt war 07.15 Uhr – und zwar auf die Minute. Alle pünktlich da. Perfekt! Unsere nächste Station war das 2014 in Betrieb genommene Full-Service-Logistiklager des Duty-Free-Spezialisten Gebr. Heinemann SE & Co. KG in Erlensee (bei Frankfurt). 

Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben weltweit der modernste Multichannel-Logistiker im Reisesegment. Das mit fortschrittlichster Technik ausgerüstete Logistikzentrum Erlensee hat eine Umschlagsfläche von insgesamt 32.000 qm mit mehr als 45.000 ständig verfügbaren Artikeln. Von hier aus wird permanent an viele der deutschen Einzelhandelsstandorte, die Heinemann Duty-Free Shops sowie an einen Großteil der mehr als 1.000 Distributionskunden in 100 Ländern geliefert. Außerdem beherbergt dieses Logistikzentrum Europas größten Humidor, den wir uns selbstverständlich angesehen haben. Und auch diese Besichtigung war wieder sehr interessant und abwechslungsreich.


Zurück im Bus haben wir unsere Lunchboxen für diesen Tag in Empfang genommen. Denn gestärkt diskutiert, telefoniert, arbeitet, schläft oder gewinnt es sich beim Kartenspielen wesentlich besser. ;O) Und auch an diesem Donnerstag meinte es der Reisegott wieder gut uns. Kein Stau. Keine Panne. Alles gut. 

Pünktlich um 15.00 Uhr haben wir das DHL Innovation Center in Troisdorf erreicht – unsere bereits siebte Station auf dieser Reise. DHL versteht sich als Vordenker in der Logistikbranche und investiert daher strukturiert in die Themen Trendsuche und Lösungsentwicklung. 

Um effiziente Zusammenarbeit zu ermöglichen, bringt DHL Kunden, Forschungs- sowie akademische Institute, Industriepartner und Logistikexperten innerhalb der Geschäftsbereiche zusammen. Das DHL Innovation Center bietet eine zentrale Plattform, in der Kunden und Stakeholder gemeinsam mit DHL Experten an innovationsbezogenen Themen arbeiten können. Im Rahmen unserer geführten Tour haben wir an verschiedenen interaktiven Stationen erfahren, wie sich die Zukunft der Logistik gestaltet und wurden diesbezüglich auf den neuesten Stand gebracht.


Auch diesen, leider schon letzten gemeinsamen Abend wollten wir mit einem wohlschmeckenden Abendessen ausklingen lassen. Gesagt, getan... Gegen 19.30 Uhr sind wir im Restaurant „Limao Brasil“ eingetroffen. Mein persönliches Urteil: Essen: Lecker // Location: Naja... leider ziemlich ungemütlich und etwas zu laut. 

Wie etwas weiter oben schon angedeutet, folgte nun die kürzeste Nacht unserer Reise. Am Freitagmorgen mussten wir bereits um 05.30 Uhr beim Frühstück sein, da es schon um 06.15 Uhr losging. Denn nur so gab es eine realistische Chance, dem morgendlichen Köln-Bonner Berufsverkehr zu entkommen und nicht stundenlang im Stau zu stehen. Und auch das hat wieder absolut perfekt funktioniert. Alle waren pünktlich im Bus und wir damit vor allen anderen auf der Autobahn – naja, fast. 

An dieser Stelle möchte ich mir nicht nehmen lassen, ein riesengroßes Lob an die gesamte Reisegruppe auszusprechen. Insbesondere aufgrund der Tatsache, dass alle immer zum vereinbarten Zeitpunkt dort waren, wo sie sein sollten, sind wir stets vollzählig und pünktlich losgekommen und konnten so unseren doch sehr umfangreichen und ziemlich eng getakteten Termin- und Reiseplan einhalten. Logistiker wissen eben, dass es bestimmter Bedingungen bedarf, um Dinge innerhalb eines festgelegten Zeitraums von A nach B zu transportieren. 

