CO2-Emissionen

Die CO2-Emissionen, die in der Distribution entstehen, sind eng mit dem Transportaufkommen verbunden (siehe dazu auch: Kapitel 3 – Ökologisch – „Transportaufkommen“). Denn je mehr Wege zurückgelegt werden, desto mehr Treibhausgase werden üblicherweise emittiert. Im Idealfall entstehen so durch die Auslieferung eines Paketes weniger CO2-Emissionen als bei einer Einkaufsfahrt mit dem PKW zum stationären Geschäft. Der Versand eines Paketes verursacht etwa 600 Gramm CO2 (1.200g im Fall einer Retour). Bei einer sechs Kilometer langen, durchschnittliche Einkaufsfahrt mit dem Auto entstehen jedoch etwa 2.400 Gramm CO2. [1] Wird der Einkauf jedoch in einen Weg integriert, mit dem öffentlichen Nahverkehr oder dem Fahrrad erledigt, oder muss die Zustellung mehrfach erfolgen, verändern sich diese Werte schnell. Entscheidend ist das jeweilige Verhalten des Konsumenten.

Es gibt jedoch auch Möglichkeiten die zurückgelegte Strecke und CO2-Emissionen zu entkoppeln; z.B. durch Elektroautos oder Lastenfahrräder mit Elektromotor. Noch machen diese Alternativen einen sehr geringen Anteil an der Gesamtflotte aus. Dennoch testen inzwischen alle großen Anbieter den Einsatz von Elektromobilität: Hermes[2], DP DHL[3] und DPD[4] beispielsweise verfügen über Vito E Cell Fahrzeuge in ihren Fuhrparks, GO! ist in Berlin mit 30 Lastenrädern mit Elektroantrieb unterwegs[5], UPS setzt auf Elektro-LKWs[6]. Höhere Umweltauflagen in den Großstädten und Preisreduktionen im Bereich Elektromobilität könnten diese Alternativen bald noch attraktiver werden lassen.

Darüber hinaus bieten manche KEP-Dienstleister die Möglichkeit des klimaneutralen Versands. Dabei werden die entstandenen CO2-Emissionen über Klimaschutzprojekte kompensiert. Bei DHL geschieht dies für Privatkunden sogar ohne Mehrkosten.[7]

 


1

öko Institut e.V, 2015

2

Hermes, 2015

3

DHL Website, 2016

4

dpd Website, 2016

5

Logistra, 2015

6

MM-Logistik, 2014

7

DHL, 2011

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