Energie- und Ressourcenverbrauch

Digitale Technologien ermöglichen eine direktere Kommunikation zwischen Händlern und Produzenten und durch neue Applikationen auch eine deutlich präzisere Planung der Produktionsprozesse (siehe dazu auch: Kapitel 1 – Unternehmensführung – „Kommunikation zwischen Händlern, Produzenten und Konsumenten“). Mittel- und langfristig können Unternehmen dadurch die Fehlerquote reduzieren und Überproduktion verringern und somit die Energie- und Ressourcenproduktivität enorm steigern.[1] Auch neue Strategien, wie das Produzieren von Gütern erst nach Eingang einer Bestellung (‚Build-to-order’) oder sogar das Drucken mittels 3D-Drucker nach Auftragsbestätigung (‚Print-on-demand’) können weitere positive Effekte auf die ökologischen Auswirkungen in der Produktion haben.[2] Ebenso ermöglichen digitale Technologien die ökologische Optimierung der Beschaffungslogistik, insbesondere durch die intelligente Verknüofung von Transportketten und die Bündelung von Transporten.

Dem gegenüber steht ein höherer Ressourcen- und Energieverbrauch durch zusätzliche, schnellere und globalisierte Warenumsätze, die die Entwicklung von schnelleren, flexibleren Produktions- und Transportinfrastrukturen mit größeren Kapazitäten (z.T. angestiegene Massenproduktion verschiedener Produkte) zur Folge haben können. [3] Der Einfluss von E-Commerce auf das Konsumverhalten und die Frage, ob der E-Commerce nicht-nachhaltige Konsummuster fördert, muss dabei in den Blick genommen werden (siehe dazu auch: Kapitel 4 – Gesellschaft – „Kaufverhalten & nachhaltiger Konsum“).


1

Zeit online, 2013; Saemundur K. Finnbogason, 2013, 37

2

Gottlieb Duttweiler Institute (GDI), 2014, 22

3

International Journal of Environmental Science and Development; Sunita Tiwari, Member IACSIT, Pratibha Singh, 2011, 213

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