Unsere vorletzte Station war das neue Zentrallager von Gerry Weber im Ravenna Park in Halle/Westfalen, das seit Dezember 2015 in Betrieb ist. 

Mit einer Gesamtfläche von 145.000 qm (111.000 qm Logistikzentrum und 34.000 qm Outlet) und einer Lagerkapazität von bis zu 5,6 Mio. Teilen handelt es sich hier um die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte des international tätigen Mode- und Lifestylekonzerns. Das Logistikzentrum löst sukzessive die dezentral angelegten Logistiklager an den Standorten Ibbenbüren, Osnabrück, Brockhagen und Dortmund auf. Seit Sommer 2016 läuft das Logistikzentrum unter Volllast und kann bis zu 30 Mio. Teile jährlich umschlagen. Die Kapazität kann bei Bedarf bis auf 37 Mio. Teile pro Jahr erhöht werden. Alles sehr beeindruckend! 

Wieder im Bus ging es Richtung Hamburg, zur letzten Station dieser Logistikreise. Bis jetzt hatte alles reibungslos und nahezu perfekt geklappt. Doch dies sollte sich nun ändern. Denn auf der Autobahn nach Hamburg gab es leider einen ziemlich langen Stau. Freitäglicher Feierabendverkehr. Tief durchatmen und entspannt bleiben. OK. 

Trotz eineinhalbstündigen Stehens im Stau sind wir glücklicherweise „nur“ 15 Minuten zu spät bei Hermes in Hamburg angekommen. Doch unsere Gastgeber sind damit völlig entspannt umgegangen und haben sich nicht aus der Ruhe brigen lassen.

Dieser Hermes-Standort beherbergt die größte und technisch innovativste Retourenlogistikanlage von Hermes in Europa. Hier werden v.a. kleinvolumige Artikel wie Schuhe, Kleidung, Camcorder und Schmuck begutachtet, beurteilt und sodann wieder eingelagert. Jährlich können von 1.100 Mitarbeitern bis zu 60 Mio. Artikel abgewickelt werden. 

Gegen 17.15 Uhr war diese sehr informative und erkenntnisreiche Führung bei Hermes zu Ende – und damit leider auch die bevh Logistikreise 2017. 

An fünf erlebnisreichen Tagen haben wir knapp 1.900 Kilometer durch ganz Deutschland zurückgelegt und insgesamt neun spannende Unternehmen besucht. Dabei haben wir viele innovative und wertvolle Insights erhalten, die die Teilnehmer evtl. auch für ihr eigenes Geschäft umsetzen können.

Ein riesengroßes Dankeschön an alle Unternehmen, die uns so herzlich empfangen und sehr tief in die Herzen ihrer Logistik blicken lassen und unsere Reise damit erst möglich gemacht haben. 

Außerdem möchte ich mich noch einmal bei der wirklich tollen Reisegruppe bedanken. Ihr wart stets sehr interessiert, engagiert, lustig, ohne zu Murren immer pünktlich an Ort und Stelle und seid auch in stressigen Situationen stets entspannt geblieben. Danke! 

Ich bzw. wir freuen uns schon auf die nächste Logistikreise mit euch und sind schon sehr gespannt, wo uns diese hinführen wird. 

Hier geht's zum ersten Teil dieses Reiseberichts...

Das war die bevh Logistikreise 2017 (Teil 1 von 2)

Ein Reisebericht von Christian Milster

Im Rahmen unserer diesjährigen Logistikreise vom 15.05. bis zum 19.05.2017 haben wieder innovative und hochkarätige Unternehmen exklusiv für den bevh und seine Mitglieder ihre Tore geöffnet und spannende und einzigartige Einblicke in ihre hochmodernen und Maßstab setzenden Logistikzentren und –lösungen gewährt. 

Inoffizieller Start war ein gemeinsames Abendessen am 14.05.17 im Panthera Rodizio Hamburg, in der Nähe des Hamburger Hafens, inmitten des Portugiesenviertels. Lecker! 

