Wandel des Stadtbildes

Durch die Abnahme des stationären Handels wird sich zwingendermaßen auch das Stadtbild verändern. Der verstärkte Einzug von Ketten, Malls und Shopping-Center an Randgebieten hat bereits dazu beigetragen. Bis 2020 rechnet das Institut für Handelsforschung mit 24.000 bis 58.000 Geschäften weniger in Deutschland.[1]

Dies muss jedoch nicht notwendigerweise nachteilig sein, denn der stationäre Handel hat durch den E-Commerce und den Versandhandel die Möglichkeit seine Produkte zusätzlich oder ausschließlich auf diesen neuen Kanälen zu vertreiben und kann sich dadurch neu positionieren.

Frei gewordene Flächen können zudem anderweitig genutzt werden und einer „Verödung“ der Innenstädte entgegenwirken. Auch Mieter von Geschäften in der Innenstadt können vom Rückgang der Mieten profitieren und damit potentielle Existenzängste reduzieren.[2] Schließlich kann der Wandel auch ländlichen Gebieten zum Vorteil gereichen: Klassische Standortfaktoren des Handels, wie z.B. die Nähe zum Kunden, verlieren für E-Commerce Unternehmen an Bedeutung.[3] Daher siedeln sich diese meist in städtischen Clustern, in geografischer Nähe zu anderen Unternehmen, z.B. der Informationswirtschaft, an und werten die ländliche Region auf diese Weise auf und machen sie zum attraktiven Zuzugsgebiet.[4]


1

IFH Köln, Retail Consultant, 2014, 1

2

Ernst and Young, 2014, 30; t3n, 2015; Welt online, 2014

3

Saemundur K. Finnbogason, 2013, 45

4

Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, 2003, 77

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