KEP-Markt

2014 wurden in Deutschland 2,6 Mrd. KEP-Sendungen verschickt. Das sind 5% mehr als im Vorjahr.[1] Der Paketmarkt in Deutschland wächst zurzeit etwa doppelt so schnell wie das Bruttoinlandsprodukt.[2] Er profitierte dabei vor allem vom wachsenden Onlinehandel. Rund die Hälfte des gesamten Paketaufkommens stammt inzwischen aus dem B2C-Geschäft – also dem Versand von Waren an Endkonsumenten. [3] Gleichzeitig profitiert der Onlinehandel von neuen Serviceangeboten der KEP-Branche, die das Kauferlebnis im Internet positiv beeinflussen. Studien gehen davon aus, dass diese gegenseitige Verstärkung beiden Märkten in den kommenden Jahren stabile Wachstumsraten bescheren wird[4]. So werden in beiden Sektoren auch neue Arbeitsplätze entstehen (siehe dazu auch: Kapitel 3 – Ökonomisch – „Ausbildungsberufe und Beschäftigungszahlen in der KEP-Branche“).[5]

Für den Kunden gehören Zuverlässigkeit und Service zu den wichtigsten Entscheidungskriterien bei der Wahl des Zustellers. 62% der deutschen Online-Einkäufer ist ein bekanntes, vertrauenswürdiges Versandunternehmen wichtig.[6] Das führt dazu, dass etablierte, große Anbieter von den Kunden bevorzugt beauftragt werden. Diese können ihre starke Marktposition wiederum nutzen, um in verbesserte Serviceleistungen zu investieren und ihr Annahme- und Abholnetz auszubauen. Gleichzeitig setzen auch traditionelle B2B-Versender immer stärker auf den wachsenden B2C-Markt und bieten so eine Versandalternative. Die Branche konzentriert sich daher auf wenige Akteure: Die fünf großen Anbieter – Deutsche Post DHL Group (DP DHL), United Parcel Service (UPS), Deutscher Paketdienst (DPD), General Logistics Systems (GLS) und die Hermes Logistik-Gruppe – halten die meisten Marktanteile.

 


1

MRU GmbH, 2015, 10

2

DHL, 2012

3

bevh, 2014

4

Mc Kinsey, 2013

5

Der Handel, 2015

6

DHL, 2012

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