Tatsächlich gestartet sind wir dann jedoch am Montag, den 15.05.17 gegen 09.30 Uhr vom Hotel „The Rilano“ in Hamburg/Finkenwerder. Die erste Station unserer Reise war Airbus, eines der weltweit führenden Luftfahrtunternehmen. Am Produktionsstandort Hamburg, der gleichzeitig Zentrale und größter Standort von Airbus in Deutschland ist, sind rund 12.500 Mitarbeiter beschäftigt. Hier ist u.a. das Programm-Management vom A 320 bis hin zum A 380 beheimatet. Außerdem finden in Hamburg die Strukturmontage, die Ausrüstung der vorderen und hinteren Rumpfsegmente sowie die Kabinenausstattung und die Lackierung statt. Hamburg/Finkenwerder ist seit 1970 eines der bekanntesten Luftfahrtzentren der Welt und mit einer Fläche von 500 aneinandergereihten Fußballfeldern wohl auch das größte. 

Anschließend ging es mit dem VIP-Konferenzbus weiter nach Eisenach. Dort angekommen haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, einen Abstecher auf die Wartburg zu machen. Zunächst haben wir uns die nationale Sonderausstellung „Luther und die Deutschen“ angesehen. Bei einem sehr leckeren Abendessen – natürlich auf der Wartburg – haben wir diesen ersten Tag unserer Reise entspannt ausklingen lassen.


Am nächsten Morgen ging es gegen 08.30 Uhr weiter Richtung Hörselgau (bei Gotha) zum Logistikzentrum von Rhenus Logistics. 

Rhenus Logistics ist ein seit über 100 Jahren in der Logistikbranche agierendes Familienunternehmen und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von ca. 4,6 Mrd. Euro. Rhenus beschäftigt weltweit etwa 26.000 Mitarbeiter an insgesamt 500 Standorten. Dabei stehen die Geschäftsbereiche Contract Logistics, Freight Logistics, Port Logistics sowie Public Transport für das Management komplexer Supply Chains und für innovative Mehrwertdienste. Am Standort Hörselgau haben wir exklusive Einblicke in das Fulfillment und die Logistik von Thalia erhalten. 

Um unseren doch sehr straffen Zeitplan einzuhalten, ging es nach einer relativ kurzen Verschnaufpause wieder in den Bus und direkt weiter nach Giebelstadt (bei Würzburg). Während der Fahrten zu den verschiedenen Logistikzentren gab es im Bus immer wieder Gelegenheiten, sich mit anderen Teilnehmern über das Gesehene auszutauschen und auf diese Weise neue Kontakte zu knüpfen. 

Gegen 15.00 Uhr sind wir in Giebelstadt angekommen. Unser Ziel war das dort ansässige Technologiezentrum von SSI SCHÄFER – einem der weltweit führenden Lösungsanbieter von modularen Lager- und Logistiksystemen. Am Standort Giebelstadt werden auf 4.500 qm innovative Produkte und Lösungen für die Intralogistik präsentiert. SSI Schäfer ist ein weltweit gefragter Partner, wenn es um die Planung und Realisierung ganzheitlicher Logistiksysteme geht. Dabei reicht das Leistungsspektrum von der Systemplanung und -beratung über die Realisierung schlüsselfertiger Anlagen bis hin zu maßgeschneiderten Servicepaketen. Das Unternehmen beschäftigt am internationalen Hauptsitz in Neunkirchen, weltweit in rund 70 operativ tätigen Gesellschaften und an über zehn Produktionsstätten im In- und Ausland über 9.500 Mitarbeiter.

Die Führung hat gute zwei Stunden gedauert und war wirklich sehr interessant. 

Doch so viel Input an einem Tag macht hungrig und durstig. Deshalb haben wir uns, nachdem wir in Würzburg im Hotel eingecheckt hatten, im Restaurant „Juliusspital“ eingefunden und dort bei leckerem Essen und köstlichem Wein den zweiten Tag unserer Reise beendet. 

