Kommunikation zwischen Händlern, Produzenten und Konsumenten

Digitale Technologien ermöglichen auch eine direktere Kommunikation zwischen Händlern und Produzenten. Sie und andere Akteure in der Produktions- und Lieferkette sind direkt miteinander vernetzt und können zeitnah Daten über Produktionsprozesse und Lagerbestände miteinander teilen.[1] Dies ermöglicht eine deutlich präzisere Planung als bislang möglich. In Zukunft werden Predictive Applications zum Einsatz kommen, die mithilfe von komplexen Algorithmen in der Lage sind, den kommenden Bedarf vorab zu ermitteln, die entsprechenden Logistikprozesse zu planen und zu initialisieren.[2]

Mittel- und langfristig können Unternehmen durch diese Applikationen sowie durch neue Strategien, wie das Produzieren von Gütern erst nach Eingang einer Bestellung (‚Build-to-order’) oder sogar das Drucken mittels 3D-Drucker nach Auftragsbestätigung (‚Print-on-demand’) nicht nur Kosten einsparen, sondern auch die Fehlerquote reduzieren und Überproduktion verringern[3] (siehe dazu auch: Kapitel 1 – Ökologisch – „Energie- und Ressourcenverbrauch“).

Auch die Kommunikation zwischen Industrie und Konsumenten kann durch digitale Technologien verbessert werden. Produktkritiken und Verbesserungsvorschläge von Konsumenten können über den Handel, digitale Plattformen oder Foren schnell und direkt übermittelt werden. Das kann zu einer transparenteren Produktentwicklungskette und zu einer besseren Anpassung von Produkten an Konsumentenwünsche führen.


1

DB Schenker & 2b AHEAD Think Tank, 2015

2

DB Schenker & 2b AHEAD Think Tank, 2015

3

Zeit online, 2013; Saemundur K. Finnbogason, 2013, 37

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