Internationalisierung und Lokalisierung

Durch das Internet ist die Erschließung internationaler Märkte nicht mehr nur den großen Konzernen vorbehalten. Das Internet ermöglicht auch kleinen und mittelständischen Unternehmen ohne große finanzielle Risiken in neue (internationale) Märkte einzutreten, da keine hohe Kosten für den Aufbau einer neuen Niederlassung oder für die Logistik anfallen.[1]

Allerdings ist anzumerken, dass E-Commerce trotzdem ein noch primär nationaler Markt ist. Unklarheiten über fremde Gesetzeslagen und Unsicherheiten in Bezug auf die nationalen Steuersysteme, Berichterstattungspflichten und mögliche Zusatzkosten hindern E-Commerce Unternehmen daran über Grenzen hinweg zu operieren. Dies wird wahrscheinlich in Zukunft auch noch so bleiben.[2] Darüber hinaus gibt es länderspezifische Regulierungen zur Data-Relokalisierung, auch Daten-Nationalismus genannt; nicht nur aus Sicherheitsgründen oder Schutz vor Spionage, sondern auch um die eigene Wirtschaft und kleine Industrien gegenüber mächtigen Großunternehmen zu schützen.[3] Zukünftig soll beispielsweise auf EU-Ebene ein digitaler Binnenmarkt entstehen. Im Fokus stehen die Angleichung von Produkt- und Versandpreisen innerhalb der EU, eine Modernisierung des Urheberrechts und der Abbau geografischer Sperren.[4]


1

Universität Regensburg, 2015, 7-4

2

DHL, 2012, 15; pwc, 2012, 21; Universität Regensburg, 2015, 7-22; Franziska Stallmann, 2015, 281; KPMG, 2012, 25

3

GDI, 2014, 30

4

t3n, 2015

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