Am Morgen des dritten Tages der Logistikreise wurde es körperlich ein wenig anstrengend. Nicht weil wir uns tatsächlich sportlich betätigt haben, sondern weil wir Würzburg bereits um 06.30 Uhr verlassen mussten, um pünktlich um 09.00 Uhr in Pforzheim bei der Klingel anzukommen. Und das ist gar nicht so einfach, wenn man bedenkt, dass wir mitten im morgendlichen Berufsverkehr an Stuttgart vorbei mussten. Doch wir hatten Glück. Außer etwas zähfließendem Verkehr bei Zuffenhausen gab es keine Staus, so dass wir pünktlich in Pforzheim angekommen sind. 

Die Klingel Gruppe bzw. K-Mail Order GmbH & Co KG ist europaweit in zwölf Ländern vertreten und in Deutschland der zweitgrößte Multichannel-Distanzhändler. Täglich werden Sendungen im fünfstelligen Bereich verschickt. Das Logistikzentrum in Pforzheim beherbergt den größten Taschenspeicher (Bagstore) mit einem Fassungsvermögen von 700.000 Taschen mit mehreren angeschlossenen dreistufigen Matrixsortern, die es ermöglichen, 30.000 Warenstücke pro Stunde nach logistischen wie kundenspezifischen Belangen zu sortieren. Uff... 

Unsere zweite Station an diesem Tag war das Lkw-Montagewerk von Mercedes Benz in Wörth (bei Karlsruhe). Von Pforzheim nach Wörth ist es quasi nur ein Katzensprung. Und da wir weder Staus, noch ähnliche Herausforderungen zu meistern hatten, waren wir bereits eine Stunde vor der vereinbarten Uhrzeit bei Mercedes Benz Nutzfahrzeuge. Diese einstündige Pause hat uns etwas Zeit für Zerstreuung und/oder das Besuchen und Stöbern im Mercedes-Benz Kundencenter gegeben. 

Pünktlich um 13.00 Uhr startete dann die Werksführung. Mit einer Werksgeländefläche von insgesamt 2,4 Mio. qm und einer Produktionsfläche von 480.000 m2 ist dieses Mercedes Benz Nutzfahrzeuge-Werk, übrigens seit 1963 in Wörth ansässig, das größte Lkw-Montagewerk der Welt. Alle drei Minuten rollt ein Fahrzeug vom Band. Bis zu 470 Lkw verlassen jeden Tag den Werkhof. Auf allen Kontinenten transportieren Trucks "Made in Wörth" Waren und Güter. 2008 entstand das Entwicklungs- und Versuchszentrum mit Schlechtweg- und zusätzlichen Erprobungsstrecken. Die werkseigene Montagehalle mit einer Länge von knapp 1.000 Metern und einer Breite von gut 50 Metern zählt sie zu den größten Montagehallen im Fahrzeugbau weltweit. Alles wirklich sehr beeindruckend. 

Auch der dritte und sehr erlebnisreiche Tag unserer Reise hatte seinen Preis: Nämlich Hunger und Durst. Deshalb haben wir uns am Abend im Restaurant "Casa do José" zum gemeinsamen Abendessen eingefunden und bei portugiesischen Köstlichkeiten unsere Eindrücke diskutiert.  



Hier geht's zum zweiten Teil dieses Reisberichts...

E-Commerce Agenda 2017


Mit der E-Commerce-Agenda 2017 formuliert der bevh seine politischen Forderungen an die politischen Parteien im Wahljahr 2017. Download

 

 

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Jahresbericht 2016

Dieser Jahresbericht erläutert die Arbeit unseres Verbandes im Jahr 2016. Er zeigt Möglichkeiten, wie Sie als Mitglied und Preferred Business Partner von einer Mitgliedschaft profitieren können. Download


                                 

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